Ursula Bode war selbstständige Fotografin und führte bis 1985 ihr
Fotogeschäft neben dem "Kolosseum" an der Kronsforder
Allee. Der Lübeck-Historiker und Bildexperte Dr. Jan Zimmermann hat
mit Ursula Bodes von 1940 bis 1970 entstandenen Fotografien einen
Schatz gehoben. Im klassischen Negativformat sechs mal sechs
Zentimeter dokumentierte die 1919 geborene Fotografin mit dem Fokus
auf die Altstadt gleich zweifach den Wandel der alten Hansestadt:
die grundlegenden Veränderungen im Stadtbild durch die Zerstörungen
des verheerenden Bombenangriffs in der Nacht vom 28./29. März 1942
und später den schleichenden Verfall vor dem Hintergrund
historischer Ignoranz in den 1950/60er Jahren. Durch Bodes
doppelten Blick sowohl auf die Architektur als auf die in ihr
lebenden und arbeitenden Menschen sind wunderbare Bilder
entstanden. Zimmermann hat die Altstadtfotos Ursula Bodes behutsam
geordnet und gewohnt kenntnisreich kommentiert. Ein Muss für jeden
Lübeckfreund und durch die anstehenden Veränderungen des
"Kaufmannsviertels" in den kommenden Jahren von
besonderer Aktualität.