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Bewertung von tassieteufel am 08.11.2012 |
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Sir Maurice Newbury ist Ermittler der Krone im England um die Jahrhundertwende, seit kurzem steht ihm seine neue Assistentin Veronica Hobbes zur Seite. Beide ermitteln in einer Alternativwelt, in der es von Luftschiffen wimmelt, Königin Victoria halb Mensch und halb Maschine ist, London gerade von einer seltsamen Seuche überflutet wird, die Menschen in Zombies verwandelt und zudem scheint ein Serienmörder umzugehen. Doch als ein Luftschiff unter seltsamen Umständen abstürzt in dem ein hochrangiges Mitglied aus Adelskreisen an Bord war, erhält Sir Maurice von der Königin die Order, alles andere stehen und liegen zu lassen und diese heikle Angelegenheit zu klären. George Mann hat hier eine durchaus interessante Welt entworfen, die von teils liebenswerten, teils skurrilen Figuren bevölkert wird. Königin Victoria, halb Mensch und halb Maschine fand ich dabei besonders gelungen, ebenso die Idee mit den Automaten . Die Geschichte beginnt zunächst in Indien und wechselt dann nach London, durch diesen Prolog wird man als Leser im Verlauf des Geschehens auf eine falsche Fährte gelockt, denn zumindest ich habe hier vollkommen daneben gelegen, als es um die Herkunft der Seuche in London geht. Die verschiedenen Handlungsstränge (Seuche, Serienmörder und Luftschiffabsturz) scheinen zunächst nichts miteinander zu tun zu haben, doch dem Autor gelingt es ganz gut, diese 3 Fäden miteinander zu verknüpfen. Die Auflösung mit der Seuche fand ich jetzt nicht so gelungen, aber das ist sicher Ansichtssache! Sir Maurice und seine Assistentin sind natürlich die Sympathieträger des Buches, dabei sind sie doch auch recht vielschichtige Charaktere. Sir Maurice mit seinem Interesse für das Okkulte und seiner Vorliebe für Laudanum, hat noch das ein oder andere Geheimnis das noch gelüftet werden muß. Allerdings muß ich sagen, das ich bei Miss Hobbes doch eine etwas andere Person erwartet hätte, lt. Klappentext sollte sie besonders schlagfertig sein und im Buch wurde mehrfach erwähnt, das sie besonders scharfzüngig sei, davon hab ich jetzt aber nicht viel gemerkt und eine ganze andere Figur erwartet. Nichts desto Trotz ist Miss Hobbes eine sympathische Person, die mit ihrer Schwester, die von den Eltern in eine Irrenanstalt gesteckt wurde noch so einiges Potenzial hat. Der Plot ist recht spannend konstruiert, durch die kurzen Kapitel, die zudem noch häufig den Schauplatz wechseln kommt keine Langeweile auf. Die Actionszenen fand ich stellenweise ein wenig überzogen, wenn Sir Maurice, schon am Ende seiner Kräfte noch einen weiteren Zombie besiegt, aber damit kann man dann doch ganz gut leben, denn das alles wird rasant und flott beschrieben. Das Setting des viktorianischen England ist gut gelungen, die Funktionsweisen der ganzen Maschinen und Automaten werden vom Autor routiniert und logisch erklärt ohne zu langweilen. Was mir hier ein wenig gefehlt hat, war der englische Humor und Wortwitz, der Schreibstil des Autors wirkte auf mich ein wenig einfach, etwas trocken und schnörkellos, es ließ sich flott lesen, keine Frage, aber die sprachliche Raffinesse vieler englischer Autoren habe ich hier doch vermißt. Das Cover ist sehr nett gestaltet und optisch ein richtiger Hingucker, allerdings wirkt das Buch durch recht dickes Papier und eine sehr große Schrift entschieden umfangreicher, als der Inhalt dann letztendlich hergibt und so ist es wesentlich schneller durchgelesen, als man anfangs vermutet, wenn man das Buch zum ersten Mal in der Hand hat. FaziT: gelungener Auftakt zu einer neuen Reihe mit einem interessantem Setting, netten Figuren und einer spannenden Story, Potenzial nach oben ist aber noch allemal vorhanden. |
12 von 12 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von Bella von www.bellaswonderworld.de aus Karlsruhe am 11.06.2012 |
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eampunk Roman Affinity Bridge ist ein wahrer Hingucker und passt hervorragend zum Inhalt des Buches! Ich habe zwar noch nicht viele Bücher aus diesem Genre gelesen und trotzdem muss ich sagen das die faszinierenden Dampfmaschinen, Luftschiffe und andere fortschrittlichen Maschinen mich immer wieder aufs neue begeistern. Bei Affinity Bridge kommt noch ein wunderschöner Aspekt hinzu - Geroge Man verwendet die Sprache und gesellschaftlichen Sitten dieser Zeit perfekt. Ich fühlte mich sofort in die vergangene Zeit zurückversetzt und konnte mir ein schönes Bild Londons zusammenspinnen. Die Handlung des Buches lässt in der ersten Hälfte etwas zu wünschen übrig, denn es passiert einfach zu wenig für meinen Geschmack, zu lange wird auf der Stelle getreten. Da kann die Atmosphäre eines Sherlock Holmes Romans leider auch nicht mehr viel helfen. Als ich schon dachte das sich die ganze Geschichte bis zum Ende hin verläuft wurde es dann aber doch noch spannend! Gefesselt von den rasanten Ereignissen und den unvorhersehbaren Wendungen mausert sich Affinity Bridge doch noch zu einem wunderbaren Steampunk Roman. Die Hauptfigur Sir Maurice und seine charmante Assistentin Veronica Hobbes sind mit viel Liebe zum Detail gezeichnet und verströmenen einen fesselnden Charme dem ich mich einfach nicht entziehen konnte. Das alles zusammen gesehen macht Affinity Bridge zu einem ausbaufähigen aber dennoch sehr lesenswerten Buch. Ich vergebe 3 von 5 Sterne!! Über den Autor George Mann ist Autor zahlreicher Drehbücher für die TV-Serie »Doctor Who«, phantastischer Romane und Erzählungen. Mit »Affinity Bridge« hat er uns bereits in die faszinierende Welt des Steampunk geführt, in »Osiris Ritual« nimmt er den Leser erneut mit auf eine Reise durch das magisch-düstere London. George Mann lebt mit Frau und Kindern in England. (Quelle: Piper Verlag) Information zur Reihe 2011 Affinity Bridge (engl. The Affinity Bridge) 2012 Osiris Ritual (engl. The Osiris Ritual) 2012 Immorality Engine (engl. The Immorality Engine) Fazit Ein Detektivroman voller Charme, spannenden Kämpfen und faszinierenden Steampunk Elementen. Allerdings ist Affinity Bridge was den Handlungsverlauf betrifft noch etwas ausbaufähig! ------------------------------------------------------------ © Bellas Wonderworld; Rezension vom 21.05.2012 Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch |
0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von Feenfeuer - Fantasy Blog am 25.09.2011 |
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Mit Affinity Bridge hat George Mann seinen ersten Steampunk Roman, in der Reihe um das Ermittlerduo Maurice Newbury und Veronica Hobbes, vorgelegt und präsentiert in ihm eine solide Detektivgeschichte im fiktiven viktorianischen London. Durch seinen flüssigen Stil liest sich der dieser Roman als gelungener Page Turner, der in einen spannenden Retro-Futurismus, zwischen Steam- und Clockpunk, führt. Das Abenteuer des Agenten Maurice Newbury und seiner eleganten, wie selbstbewussten Gehilfin Veronica Hobbes führt den Leser in einen faszinierenden Gesellschaftsentwurf des Englands, im Jahre 1901. London steht an der Schwelle zur endgültigen Technologisierung, revolutionäre Gedanken kreisen unter Tüftlern und Erfindern, Uhrwerkmechanik und Dampfkraft führen England in eine neue Zukunft. Glänzen tut Affinity Bridge durch seine nebel- und dampfschwangere Atmosphäre, in die sich Luftschiffe, mechanische Diener und sonderbare Gerätschaften sehr stimmig einfügen. Hier beschwört George Mann ein spektakuläres Bild, das neugierig macht und zum Träumen einlädt. Was zunächst wie zwei unterschiedliche und getrennte Fälle aussieht, scheint jedoch eine unheilvolle Verbindung zu besitzen. Der unerklärliche Absturz eines Luftschiffes, dessen verbrannte Passagiere mit eisernen Fesseln an die Sitzplätze gebunden sind, und die grausamen Morde in Whitechapel, bei denen keines der Opfer ausgeraubt wird. Hinzu kommen die Wiedergänger, deren Untotenvirus durch Soldaten des Empires aus Indien eingeschleppt wurde. So enthält dieser Roman neben einem wundervollen Steampunk auch eine morbide und okkulte Note, die sich als feiner Faden in die Geschichte schleicht und angenehm schaurig wirkt. Den Leser erwartet weniger hochtrabende und fachmännisch ausgeformte Technikfixierung, als vielmehr ein spannender, actionreicher und unterhaltsamen Roman, der durch eine rasche Handlung für kurzweiligen Lesespass sorgt. Mit Verfolgungsjagden, durch dichte Nebel und auf den wackeligen Dächern einer Strassenbahn, Duellen mit hungrigen Wiedergängern und mörderischen Automaten ist dem Autoren ein eindrucksvolles Abenteuer gelungen. Die Ermittlungsarbeit von Newbury und Hobbes hätte etwas kniffeliger sein können. Für eine Kriminalgeschichte vollzieht sich die Handlung sehr geradlinig und der Fall ist recht überschaubar. Das gegenseitige Loben der Agenten, für ihre geistreichen Recherchen und Rückschlüsse, erscheint etwas deplatziert und bei den Verhören von Verdächtigen dürften dem Leser mehr Fragen auf Zunge liegen, als Hobbes und Newbury stellen. Hier hätten ein paar falsche Fährten, verzwickte Situationen und eine etwas mühevoller ausgearbeitete Verstrickung der mysteriösen Geschehnisse in London dem Buch gut getan und den Leser noch stärker fesseln können. Punkten kann George Mann aber mit seinen sympathischen, einprägsamen Figuren und deren kleinen, dunklen Geheimnissen – auch gelingen ihm viktorianische Umgangsformen unter den Charakteren hervorragend und ohne aufgesetzt zu wirken. Mit Elektroschockergehstock, Charme und Zylinder hat George Mann einen abenteuerlichen Steampunk Roman erschaffen, der mit dichter Atmosphäre und einer turbulenten Geschichte für phantastischen Lesespass sorgt. George Mann: Affinity Bridge – Ein Steampunk Abenteuer vor einer eindrucksvollen Kulisse, mit Tempo, Spannung und Dynamik. Ein Page Turner, mit faszinierenden Dampfmaschinen, einer sehr gelungenen Atmosphäre und einer schaurig-morbiden Note. |
1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von Nazena aus Göttingen am 25.09.2011 |
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Das viktorianische London: in den altehrwürdigen Straßen prallen Tradition und Moderne aufeinander. Luftschiffe erobern den Himmel, menschenähnliche Automaten bedienen die Oberschicht. Während sich die feine Gesellschaft bei spiritistischen Sitzungen vergnügt und rauschende Feste feiert, geht in den Armenvierteln eine Seuche um, die Menschen in verfaulende Wiedergänger verwandelt. Genau dort werden mehrere Leichen gefunden- sind die Wiedergänger verantwortlich oder der "blau leuchtende Polizist"? Dann stürzt ein Luftschiff vom Himmel, und Sir Maurice Newbury, Agent der Krone, und seine frisch eingestellte Assistentin Veronica Hobbes stehen vor einem Berg von Fragen. Ihre Majestät die Königin vermutet Sabotage, doch der Industrielle Chapman versichert, seine Schiffe und vor allem die automatischen Piloten seien sicher. Was hat der geniale Wissenschaftler Villiers mit der Angelegenheit zu tun? Als weitere Leichen gefunden werden, geraten die beiden Ermittler in Gefahr für Leib und Leben... Bei dem Roman handelt es sich um den ersten Band einer Steampunk-Krimi-Reihe. Die beiden Ermittler, besonders Newbury, erinnern ein wenig an Holmes und Watson, die ja aber ohnehin Archetypen jedes Ermittlers sind. Ich fand beide vollkommen überzeugend und sehr interessant zu verfolgen. Im Gegensatz zu vielen anderen Detektivromanen konnte man Newburys Gedanken zu jedem Zeitpunkt mitverfolgen und war daher genauso informiert wie dieser. Mir persönlich hat auch gut gefallen, wie der Zeitgeist eingefangen wurde. Obwohl eine Königin regiert, ist London eine Stadt der Männer. Veronica rebelliert zwar innerlich, will aber trotzdem eine Dame sein. Einige Erfindungen, wie die medizinischen Geräte und die Roboter-Automaten, muten auf den ersten Blick zu modern an, passen aber wunderbar ins Gesamtgefüge und werden innerhalb des Romans erklärt. Besonders die Funktionsweise der Automaten, die ja keine Chips haben konnten, haben mich überzeugt. Der ganze Roman ist flüssig, spannend und mitreißend geschrieben. Auch wenn die Denkmuster sämtlicher Handelnden heute seltsam anmuten, konnte man sie jederzeit nachvollziehen und den Ermittlern bei Spurensuche und Kämpfen wunderbar über die Schultern gucken. Ich habe den Roman am Stück durchgelesen und war absolut begeistert. Das Buch ist in sich abgeschlossen, hat aber gleichzeitig ein Ende, das die Handlungen einiger Charaktere nochmal in ein anderes Licht rückt und sehr große Lust auf die weiteren Bände macht. Ich persönlich hätte mir zwar noch ein paar weitere Informationen zu der Seuche gewünscht, denke aber im nächsten Band bestens bedient zu werden. Von mir gibt es 5 Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung für jeden Freund von Steampunk und Ermittlerromanen. |
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