Hier erstmals aus dem Thai in eine westliche Sprache übertragen,
zählen diese sieben buddhistisch geprägten Geschichten vom Kampf
zwischen dem Guten und dem Bösen, von heimatlosen Jünglingen und
strahlenden Prinzessinnen, von Göttern und Dämonen zu den Perlen
der thailändischen Volksliteratur.
Die sieben Geschichten aus den Panyat Chadok sind einer Sammlung
entnommen, die zwischen dem fünfzehnten und siebzehnten Jahrhundert
unserer Zeitrechnung in der Hauptstadt des Nordthailändischen
Reiches, in Chieng Mai, niedergeschrieben wurde.
Die ausgewählten Geschichten sind in ganz Thailand bekannt und
zählen zu dem Volkstümlichsten im Erzählungsschatz des Landes.
Buddhistische Mönche aus Chieng mai haben die Volkserzählungen
gesammelt und in Palmblätter geritzt, Jahrhunderte bevor die Brüder
Grimm dem Volk seine Geschichte ablauschten. Was ihnen erzählt
wurde vom Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen, von der Liebe des
heimatlosen Jünglings zur strahlenden Königstochter, von der
gefährlichen Meerfahrt und der endlosen Wanderung durch Wald und
Dschungel, das alles war ihnen in ihrer Frömmigkeit Beweis ihres
Glaubens: Der Mensch strauchelt auf seinem Weg durch die
Wiedergeburten, doch das Gute siegt. Die sich in den Geschichten
darbietende Welt ist bevölkert von Geistern und Göttern wie damals,
als das Thai-Volk vor achthundert Jahren aus den Hochebenen
Südchinas in seine heutige Heimat strömte und dort mit der
indischen Kulturausstrahlung und dem Buddhismus in Berührung
kam.
Die Illustrationen zeigen Ausschnitte aus Wandgemälden, mit denen
von alters her in Thailand die Tempelhallen ausgeschmückt worden
sind. Sie halten Szenen aus dem thailändischen Erzählungsschatz
fest, die vornehmlich aus dem buddhistischen Märchengut
stammen.
Inhalt: Muschelprinz und Duftende Blüte /Wie Phra Samuthakhot seine
Gattin fand, verlor und wiederfand /Prinz Sthon gewinnt die
liebliche Manora /Prinz Suthanu und sein fliegendes Pferd /Die
Königin Sirimadi /Wie Prinz Worawong seine beiden Königinnen
gewinnt /Prinz Rothasen.