Goldkinder - Hartmann, Grit

Grit Hartmann 

Goldkinder

Die DDR im Spiegel ihres Spitzensports

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Goldkinder

Den Ruf, Goldkinder hervorzubringen, bewahrte sich die DDR bis zu ihrem Ende. Als sie 1989 sanft dahinging, da sprangen, rannten und warfen die "Diplomaten im Traningsanzug" noch immer höher,schneller, weiter als die aus den meisten anderen Staaten. Warum wurde der Sport zum einzigen ostdeutschen Spitzenerzeugnis von Weltgeltung? War er tatsächlich eine Art marktwirtschaftliche Insel inmitten des Sozialismus "in den Farben der DDR"? In den Augen der SED-Spitze stellten siegende Sportler die Überlegenheit ihres Gesellschaftsmodels unter Beweis.


Produktinformation

  • Verlag: Forum Verlag Leipzig
  • 1998
  • 2. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 351 S. m. Fotos.
  • Seitenzahl: 351
  • Deutsch
  • Abmessung: 214mm x 147mm x 19mm
  • Gewicht: 496g
  • ISBN-13: 9783931801038
  • ISBN-10: 3931801039
  • Best.Nr.: 07025486
"Wer mehr über den DDR-Sport erfahren möchte, als nur die bloße Aufzählung von Dopingsündern, der sollte dieses Buch lesen."(NDR)<br />"Grit Hartmanns Buch über Aufstieg und Fall des DDR-Sports (ist) ein Unikat. Eine Fleißarbeit, bei der alle zur Verfügung stehenden historischen und aktuellen Quellen ausgeschöpft worden sind."(Deutschlandfunk)<br />

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.06.1997

Die Dusche als Fluchtort vor einem Sport, der nicht Sportlern gehörte

Vom DDR-Sport lernen heißt siegen lernen - manchmal hat man den Eindruck, dies sei die Devise des deutschen Spitzensports. Den Funktionären in den Sportorganisationen, die Leistungspyramiden nach dem Vorbild des Ostens aufbauen, den Politikern und Sponsoren, die Olympiastützpunkte und Trainer finanzieren, den Eltern, die ihre Kinder zu Talentsuchern schicken, und den Kindern und Jugendlichen, die an sportbetonten Schulen und in Klubs pädagogische und olympische Reifeprüfungen zugleich anstreben, sei ein Lehrbuch empfohlen, das vom Siegen handelt und von dem, was man dabei alles verlieren kann. "Goldkinder" der Leipziger Journalistin Grit Hartmann leistet nicht der Verklärung einer glorreichen Epoche Vorschub und wartet auch nicht mit Enthüllungen und Sensationen auf. Vielmehr macht es deutlich, daß die bis heute anhaltenden Erfolge von DDR-Spitzensportlern kein Wunder waren, sondern Ergebnis einer auf Effektivität ausgerichteten staatlichen Anstrengung. Gleichzeitig läßt es ehemalige Sportlerinnen und Sportler zu Wort kommen und mit sensibler Leichtigkeit das Vorurteil von tumben …

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Grit Hartmann, geboren 1962, studierte Journalistik in Leipzig und arbeitete bis zum Ende der DDR beim Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel. 1990 war sie Mitbegründerin des Forum Verlags Leipzig. Seit 1994 arbeitet sie als freie Journalistin und war u.a. an der Aufklärung der Skandale um die Leipziger Olympiabewerbung beteiligt.

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