Naissance d'un pont\Die Brücke von Coca, französische Ausgabe - Kerangal, Maylis de

Maylis de Kerangal 

Naissance d'un pont\Die Brücke von Coca, französische Ausgabe

Ausgezeichnet mit dem Prix Médicis 2010

Broschiertes Buch
 
Sprache: Französisch
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Naissance d'un pont\Die Brücke von Coca, französische Ausgabe

John Johnson, genannt Boa, Bürgermeister der kleinen Stadt Coca in Kalifornien, lobt einen internationalen Wettbewerb zum Bau einer monumentalen Brücke aus, alles in der Hoffnung, dadurch aus dem kleinen Coca eine Megalopolis werden zu lassen. Die Riesenbrücke wird zu Angelegenheit aller Anwohner, Geschäftsleute und Georges Diderots, dem Baustellenleiter.

Dans les années 2000, John Johnson, dit le boa, maire de Coca en Californie, lance un concours international pour la construction d'un pont monumental, dans l'espoir de faire de sa ville une mégalopole. Le pont devient l'affaire de tous les habitants de la ville, des hommes d'affaires et de Georges Diderot, chef du chantier.


Produktinformation

  • Verlag: Verticales
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 316 S.
  • Seitenzahl: 316
  • Französisch
  • Abmessung: 21 cm
  • Gewicht: 315g
  • ISBN-13: 9782070130504
  • ISBN-10: 2070130509
  • Best.Nr.: 32210920
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 22.05.2012

Das leise Schwanken des Kranauslegers
In ihrem Roman „Die Brücke von Coca“ erzählt Maylis de Kerangal von einem Schlüsselort der aktuellen Arbeitswelt: der internationalen Großbaustelle
Er ist ein harter Typ, der schon überall auf der Welt war: Eine Pipeline in Baku hat er bauen helfen, einen Gashafen in Cumaná; in Mirnji ging es darum, unter der schmutzigen Eiswüste der sibirischen Tundra eine Diamantmine einzurichten. Dort ist er drei Jahre geblieben, was viel war. Sonst wechselt er häufiger, seit zwanzig Jahren, nur begleitet von seinem Wissen als Ingenieur, der Erfahrung als Leiter von Großprojekten und den Devisen, die ihm erlauben, vor Ort mit interessierten Frauen etwas zu anzufangen.
Nur typische Männerliteratur bringt solche Charaktere hervor, möchte man meinen, aber Maylis de Kerangal, die 1967 in Toulon geborene Tochter und Enkelin von Kapitänen zur See, passt nicht so recht in dieses Schema. In andere aber auch nicht. Sie hat mit der oft etwas verblasenen Sprache der traditionellen „modernen“ französischen Literatur so wenig zu tun wie mit so unterschiedlichen Berufs- und Moderebellen wie Beigbeder und Houellebecq. Sie passt auch …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.11.2012

Die Ruhe vor dem nächsten Projekt
Maylis de Kerangal schreibt den Roman einer Baustelle und liefert eine Bestandsaufnahme unserer Gegenwart

Fieberhafte Bauwut gestaltet unseren Planeten neu, und der Alte Kontinent sieht tief gespalten zu: In Schwellenländern und Erdölstaaten werkeln europäische Firmen in der ersten Reihe mit, errichten Atomreaktoren, Staudämme, himmelhohe Hotels und tiefe Minen - in der Heimat hingegen glauben die Bürger kaum noch an Megaprojekte; neue Flughäfen, Bahnhöfe oder Kraftwerke werden blockiert. In Frankreich ist man zwar technikaffiner als hierzulande, aber die große historische Bausubstanz und mangelnde Finanzmittel bremsen. Hinzu kommt ein grundsätzlicher Zweifel am Sinn der Betonierung der Welt, eine Zaghaftigkeit, die den ganzen Kontinent befallen hat. Diese Ambivalenz von Projektwahn und kühler Skepsis durchzieht, so seltsam es klingt, auch "Die Brücke von Coca" von Maylis de Kerangal: Es ist der mitreißende Roman einer Baustelle und die überzeugende Bestandsaufnahme unserer Gegenwart.

Am Anfang reckt und streckt sich der drahtige Körper von Georges Diderot. Der Baustellenleiter, ein sportlicher …

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