Das periodische System - Levi, Primo

Primo Levi 

Das periodische System

Nachw. v. Natalia Ginzburg

Übersetzer: Plackmeyer, Edith
Broschiertes Buch
 
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Das periodische System

Angeordnet wie die chemischen Elemente lässt Primo Levi noch einmal die entscheidenden Stationen seines Lebens an sich vorüberziehen: die Jugend in Turin, die ersten Liebschaften, Mussolinis "Rassengesetze", Auschwitz, die Zeit nach dem Krieg und die Kämpe um die Rückkehr zur Normalität.


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2008
  • 7. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 264 S.
  • Seitenzahl: 272
  • dtv Taschenbücher Bd.11334
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 121mm x 17mm
  • Gewicht: 229g
  • ISBN-13: 9783423113342
  • ISBN-10: 3423113340
  • Best.Nr.: 03979894
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.02.2005

Band 48
Im Labor der Unmenschlichkeit
Primo Levis Roman „Das periodische System”
Wenn wir wollen, können wir den Menschen mit einiger Präzision als chemische Formel darstellen. Dann reden wir von Stoffen, Mineralien und Verbindungen, die sich unserem Willen und unserer Kontrolle entziehen; auf wissenschaftliche Weise erfahren wir so etwas über die condition humaine. Für Überraschungen bleibt da wenig Platz. Eine derart nüchterne Reduktion des Menschen ist oft nützlich: Wir können jetzt Aussagen über ihn machen, die von Vermutungen und Willkür frei sind, die nichts - aber auch wirklich nichts - mit Wunschdenken, Träumen oder gar Poesie zu tun haben.
Primo Levi war Chemiker. Doch seine Erfahrungen als Mensch widersprachen dem, was er über Materie und Methoden im Labor gelernt hatte. Denn es wurde ihm zugemutet zu erleben, wozu der Mensch - jener aus Fleisch und Blut, nicht der Mensch als Formel - fähig ist. Als Widerstandskämpfer und Jude wurde Levi im Krieg verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Er hat das Lager, diese neue Art von Labor, überlebt. Nach Kriegsende kehrte er nach Hause zurück und fing an, …

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Primo Levi wurde 1919 als Sohn jüdischer Eltern in Turin geboren. Er studierte Chemie und promovierte 1941. Als Mitglied einer piemontesischen Partisanengruppe wurde er 1943 verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Nach seiner Repatriierung arbeitete er in der chemischen Industrie, zuletzt als Direktor einer Fabrik. 1977 zog er sich aus dem Berufsleben zurück, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Bis zu seinem Freitod 1987 lebte Levi in Turin. Für sein Leben und sein schriftstellerisches Werk, das ihm internationalen Ruhm eintrug, wurden die Erfahrungen des Konzentrationslagers und des Dritten Reiches zum prägenden Zentrum.

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Kundenbewertungen zu "Das periodische System" von "Primo Levi"

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Bewertung von olgica am 15.03.2010 ***** sehr gut
In 21 Kapiteln, benannt nach chemischen Elementen, schildert der jüdische Wissenschaftler Primo Levi interessantes aus seinem Leben. Angefangen bei "Argon" mit seinen Vorfahren, die vermutlich im 16. Jahrhundert nach Italien kamen und dort Seide produzierten, über seine Zeit während des Zweiten Weltkrieges, bis zu seinem Werdegang als Wissenschaftler bezieht er sich auf chemische Elemente und schreibt dazu Erlebnisse und Geschichten die er damit verbindet. Nur zu zwei Elementen finden wir Geschichten, die nichts mit Levis Vergangenheit zu tun haben.

Im Anhang befinden sich Anmerkungen zu besonderen Ausdrücken, Personen und Werken die im Laufe des Buches erwähnt werden. Zwischendurch sind immer wieder Chemische Elemente bebildert dargestellt. Dies fand ich als Chemielaie gut, weil im Text auch oft die Rede davon war, wie sich einzelne Verbindungen zusammensetzen und mir die Bilder dies verdeutlichten. Primo Levis Sprache ist sehr angenehm, ich war positiv überrascht von der Leichtigkeit mit der er erzählt. Auch wenn viele der Geschichten tatsächliche Erlebnisse des Autoren beinhalten, ist das Buch keine eigentliche Biografie. Es ist auch kein Chemiebuch, trotz der Erkenntnisse dieser Naturwissenschaft, die man bei der Lektüre gewinnt. Der Autor selbst sagte, dass es keine Autobiografie sei, "aber irgendwie Geschichte ist es doch"

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Bewertung von olgica am 15.03.2010 ***** sehr gut
In 21 Kapiteln, benannt nach chemischen Elementen, schildert der jüdische Wissenschaftler Primo Levi interessantes aus seinem Leben. Angefangen bei "Argon" mit seinen Vorfahren, die vermutlich im 16. Jahrhundert nach Italien kamen und dort Seide produzierten, über seine Zeit während des Zweiten Weltkrieges, bis zu seinem Werdegang als Wissenschaftler bezieht er sich auf chemische Elemente und schreibt dazu Erlebnisse und Geschichten die er damit verbindet. Nur zu zwei Elementen finden wir Geschichten, die nichts mit Levis Vergangenheit zu tun haben.

Im Anhang befinden sich Anmerkungen zu besonderen Ausdrücken, Personen und Werken die im Laufe des Buches erwähnt werden. Zwischendurch sind immer wieder Chemische Elemente bebildert dargestellt. Dies fand ich als Chemielaie gut, weil im Text auch oft die Rede davon war, wie sich einzelne Verbindungen zusammensetzen und mir die Bilder dies verdeutlichten. Primo Levis Sprache ist sehr angenehm, ich war positiv überrascht von der Leichtigkeit mit der er erzählt. Auch wenn viele der Geschichten tatsächliche Erlebnisse des Autoren beinhalten, ist das Buch keine eigentliche Biografie. Es ist auch kein Chemiebuch, trotz der Erkenntnisse dieser Naturwissenschaft, die man bei der Lektüre gewinnt. Der Autor selbst sagte, dass es keine Autobiografie sei, "aber irgendwie Geschichte ist es doch"

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