Dichtungen - Dickinson, Emily

Emily Dickinson 

Dichtungen

Engl.-Dtsch. Ausgew., übertr. u. Nachw. v. Werner von Koppenfels

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  • Abmessung: 178mm x 113mm x 23mm
  • Gewicht: 272g
  • ISBN-13: 9783871620379
  • ISBN-10: 3871620378
  • Best.Nr.: 06045776
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.11.1995

Gewächs auf dem Vulkan
Die Dichtungen von Emily Dickinson, neu übersetzt

Mit diesem Band präsentiert der Münchener Anglist Werner von Koppenfels die bisher weiträumigste zweisprachige Anthologie jener oft rätselhaften Versgebilde, mit denen sich ein ältliches Fräulein aus Neuengland um die Mitte des letzten Jahrhunderts auf leisen Sohlen an die Spitze der literarischen Moderne schlich.

Walt Whitman, ihr Zeitgenosse, wirkte modern, weil er spektakulären Gegenständen die Würde des Poetischen verlieh und in rollenden Langversen die frohe Botschaft der Demokratie verkündete. Emily Dickinson schrieb in ihre Kladden zarte Versuche, sich dem Unsagbaren zu nähern und weitaus radikalere Revolutionen ins Wort zu bringen, als es Whitmans Sache war. Denn im Werk der 1830 in Amherst geborenen und 1886 ebendort gestorbenen Dichterin ging es um nichts anderes als die Erschütterung der cartesianischen Selbstgewißheit des Subjekts und um den Zusammenbruch des christlichen und bürgerlichen Vertrauens auf die Sinnhaftigkeit der Welt.

Realität verfremdet sich hier in Momenten, die als "Wunder- und Schreckenserlebnis" (Koppenfels) alle …

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Die Rezensentin Angela Schader hat sich entschieden, Gunhild Küblers Ausgabe der Gedichte von Emily Dickinson im Rückgriff auf Werner von Koppenfells' ältere Ausgabe zu besprechen. Die Entscheidung, welche der beiden Versionen die bessere ist, fällt ihr jedoch außerordentlich schwer. Während Koppenfells die Gedichte gekonnt und aufschlussreich nach Themen bündelt und in seiner textnahen, und daher "widerständigen" Übersetzung Dickinsons "radikale Fremdheit" erspüren lässt, ordnet Kübler die Gedichte in chronologischer Reihenfolge an und erhebt Dickinsons "Formwillen" zum leitenden Prinzip ihrer stärker am Klangbild orientierten Übersetzung. Letztendlich empfiehlt die Rezensentin, sich beide Bücher anzuschaffen, um in den Genuss ihrer fruchtbaren Synergie zu kommen.

© Perlentaucher Medien GmbH
Emily Dickinson wurde 1830 in Amherst (Massachusetts) geboren, wo sie am 15. Mai 1886 starb. Von ihren 1775 Gedichten erschienen zu ihren Lebzeiten weniger als zwanzig, ihre Briefe zählen zu den Höhepunkten der amerikanischen Literatur.

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Emily Dickinson 

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Dichtungen - Dickinson, Emily

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  • Best.Nr.: 06045776

Leseprobe zu "Dichtungen"

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27.11.1995

Gewächs auf dem Vulkan
Die Dichtungen von Emily Dickinson, neu übersetzt

Mit diesem Band präsentiert der Münchener Anglist Werner von Koppenfels die bisher weiträumigste zweisprachige Anthologie jener oft rätselhaften Versgebilde, mit denen sich ein ältliches Fräulein aus Neuengland um die Mitte des letzten Jahrhunderts auf leisen Sohlen an die Spitze der literarischen Moderne schlich.

Walt Whitman, ihr Zeitgenosse, wirkte modern, weil er spektakulären Gegenständen die Würde des Poetischen verlieh und in rollenden Langversen die frohe Botschaft der Demokratie verkündete. Emily Dickinson schrieb in ihre Kladden zarte Versuche, sich dem Unsagbaren zu nähern und weitaus radikalere Revolutionen ins Wort zu bringen, als es Whitmans Sache war. Denn im Werk der 1830 in Amherst geborenen und 1886 ebendort gestorbenen Dichterin ging es um nichts anderes als die Erschütterung der cartesianischen Selbstgewißheit des Subjekts und um den Zusammenbruch des christlichen und bürgerlichen Vertrauens auf die Sinnhaftigkeit der Welt.

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

06.01.2007

Die Rezensentin Angela Schader hat sich entschieden, Gunhild Küblers Ausgabe der Gedichte von Emily Dickinson im Rückgriff auf Werner von Koppenfells' ältere Ausgabe zu besprechen. Die Entscheidung, welche der beiden Versionen die bessere ist, fällt ihr jedoch außerordentlich schwer. Während Koppenfells die Gedichte gekonnt und aufschlussreich nach Themen bündelt und in seiner textnahen, und daher "widerständigen" Übersetzung Dickinsons "radikale Fremdheit" erspüren lässt, ordnet Kübler die Gedichte in chronologischer Reihenfolge an und erhebt Dickinsons "Formwillen" zum leitenden Prinzip ihrer stärker am Klangbild orientierten Übersetzung. Letztendlich empfiehlt die Rezensentin, sich beide Bücher anzuschaffen, um in den Genuss ihrer fruchtbaren Synergie zu kommen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Autorenporträt zu "Emily Dickinson"

Emily Dickinson wurde 1830 in Amherst (Massachusetts) geboren, wo sie am 15. Mai 1886 starb. Von ihren 1775 Gedichten erschienen zu ihren Lebzeiten weniger als zwanzig, ihre Briefe zählen zu den Höhepunkten der amerikanischen Literatur.

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