Die Blüte des nackten Körpers - Schrott, Raoul

Raoul Schrott 

Die Blüte des nackten Körpers

Liebesgedichte aus dem Alten Ägypten

Übertr. v. Raoul Schrott
Gebundenes Buch
 
Sofort lieferbar
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
17 ebmiles sammeln
EUR 16,90
Alle Preise inkl. MwSt.
Empfehlen


Produktbeschreibung zu Die Blüte des nackten Körpers

Die Liebeslyrik wurde im Alten Ägypten entdeckt. Raoul Schrott, Kenner der Antike und antiker Sprachen, hat eine Auswahl aus den ägyptischen Quellen zusammengestellt und übersetzt. Die Gedichte der Liebe, die in der Epoche Ramses' des Großen entstanden, waren intim, erotisch ungezwungen und leidenschaftlich religiös. Schrott macht diese Texte endlich wieder zugänglich, in einer ebenso bildhaften wie kraftvollen Sprache. Die Liebesgedichte aus dem Alten Ägypten sind ein weiterer Schritt zu den Ursprüngen der Menschheit und ihrer Poesie.

Produktinformation


  • Verlag: Hanser
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 95 S. m. zahlr. zweifarb. Illustr.
  • Seitenzahl: 96
  • Best.Nr. des Verlages: 505/23485
  • Deutsch
  • Abmessung: 440mm x 360mm x 15mm
  • Gewicht: 267g
  • ISBN-13: 9783446234857
  • ISBN-10: 3446234853
  • Best.Nr.: 27976316

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Streng philologisch ist das nicht, was Raoul Schrott hier mit altägyptischer Liebeslyrik anstellt. Das will Niklas Bender uns immerhin mitgeteilt haben, bevor er allerdings das Unterhaltsame an der Lektüre dieser modernen Geschmacksnerven entsprechenden "Nach- und Neudichtung" herausstreicht. Die für altägyptische Kunst charakteristische Rätselhaftigkeit und Strenge jedenfalls begegnet ihm hier nicht, eher noch sinnliche Liebesverse in urbanem Gewand. Schrotts Verständnis der Verse als Ausdruck subjektiven Gefühlslebens muss der Rezensent ja nicht gleich teilen. Für ihn bleiben soziale Normen durchaus spürbar. Auch durch Schrotts Übersetzung der Übersetzungen hindurch. Apropos, warnt Bender, hin und wieder wurde ihm etwas blümerant, wo die Freiheit des Übersetzers Metapher über Metapher setzt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.06.2010

Ein Tag in meinem Bett
Raoul Schrott hat altägyptische Liebespoesie wunderbar nachgedichtet
Am meisten an diesem Buch traut man den Bildern. In einem edlen rötlichen Braun erblickt man das Paar, wie es auf gleicher Höhe nebeneinander sitzt, beide tragen einen breiten schmückenden Kragen und die Haare sorgsam gekräuselt, er mit einem linnenen Schurz, sie mit einem durchscheinenden Nichts von Schleier angetan; und man muss die große Kunst des alten Ägypten bewundern, einen Menschen zugleich frontal und im Profil abzubilden, ohne dass es hierbei zu picasso-haften Gewaltsamkeiten käme.
Breit und von vorn sieht man die Brust des Mannes, des Malers Maia, der sich an der Wand seiner Grabkammer möglicherweise selbst verewigt hat; aber von der Seite in freiem Schwung bietet sich die Brust seiner Gemahlin Deir el-Medinah dar. Mit Würde und Anmut zugleich sitzen sie da; in den strengen traditionellen Stil dieses Bildes hat, ohne ihm Abbruch zu tun, etwas Holdes Einzug gehalten.
Dies also kann der heutige Betrachter des Bildes mit eigenen Augen wahrnehmen, obwohl ihn dreitausendreihundert Jahre von der Entstehung trennen. Wie steht es aber mit den Gedichten, …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 11.10.2010

Lauter schöne alte Steine im Baukasten der Liebesrhetorik

Nach der "Ilias" und dem "Gilgamesch"-Epos nähert Raoul Schrott sich der Dichtung einer weiteren antiken Hochkultur: Die "Liebesgedichte aus dem Alten Ägypten" will er dem modernen Geschmack nahebringen.

Ausdruckslos, rätselhaft, streng: So muten den heutigen Blick altägyptische Kunstwerke an. Sicher, eine bewunderte Hochkultur, aber fern und unnahbar - so der Eindruck. Dann liest man Verse wie diesen: "willst du jetzt etwa aufstehen und bier trinken gehen / wo ich dir meine brüste darbiete? / sie geben dir was du brauchst: ein tag in meinem bett / macht reicher als zehntausend felder!" Der Vorwurf der jungen Frau in Papyrus Harris I wirkt eigenartig vertraut . . . Tatsächlich geht es dem Leser des Öfteren so bei der Lektüre der Liebesgedichte aus dem Neuen Reich, die Raoul Schrott in Übersetzung vorlegt. Nach der "Ilias" und dem "Gilgamesch"-Epos nähert Schrott sich der Dichtung einer weiteren antiken Hochkultur und sucht, sie dem modernen Geschmack nahezubringen.

In "Die Blüte des nackten Körpers" wird das mal furiose, mal zärtliche Wechselspiel zwischen "Bruder" und …

Weiter lesen
Raoul Schrott, Jg. 1964, studierte Literatur und Sprachwissenschaft in Innsbruck, Norwich, Paris und Berlin. Er lebt in Innsbruck und Seillans (Provence). Für sein Werk wurde er bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Leseprobe zu "Die Blüte des nackten Körpers"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in Die Blüte des nackten Körpers zu blättern!

Andere Kunden interessierten sich auch für

Mehr von

Mehr zum Thema