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Dichtungen
Engl.-Dtsch. Ausgew., übertr. u. Nachw. v. Werner von Koppenfels
- Einband: Buchleinen
- Buch mit Leinen-Einband
Produktinformation
- Verlag: Dieterich'Sche Verlagsbuchhandlung
- 2001
- 2. Aufl. Erw. Neuausg.
- Ausstattung/Bilder: Erw. Neuausg. 2001. 367 S.
- Seitenzahl: 318
- Deutsch
- Abmessung: 178mm x 113mm x 23mm
- Gewicht: 272g
- ISBN-13: 9783871620379
- ISBN-10: 3871620378
- Best.Nr.: 06045776
Leseprobe zu "Dichtungen"
27.11.1995
Gewächs auf dem Vulkan
Die Dichtungen von Emily Dickinson, neu übersetzt
Mit diesem Band präsentiert der Münchener Anglist Werner von
Koppenfels die bisher weiträumigste zweisprachige Anthologie jener
oft rätselhaften Versgebilde, mit denen sich ein ältliches Fräulein
aus Neuengland um die Mitte des letzten Jahrhunderts auf leisen
Sohlen an die Spitze der literarischen Moderne schlich.
Walt Whitman, ihr Zeitgenosse, wirkte modern, weil er spektakulären
Gegenständen die Würde des Poetischen verlieh und in rollenden
Langversen die frohe Botschaft der Demokratie verkündete. Emily
Dickinson schrieb in ihre Kladden zarte Versuche, sich dem
Unsagbaren zu nähern und weitaus radikalere Revolutionen ins Wort
zu bringen, als es Whitmans Sache war. Denn im Werk der 1830 in
Amherst geborenen und 1886 ebendort gestorbenen Dichterin ging es
um nichts anderes als die Erschütterung der cartesianischen
Selbstgewißheit des Subjekts und um den Zusammenbruch des
christlichen und bürgerlichen Vertrauens auf die Sinnhaftigkeit der
Welt.
Realität verfremdet sich hier in Momenten, die als "Wunder-
und Schreckenserlebnis" (Koppenfels) alle …
06.01.2007
Die Rezensentin Angela Schader hat sich entschieden, Gunhild
Küblers Ausgabe der Gedichte von Emily Dickinson im Rückgriff auf
Werner von Koppenfells' ältere Ausgabe zu besprechen. Die
Entscheidung, welche der beiden Versionen die bessere ist, fällt
ihr jedoch außerordentlich schwer. Während Koppenfells die Gedichte
gekonnt und aufschlussreich nach Themen bündelt und in seiner
textnahen, und daher "widerständigen" Übersetzung
Dickinsons "radikale Fremdheit" erspüren lässt, ordnet
Kübler die Gedichte in chronologischer Reihenfolge an und erhebt
Dickinsons "Formwillen" zum leitenden Prinzip ihrer
stärker am Klangbild orientierten Übersetzung. Letztendlich
empfiehlt die Rezensentin, sich beide Bücher anzuschaffen, um in
den Genuss ihrer fruchtbaren Synergie zu kommen.
© Perlentaucher Medien GmbH
Autorenporträt zu "Emily Dickinson"
Emily Dickinson wurde 1830 in Amherst (Massachusetts) geboren, wo sie am 15. Mai 1886 starb. Von ihren 1775 Gedichten erschienen zu ihren Lebzeiten weniger als zwanzig, ihre Briefe zählen zu den Höhepunkten der amerikanischen Literatur.
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