Die Transport- und Logistikbranche blickt nach der Krise wieder
etwas optimistischer in die Zukunft. Doch der hohe Wettbewerbs- und
Kostendruck bleibt. Dazu kommen weitere Herausforderungen wie der
Klimawandel. Mit dem wachsenden Umweltbewusstsein der Verbraucher
und gesetzlichen Vorgaben steigen die Anforderungen an die
Unternehmen, ihre Umweltbelastungen zu reduzieren, insbesondere die
Emission von Treibhausgasen wie CO2. Immer mehr Unternehmen machen
sich auf den beschwerlichen Weg, klimafreundlicher zu wirtschaften.
Darunter sind insbesondere verbrauchernahe Branchen wie
Konsumgüterindustrie und Einzelhandel. Durch Energiesparen und
Umstellung auf erneuerbare Energieträger haben bereits einige
Unternehmen ihren CO2-Ausstoß zurückgefahren. Die verbleibenden
Emissionsmengen lassen sie durch Klimaprojekte, zum Beispiel
Aufforstungen, kompensieren. In ihren Umwelt- und Klimaprogrammen
sind die Unternehmen auf Unterstützung ihrer Zulieferer und
Dienstleister angewiesen. Dies betrifft im Falle der
Konsumgüterindustrie und des Einzelhandels insbesondere die
Transport- und Logistikanbieter. Denn Transporte verursachen einen
beträchtlichen Teil der Emissionen. So ist damit zu rechnen, dass
Unternehmen künftig von ihren Transporteuren genaue Angaben zu
ihren Treibhausgasemissionen und gegebenenfalls Maßnahmen zum
Klimaschutz fordern werden. Weltweit sind Transport und Verkehr
schätzungsweise für ein Viertel der CO2-Emissionen verantwortlich.
Davon entstehen 75 Prozent im Straßenverkehr. Maßnahmen für den
Klimaschutz beginnen mit einer Bestandsaufnahme der Emissionen.
Hier kommt es auf vollständige und zuverlässige Daten an. Ein
periodisches CO2-Reporting ist unerlässlich, um
Emissionsreduktionsziele zu definieren und zu verfolgen. Da der
Klimaschutz zunächst einmal Kosten verursacht, halten sich die
meisten Transport- und Logistikdienstleister abgesehen von den
Großunternehmen und einigen Spezialisten mit Maßnahmen bislang
zurück. Denn Krisenbewältigung steht weiter im Fokus. Doch
langfristig werden die Anbieter kaum um ein Umweltmanagement und
die Erhebung ihrer CO2-Daten herumkommen, wie die Befragung für
unseren Branchenkompass Transport belegt. Anders als in der
Branchenkompass-Reihe üblich haben wir für diese Ausgabe nicht die
Transportund Logistikunternehmen selbst befragt, sondern ihre
wichtigsten Kunden. In diesem Fall haben wir uns stellvertretend
auf zwei zentrale Kundenbranchen beschränkt, die wegen ihrer
Verbrauchernähe besonders stark für den Klimaschutz sensibilisiert
sind die Konsumgüterindustrie und den Einzelhandel. Die Befragung
zeigt, dass die Wünsche dieser Branchen an eine grüne Logistik weit
über das hinausgehen, was die meisten Transporteure derzeit
anbieten können. Im März 2010 befragte forsa für uns 100
Entscheider aus 68 der größten Konsumgüterhersteller und 32 der
größten Einzelhändler in Deutschland zu ihren Strategien und
konkreten Maßnahmen im Umwelt- und Klimaschutz,insbesondere in der
Logistik, bis 2012. Außerdem wurden Fragen zum Outsourcing und zur
Transportsicherheit gestellt. Die befragten Unternehmen gehören zu
den nach Umsatz oder Mitarbeiterzahl größten Anbietern ihrer
Branche. Befragt wurden jeweils die Vorstandsvorsitzenden, die
Geschäftsführer oder die Leiter für die Logistik bzw. für das
Umweltmanagement. Die Befragung wurde mit der Methode des Computer
Aided Telephone Interviewing (CATI) durchgeführt. Zur Einordnung
der Ergebnisse dient eine Kurzanalyse der Transportund
Logistikbranche, die dieser Studie vorangestellt ist.
Eric Czotscher praktiziert Hatha-Yoga seit 1978 und hat in den vergangenen Jahren auch Meditation und Aufmerksamkeitstraining als wirksame Tools für sich entdeckt. Yoga ist für ihn ein zuverlässiger Begleiter in allen Höhen und Tiefen des Berufslebens und Alltags, ob als Auslandskorrespondent in Dubai und Istanbul oder als Redaktionsleiter.