Das Leben der Wünsche, 4 Audio-CDs - Glavinic, Thomas

Thomas Glavinic 

Das Leben der Wünsche, 4 Audio-CDs

Autorisierte Audiofassung. 300 Min.

Gesprochen v. Stephan Schad
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Produktbeschreibung zu Das Leben der Wünsche, 4 Audio-CDs

Jonas ist 35 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Söhne. Als ein Fremder ihm das Angebot macht, seine Wünsche zu erfüllen, glaubt er an einen Scherz und wünscht sich, die Welt und den Sinn des Lebens und Sterbens zu verstehen, in Zukunft und Vergangenheit zu sehen. Doch will Jonas das wirklich? In seinem Leben geschehen fortan seltsame Dinge und dann liegt seine Frau tot in der Badewanne. Schauspieler Stephan Schad spricht die ungewöhnliche Geschichte eines ganz normalen Mittdreißigers, der eines Tages genau das bekommt, was er sich wünscht. Und noch ein bisschen mehr. Das gleichnamige Buch ist im Carl Hanser Verlag erschienen.

Produktinformation


  • ISBN-10: 3833724684
  • Best.Nr.: 26420812
  • Laufzeit: 300 Min.
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Weiß ja jedes Kind: Wenn eine Fee kommt und dir die Erfüllung von drei Wünschen anbietet, dann bloß nichts überstürzen! Nur der Mittdreißiger Jonas, frustrierter Familienvater und Werbetexter samt Affäre zu einer ebenfalls Verheirateten, weiß das offensichtlich nicht. Als ihm ein Unbekannter mit Bierfahne im Park oben Genanntes offeriert, ist er leichtsinnig: "Ich wünsche mir, dass sich alle meine Wünsche erfüllen." Der Fremde nickt, verschwindet, und Jonas' Leben nimmt seinen Lauf. Doch dann passieren seltsame Dinge - die eher grausam und verstörend als schön oder beglückend sind. Mit seinem letzten Roman "Das bin doch ich" landete Thomas Glavinic auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Der Nachfolger "Das Leben der Wünsche" hätte die Auszeichnung eher verdient: In gewohnt klarer Sprache und unter Verzicht sämtlicher Anführungszeichen schildert der 37-jährige Österreicher vor allen Dingen in Dialogen, wie das Leben seines Protagonisten aus den Fugen gerät. Mit einem Märchen hat das nichts zu tun; mehr mit der Frage nach Realität und Fiktion. Bis zum Schluss bleibt unklar, ob die seltsamen Vorfälle real sind oder lediglich Jonas' Fantasie …

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"Das Leben der Wünsche" ist ein Hörbuch, auf das man sich ganz einlassen muss, wenn man in seine Bann gezogen werden möchte. Durch die Vermeidung des Autors, die Charaktere direkt sprechen zulassen, bewahrt der Hörer stets eine gewisse Distanz zur Geschichte, kann sie dadurch aber wesentlich besser reflektieren. Quelle: Media-Mania.de

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.08.2009

Aus diesem Panikraum gibt es kein Entkommen

Was, wenn alle Wünsche in Erfüllung gehen? Diese Frage stellt der österreichische Schriftsteller Thomas Glavinic in seinem verstörenden, ergreifenden neuen Roman. "Das Leben der Wünsche" zeigt, warum man sich vor seinen tiefsten Sehnsüchten in Acht nehmen muss - sie könnten wahr werden.

Von Felicitas von Lovenberg

Was ist schlimmer: der letzte Mensch auf Erden zu sein - oder in einem geordneten, bürgerlichen Leben einem Albtraum ausgesetzt zu sein, den man selbst mit engsten Vertrauten nicht teilen kann? Was ist unerträglicher: alle Wünsche erfüllt zu bekommen - oder keine Wünsche mehr zu haben? Und was, wenn sich eine private Utopie als übergreifende Apokalypse entpuppt?

Der erste Hinweis, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht, lässt im neuen Roman von Thomas Glavinic keine drei Seiten auf sich warten. Denn obwohl ein zwielichtig aussehender Mann Jonas aus heiterem Himmel verspricht, ihm drei Wünsche zu erfüllen, ja ihm diese Wunscherfüllung geradezu aufnötigt, erzählt "Das Leben der Wünsche" kein Märchen, im Gegenteil. Dafür sorgt Jonas selbst mit einer Antwort, deren …

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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Als "Alptraum in der Verkleidung eines Märchens" bezeichnet Katharina Granzin dieses Buch, in dem es der Kritikerin zufolge um nichts weniger als den Sinn des Lebens geht. Und dessen nicht zu durchschauende Gesetze. All dies fand Granzin in dieser Geschichte um einen Werbetexter, der nicht nur eines Tages einem Mann begegnet, der ihm die Erfüllung dreier Wünsche in Aussicht stellt, sondern dessen Frau auch plötzlich tot in der Badewanne liegt. Dementsprechend märchenhaft-archaisch sei auch das erzählerische Prinzip des Romans, wie uns die Kritikerin versichert. Was allerdings für sie den nicht ganz leserfreundlichen Effekt mit sich bringt, dass der Romanheld kaum über Entwicklungsmöglichkeiten verfügt. Potenziell entstehende Langweile habe der Autor mit einem Haufen Sex-Szenen zu kompensieren versucht. Und obwohl das für die Kritikerin meist ganz gut funktioniert, bleibe das Gerüst des Romans für sie dennoch recht fragil. Auch scheint ihr, dass sich Thomas Glavinic mit seinem märchenhaft angelegten Plot verzettelt hat.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.09.2009

Der Versucher trägt Weiß
Thomas Glavinics Gruselroman „Das Leben der Wünsche”
Die Märchenfee, die den Menschen ein paar Wünsche freigab, stellte gewöhnlich ihren Verstand auf die Probe. Es lohnt sich, vor Thomas Glavinics neuem Roman „Das Leben der Wünsche” noch einmal die alte Kurzgeschichte Johann Peter Hebels von den drei Wünschen zu lesen. Das arme junge Paar, dem eine Fee – sie stellt sich sogar mit ihrem Namen Anna Fritze vor – drei Wünsche für genau acht Tage schenkt, verspielt seine Chance durch Unbedachtheit. In einem Moment der Selbstvergessenheit am Herd wünscht sich die Frau eine Bratwurst zu den Kartoffeln („Grundbirnen” sagt Hebel), die sie gerade röstet; das erzürnt den Mann so sehr, dass er ihr die Wurst an die Nase wünscht. Damit ist auch der dritte Wunsch verspielt, denn mit dem Wurstschnurrbart kann das Weib nicht weiterleben. Nicht überraschend lautet Hebels „fabula docet” am Ende, das Erste, was man sich wünschen solle, sei „Verstand, dass du wissen mögest, was du wünschen sollest, um glücklich zu werden”.
So schlau ist Jonas, der Held von Glavinic, schon lange, als sich ihm ein schlecht rasierter, in …

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"Das Leben der Wünsche" ist ein Hörbuch, auf das man sich ganz einlassen muss, wenn man in seine Bann gezogen werden möchte. Durch die Vermeidung des Autors, die Charaktere direkt sprechen zulassen, bewahrt der Hörer stets eine gewisse Distanz zur Geschichte, kann sie dadurch aber wesentlich besser reflektieren. Quelle: Media-Mania.de
Thomas Glavinic, geboren 1972 in Graz, schreibt seit 1991 Romane, Essays, Erzählungen, Hörspiele und Reportagen. 1998 erschien sein erster, hochgelobter Roman ›Carl Haffners Liebe zum Unentschieden‹, 2000 folgte sein zweiter Roman ›Herr Susi‹, 2001 sein Kriminalroman ›Der Kameramörder‹, der 2002 mit dem Friedrich-Glauser-Krimipreis ausgezeichnet wurde. Thomas Glavinic lebt mit seiner Familie in Wien.

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Kundenbewertungen zu "Das Leben der Wünsche, 4 Audio-CDs" von "Thomas Glavinic"

Durchschnittliche Kundenbewertung 2.7 von 5 Sterne bei 16 Bewertungen **** gut
(aus 16 Bewertungen)
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Bewertung von Nefret am 09.08.2011 ***** weniger gut
Ein Unbekannter gewährt Jonas drei Wünsche. Jonas willigt ein. Doch das Wünschen ist nicht so einfach. Seine Frau stirbt, der Ehemann seiner Geliebten verlässt das Land.

Obwohl die Inhaltsangabe vielversprechend klang, hätte ich viel mehr auf das Buchcover (erinnernd an eine Kunstrichtung, mit der ich persönlich nicht viel anfangen kann) achten müssen. Dann hätte ich gewusst, dass dieses Buch nichts für mich ist. Nicht selten habe ich mich gefragt, was mir der Autor Thomas Glavinic mit seinem Werk sagen will.

Auch wenn zwischendurch immer wieder etwas Interessantes passiert, plätschert die Handlung ansonsten dahin. Jonas betrügt seine Ehefrau, sehnt sich nach seiner Geliebten, verschickt und liest SMS. Manchmal erfüllen sich seine dunkelsten Wünsche, die er sich selbst nicht eingestehen mag.

Irritierend ist, dass in dem Buch die Dialoge kaum zu erkennen sind. Anführungszeichen werden überhaupt nicht verwendet. Das ist ein weiterer Grund, warum ich beim Lesen permanent das Gefühl des Surrealen hatte.

Es ist sicherlich nicht notwendig, dass mir die Botschaft eines Buchs mit dem Holzhammer eingetrichtert wird, aber ich wüßte schon gerne, was das Ende bedeuten soll. Nach der letzten Seite war ich ratlos. Allerdings hatte mich das Buch kaum berührt, so dass schnell alles abhaken konnte.

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Bewertung von harakiri aus harakiri am 26.07.2011 ***** gut
Was wünscht sich ein Mann, der plötzlich 3 Wünsche frei hat?


Was wünscht sich ein Mann, der plötzlich 3 Wünsche frei hat?
Glück, Gesundheit, Zufriedenheit? Nein: Dramatik und Besonderheit in seinem Leben, ein reiches Erbe, einen sinnvollen Tod.
Doch wie das so ist mit den Wünschen: erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Die Wünsche von Jonas gehen so oder so ähnlich alle in Erfüllung: seine Aktienkurse steigen, sein kleinwüchsiger Sohn wächst plötzlich um mehrere Zentimeter, Jonas entgeht einem Flugzeugabsturz, doch plötzlich wendet sich das Blatt und alles kommt viel schlimmer als sich Jonas das in seinen Träumen gedacht hatte.
Mich hat gestört, dass die wörtliche Rede ohne Anführungszeichen auskommen musste. Da hat man nicht immer gleich mitbekommen, dass sich jemand unterhält. Auch die pseudo-…. Ergüsse hab ich nicht immer verstanden und mir oft gedacht: dieser Absatz sagt mir jetzt gar nichts, den hätte man auch weglassen können. Z.B. die Fahrt mit dem Ruderboot mitten in der Nacht – war das jetzt nur geträumt oder hat er das wirklich erlebt?
Sonst war das Buch recht flüssig zu lesen, hat auch viel Spaß gemacht und ich will jetzt auf jeden Fall auch noch das Vorgängerbuch Die Arbeit der Nacht haben.

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Bewertung von MaWiOr aus Halle am 12.04.2011 ***** sehr gut
Mit „Das Leben der Wünsche“ setzt der österreichische Schriftsteller Thomas Glavinic seinen früheren Roman „Die Arbeit der Nacht“ (dtv 13694) fort. Der Hauptheld Jonas ist inzwischen 35 Jahre alt, mit Helen verheiratet und hat zwei kleine Söhne Tom und Chris, die er abgöttisch liebt. Was ihn aber nicht davon abhält, seine Frau mit der verheiraten Marie zu betrügen.

Dennoch ist Jonas mit seinem Leben irgendwie unzufrieden. Da spricht ihn nach Büroschluss im Park ein unbekannter Mann an, der genau über seine Lebensverhältnisse und kleinen Geheimnisse Bescheid weiß. Der Fremde, stark nach Alkohol riechend, bietet Jonas an, ihm drei Wünsche zu erfüllen. Dieser nimmt das Angebot zunächst nicht ernst, doch dann antwortet er mit einer gewissen Schläue: „Ich wünsche mir, dass sich alle meine Wünsche erfüllen.“ Die anderen beiden Wünsche schenkt er der sonderbaren männlichen Märchenfee. Der zwielichtige Kerl warnt Jonas noch: „Es geht nicht darum, was Sie wollen, sondern darum, was Sie sich wünschen. Und geben Sie Ihren Wünschen Zeit, sich zu entfalten.“

Zunächst scheint dies ein gelungener Schachzug für Jonas zu werden: sein körperlich etwas zurückgebliebener Sohn entwickelt sich plötzlich prächtig und auch seine Aktiendepots klettern ständig. Doch dann entwickeln seine Wünsche ein unheimliches Eigenleben, immer mehr hat ihre Erfüllung schlimme Folgen, so stirbt seine Frau in der Badewanne.

Noch begreift Jonas nicht, dass diese Vorkommnisse etwas mit seinen Wünschen zu tun haben. Als er schließlich die Zusammenhänge durchschaut, versucht er seine Fähigkeiten positiv einzusetzen und z. B. eine Frau von ihrer Krebskrankheit zu heilen. Doch seine unbewussten Wünsche kann er verständlicherweise nicht kontrollieren und so gerät sein Leben aus dem Ruder und steuert schließlich in die Katastrophe.

„Das Leben der Wünsche“ ist ein nachdenklicher und verstörender Roman, der philosophische Fragen vom Sinn unseres Lebens aufwirft. Er macht unsere geheimsten Wünsche sichtbar, die uns in die Tiefe stürzen. Ein literarisches Meisterwerk, das sich unter vielen Gesichtspunkten lesen lässt.

Manfred Orlick

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Bewertung von sabatayn76 am 24.07.2010 ***** sehr gut
Wenn wir bekommen, was wir uns wünschen

Inhalt:
Jonas trifft eines Tages auf eine Art Fee in Gestalt eines goldkettenbehängten Mannes mit Bierfahne und hat drei Wünsche frei. Recht entscheiden kann sich Jonas nicht, doch dann hat er die zündende Idee: Er wünscht sich unendlich viele Wünsche. Jonas' Leben bewegt sich nach diesem Treffen plötzliche in eine ungeahnte Richtung. In seinem Umfeld passieren die ungeheuerlichsten Dinge und was er sich leichtfertig gewünscht hat, entwickelt sich rasch zur Katastrophe.

Mein Eindruck:
'Das Leben der Wünsche' liest sich sehr gut und flüssig, und auch der Stil, dass der Autor die wörtliche Rede nicht explizit kennzeichnet, gefällt mir gut und behindert meiner Meinung nach den Lesefluss unwesentlich bis gar nicht. Glavinics Protagonisten sind authentisch, obgleich die beschriebenen Situationen oft unrealistisch / unmöglich sind. Jonas ist ein Anti-Held, der immer den Weg mit dem geringsten Widerstand wählt, der lügt und betrügt, dessen Wünsche egoistisch und feige sind, der kaum Verantwortung übernimmt. Im Laufe des Buches erlebt der Leser eine Wandlung Jonas', die ich spannend und unterhaltsam fand.

Mein Resümee:
Manchmal bizarr, manchmal erschütternd, manchmal unnachvollziehbar und dann wieder wie aus dem Leben gegriffen und sehr vertraut wirkend.

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Bewertung von anette1809 - katzemitbuch.blogspot.com aus Sulzheim am 15.02.2010 ***** gut
Du hast 3 Wünsche frei...

So fängt dieser Roman an - Jonas wird von einem unbekannten Mann angesprochen, der ihm 3 Wünsche erfüllen will. Beginnt der Roman noch wirklich vielversprechend mit einem langsam aufbauenden Spannungsbogen der im Tod von Jonas Frau gipfelt, ging es danach leider - für mich - rapide mit diesem Buch bergab.

Meine drei Wünsche wären gewesen: weniger bizarre Traumszenen, ein verständlicherer Ablauf der Geschichte, Anführungszeichen in der wörtlichen Rede. Punkt 1 und 2 führten dazu, das ich mich in der zweiten Hälffte des Buches kaum noch auf die Handlung konzentrieren konnte, unterstützt von Punkt 3. Denn jedesmal, wenn ich den Faden zu verlieren drohte, musste ich mehrfach nachlesen, wer denn jetzt was zu wem gesagt hat, man konnte es kaum erkennen auf den ersten Blick!

Schade, schade, schade... Nach dem guten Beginn dieses Romanes habe ich mir soviel mehr erhofft! Wegen dem guten flüssigen Erzählstil des Autoren, und der eigentlich tollen Idee, gibt es von mir trotzdem noch 2 1/2 Sterne - aufgerundet auf 3. Vielleicht ist es ein Buch, das man nach einiger Zeit ein zweites Mal lesen sollte, damit einem der tiefere Sinn dahinter aufgeht. Mich lässt es auf jeden Fall nach dem Lesen etwas ratlos und unzufrieden zurück.

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Bewertung von Toschi3 aus Königswinter am 10.01.2010 ***** sehr gut
Jonas, verheirateter Familienvater mit Dauergeliebter, bekommt von einem seltsamen Mann ein Geschenk: drei Wünsche frei.
Bei diesem Buch weiß ich nicht so richtig, wie ich es bewerten soll. Einerseits ist am Ende Ernüchterung: aus dem Geschenk sich erfüllender Wünsche hätten die meisten Autoren wohl eine völlig andere Geschichte entwickelt. Die habe ich fraglos auch erwartet. Aber der Autor zeichnet ein surreales Bild, verwirrende Entwicklungen, einen unglücklichen Protagonisten wenngleich alles hätte anders sein können. Das Buch ist auf eine merkwürdige Weise faszinierend. Obwohl ziemlich schnell klar wird, dass meine Vermutungen nicht erfüllt werden, treibt mich der klare und sachliche Schreibstil voran, möchte ich wissen, wie es weiter geht. Ich erhoffe eine Wendung im Sinne der erwarteten Handlung und bin doch mitgerissen von den nicht erfüllten Hoffnungen.
Dem Vorwort ist zu entnehmen, dass dieses Buch so ist, wie es nur Glavinic-Kenner erahnen konnten. Vielen anderen wird es wohl wie mir gehen. Es ist faszinierend, und am Ende auf keinen Fall enttäuschend.

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Bewertung von kleinfriedelchen aus Berlin am 10.11.2009 ***** schlecht
Da mir der Autor bis dato unbekannt war, habe ich durch den Klappentext einen Thriller erwartet, bei dem der mysteriöse Mann auf fiese Weise seine Wünsche erfüllt, z.B. seine Frau ermordet, damit er endlich mit seiner Geliebten zusammen sein kann. Stattdessen gab es hier philosophische Abhandlungen über das Leben und den Tod. Aber hier eine etwas genauere Wertung:

Ein Buch, das ohne jegliche Anführungszeichen auskommt, war mal etwas neues. Man gewöhnt sich jedoch sehr schnell an diesen Stil und dadurch liest sich das Buch flüssig weg. Soviel zum Positiven.

Abgesehen davon, dass mir der Hauptcharakter Jonas einfach unsympathisch war, gab es aber auch noch viele andere Kritikpunkte, die zu dieser schlechten Bewertung geführt haben:
In den normalen Handlungsverlauf wurden immer wieder vollkommen abstruse Szenene eingefügt, die nicht nur keinen Sinn ergaben, sondern mich auch an der geistigen Gesundheit des Protagonisten zweifeln ließen. Er steht auf einem Parkplatz und sieht sich plötzlich selbst als eine zweite Person, die letztendlich mit ihm verschmilzt. Er fährt einem fremden Mann hinterher, der gar kein Gesicht hat. Bei einer Bergwanderung sieht er zwei Männer, die auf eine Frau einprügeln, natürlich sind das nur Geister aus einer vergangenen Zeit. Er sitzt im Auto und plötzlich schwebt er über der Erde und sieht neben sich den Mond. Spätestens hier möchte man Jonas rezeptpflichtige Medikamente verschreiben und die Männer mit den weißen Jäckchen anrufen. Vermutlich soll diesen Szenen eine tiefere Bedeutung zukommen, die mir leider vollkommen entgangen ist.

Desweiteren waren die Gefühle der Charaktere irgendwie nicht nachvollziehbar. Plötzlich schreit Jonas rum, was aber nur durch dieses Wort vermittelt wird und sich nicht aus dem Kontext ergibt. Im Allgemeinen ist mir das ewige Rumgejammere von Jonas und Marie auf die Nerven gegangen, wie gern sie doch zusammen wären aber nicht können. In einer anderen Geschichte wäre dies sicherlich Stoff für eine herzzerreißende Liebesgeschichte gewesen, hier hat mich das einfach genervt.

Der mysteriöse Mann vom Anfang taucht übrigens nicht ein einziges Mal wieder auf. Als sich die Todesfälle und Unfälle um Jonas herum häuften, wurde mir schon klar, welche der am Anfang geäußerten Wünsche der Mann ihm erfüllt. (Einfach mal in die Leseprobe gucken)
Am Ende musste ich mich zum Weiterlesen zwingen, weil mich auch gar nicht mehr interessiert hat, was nun noch passieren soll.

Hinter der Grundidee des Buches steckte viel Potenzial, das meiner Meinung nach vollkommen verschenkt wurde. Schade!

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Bewertung von sueorange am 27.08.2009 ***** gut
Wenn die Wünsche laufen lernen!

Wer kennt sie schon so genau, seine ureigensten und geheimsten Wünsche? Brisant wird es erst, wenn man diese plötzlich erfüllt bekommt, ohne zu ahnen, was man sich überhaupt gewünscht hat.

Jonas, ein Mitdreißiger, verheiratet mit Helen, hat zwei kleine Söhne und ein außereheliches Liebesverhältnis mit Marie, beruflich ist er Werbetexter. Eines Tages hat er eine schicksalhafte Begegnung mit einem unbekannten Mann auf einer Parkbank, der so einiges über ihn und sein Leben weiß und ihm eröffnet, dass er drei Wünsche frei hätte. Jonas überlegt laut, was er sich so alles wünschen könnte und entscheidet sich dann dafür, dass er sich wünscht, dass alle seine Wünsche erfüllt werden. Daraufhin entgegnet seine etwas heruntergekommene, männliche Fee: „Von morgen an, Jonas, erfüllen sich Ihre Wünsche. Zwei Dinge noch: Geben Sie Ihren Wünschen Zeit, sich zu entfalten. Und: Sie können sich keine anderen Wünsche wünschen.“

So einfach scheint das mit dem Wünschen nicht zu sein, denn es geht nicht um das, was er will, sondern um das, was er sich wünscht. Und bald nimmt das Ganze eine Eigendynamik an.
Rund um Jonas geschehen seltsame Dinge, hat dies tatsächlich etwas mit seinen Wünschen zu tun? Seine Aktienkurse steigen rasant, er entgeht zufällig einem Flugzeugabsturz und dann liegt plötzlich auch noch seine Frau tot in der Badewanne...

Ein wenig anders hätte ich mir den Verlauf der Geschichte schon vorgestellt. Und an manchen Stellen empfand ich den Roman auch etwas langatmig. Doch insgesamt finde ich, ist es eine interessante Geschichte, stellenweise ein wenig abstrakt. Schade fand ich, dass manche Personen nicht richtig eingeführt wurden, sie waren plötzlich da und man erfuhr erst im Laufe der Handlung, in welcher Beziehung sie zu Jonas stehen. Auch wurde manches nicht wirklich aufgeklärt.

Es hat etwas philosophisches, dieses Buch, es macht nachdenklich, es lässt einen eintauchen in eine andere Gedankenwelt.

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Bewertung von Sandra aus Rüsselsheim am 24.08.2009 ***** schlecht
3 Wünsche und ein hoffnungslos verworrenes Leben.

Jonas - ein Mann im Alltag, Familienvater, Ehemann, Liebhaber, Außenseiter und inmitten eines total verworrenen Lebens. Die Geschichte beginnt spannend und teils belustigend, denn Jonas trifft in einem Park einen scheinbar herunter gekommenen Mann, der ihm 3 Wünsche anbietet. Da dieser so gar keiner Fee aus dem Märchen entspricht und das Ganze sowieso ein übler Scherz zu sein scheint, geht Jonas zunächst nicht darauf ein. Jedoch weiß der Mann erschreckend viel über Jonas´ Leben ... und leider nicht nur die positiven Dinge. So lässt sich Jonas darauf ein in der Hoffnung den Mann schnellstmöglich los zu werden. Die 3 Wünsche sind allzu schnell vergessen. Bis hier hin klingt die Geschichte wirklich gut. Zumal der Autor sehr flüssig schreibt. Daher war ich mir nach der Leseprobe nicht ganz so sicher, ob der Verlauf des gesamten Buches hielt was er verspricht oder nicht. Nun, nach Beendigung des Buches muss ich leider sagen, dass dies überhaupt nicht der Fall war. Jonas´ Leben ist die reinste Katastrophe und es scheint als warte er tatsächlich darauf, dass er sich immer mehr in Schwierigkeiten verspinnt. Es wird leider immer verworrener und unverständlicher. Manchmal musste ich einen Absatz doppelt lesen und habe trotzdem nicht verstanden worum es jetzt eigentlich ging und in welche Schwierigkeit Jonas nun wieder steckt. Marie, die zunächste seine Liebhaberin ist und später jedoch nicht mehr geheim gehalten werden muss ist irgendwie ein total abstruser Charakter. Mag sein, dass in dem Buch ein tieferer Sinn liegt ... jedoch blieb der für mich verschlossen. Das Ende konnte ich leider überhaupt nicht verstehen. Nichtsdestotrotz ließ sich der Schreibstil des Autors sehr gut lesen. Nervig war nur, dass keinerlei wörtliche Rede gekennzeichnet war. Das war wirklich befremdend und teils auch störend. Ich kann dem Buch leider nur ein "Naja" geben und muss kein weiteres Werk des Autors lesen. Schade.

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Bewertung von Claudia aus Neuss am 24.08.2009 ***** gut
Zum Inhalt
Jonas, 35 jahre alt, Werbetexter, lebt mit seiner Frau Helen und den Kindern Tom und Chris zusammen. Dann ist da noch der schrullige Kater Astor. Er ist mit seinem Liebesleben unzufrieden und hat nebenbei eine Geliebte...Marie.

Eines Tages nach einer Party begegnet er im Park einen merkwürdigen Mann. Dieser möchte ihm drei Wünsche erfüllen. Obendrein weiß er so vieles über Jonas Leben. Eigenartig...denkt er, woher kann dieser Mensch dies alles denn wissen? Er wünscht sich z. B. dass all seine Wünsche in Erfüllung gehen. Doch leider klappt es nicht so wie er es sich vorgestellt hat.

Der größte Teil seines weiteren Lebens verläuft sehr katastrophal. Seine Frau Helen findet er eines Tages tot in der Badewanne...es gibt eine Überschwemmung, die durch einen Dammbruch verursacht worden ist...Jonas wird Zeuge eines Flugzeugunglücks... er muß feststellen, dass seine verstorbene Frau einen Geliebten hatte...usw.

Jonas gleitet ab in die Finsternis seines Inneren. Er verliert den Boden unter den Füßen. Gott sei Dank findet er den Weg in die Realität wieder zurück, doch was erwartet ihn?....

Meine Meinung:
Ich dachte, dass sich alles um das Thema Wünsche dreht und bei Jonas der ein oder andere Wunsch in Erfüllung geht. Hier mußte ich eine Überraschung erleben, denn er bekam nicht das Paradies auf Erden geboten, sondern das genaue Gegenteil. Vieles wurde viel schlimmer in Jonas Leben. Ich wurde in ganz viele Ereignisse hineingeworfen, die man in so kurzer Zeit nie erleben kann.

Dieser Roman war eine neue Erfahrung für mich, interessant, doch würde ich es nicht wieder lesen. Hier passiert zuviel Negatives, deshalb vergebe ich deshalb nur 3 Sterne.

Wer gerne Bücher liest, die zum Nachdenken anregen, kann ich dieses Buch nur empfehlen!

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