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Dichter in New York\Poeta en Nueva York
Gedichte. Span.-Dtsch.
Übers. u. Nachw. v. Martin von Koppenfels
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Suhrkamp
- 2005
- Ausstattung/Bilder: 2005. 265 S.
- Seitenzahl: 265
- Bibliothek Suhrkamp Bd.1393
- Best.Nr. des Verlages: 22393
- Deutsch
- Abmessung: 193mm x 121mm x 22mm
- Gewicht: 312g
- ISBN-13: 9783518223932
- ISBN-10: 3518223933
- Best.Nr.: 14099996
Produktbeschreibung zu "Dichter in New York\Poeta en Nueva York"
Beschreibung
17.09.2009
Fünf Uhr nachmittags
Eine zweisprachige Lorca-Ausgabe deckt die Lücke auf
Für den Rest der Welt ist García Lorca, den die Spanier vertraulich
oft nur "Federico" nennen, der größte spanische Dichter
des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Spanier jedoch stufen den
außerhalb noch immer wenig bekannten Antonio Machado in seiner
magischen Einfachheit und Normalität noch höher ein. Auch Machado
wurde Opfer des Bürgerkriegs. Über die Ermordung Lorcas schrieb er
ein berühmtes Gedicht: "Das Verbrechen war in Granada, in
seinem Granada ...". Lorca liebten alle, Dalí, Picasso,
Buñuel, Machado und der Stierkämpfer Ignacio Sánchez Mejías, über
den Lorca nach dessen Tod sein berühmtes Gedicht geschrieben hat:
"A las cinco de la tarde", zu Deutsch: "Um fünf Uhr
nachmittags".
Die vorliegende Ausgabe versammelt Übertragungen von Heinrich
Enrique Beck. Darin liegt ein großes Problem trotz des nötigen
Respekts vor Becks schwerem Lebensweg. Er war jüdischen Schicksals,
floh 1934 in die Schweiz, von dort, wo er immer durch Ausweisung
bedroht war, ging er nach Spanien. Und 1938, als es für ihn, den
Kommunisten, dort nicht mehr ging, rettete er sich …
12.12.2008
So klassisch wie Mugabe
Die Geschichte der Lorca-Übertragungen ist bizarr: Ein Blick in neue und nicht so neue Übersetzungen der Werke Federico García Lorcas
Es war gleich im ersten Semester. Das Proseminar beschäftigte sich mit der „Generation 27”, jener Gruppe spanischer Dichter, die das Góngora-Jubiläum 1927 feierlich begangen und den Barockdichter damit wieder in Ansehen gesetzt hatten. In der Seminarsitzung sollte ein Gedicht von Federico García Lorca analysiert werden, dem Star der „Generation 27”: „Tu infancia en menton”. Dem jungen Studenten erschienen die Verse schwer verständlich; so besorgte er sich eine alte, zweisprachige Inselausgabe, in der neben dem Original auch eine Übersetzung stand.
Mit der aber stimmte etwas nicht, ja an manchen Stellen wirkte es geradezu so, als habe der Übersetzer eine andere Vorlage benutzt als jene, die sich im Insel-Band abgedruckt fand. Zwar traute sich der Erstsemester noch nicht, jenen ominösen Enrique Beck, der da als Übersetzer geführt wurde, laut zu kritisieren; zumindest Becks Deutsch aber kam ihm irgendwie seltsam vor: „Merkwürdge Seele meines Ader-Innern”, hieß es da etwa, …
Autorenporträt zu "Federico García Lorca"
Federico García Lorca, 1898 geboren und nach dem Militärputsch 1936 ermordet, hat seine ersten Gedichte 1916/17 geschrieben.



















