Eva König, geb. Hahn, (1736- 1778) heiratete 1756 in Hamburg den
Seidenfabrikanten Engelbert König, mit dem sie sieben Kinder hatte.
Als König 1769 zu einer Reise aufbrach, bat er seinen Freund
Lessing, sich seiner Frau und der Kinder anzunehmen, sollte ihm
etwas zustoßen. Tatsächlich starb er wenig später in Venedig.
Lessing hielt sein Versprechen, und aus der Freundschaft zu Eva
König, aus der tiefen Verbundenheit zweier unabhängiger Geister,
wurde schnell Liebe. Doch bis zur Hochzeit sollten noch Jahre
vergehen: Eva zog nach Wien, um sich der dortigen König'schen
Fabriken anzunehmen. Als Frau, die allein und mit großem
Sachverstand die Geschäfte ihres Mannes regelte, erregte sie
einiges Aufsehen. Fast vier Jahre verbrachte sie in der glanzvollen
Hauptstadt des k.u.k-Reiches, lernte die Intrigen am Hof Maria
Theresias kennen, die Eitelkeiten wichtiger Männer, den Wirbel um
das Theater. Ihre Liebe zu Lessing überdauerte die Trennung, im
Oktober 1776 heirateten die beiden. Das Glück währte nur kurz: Im
Januar 1778 starb Eva am Kindbettfieber. Ein Schicksalsschlag, von
dem Lessing sich nie wieder erholte. Anhand von Briefen, Dokumenten
und genauen Recherchen zeichnet Petra Oelker das eindrucksvolle
Porträt einer Frau, die ihrer Zeit voraus war.
»Psychologisch ist das locker zu lesende Buch zeitlos interessant geraten.« NORDBAYERISCHER KURIER »Eine spannende, klug geschriebene Darstellung kulturellen Lebens des 18. Jahrhunderts.« NÜRNBERGER NACHRICHTEN / NÜRNBERGER ZEITUNG »Die faktenreiche Überlieferung, reizvoll ergänzt durch Phantasie, gibt zudem ein hochinteressantes Zeitbild der geistigen und kulturellen Situation des 18. Jahrhunderts.« DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN »Fantasievoll und lebendig erzählt.« Bücher
Petra Oelker, geboren 1947, arbeitete als Journalistin und Autorin von Sachbüchern und Biographien.
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