Tod in den Anden - Vargas Llosa, Mario

Mario Vargas Llosa 

Tod in den Anden

Roman

Aus d. Span. v. Elke Wehr
Taschenbuch
 
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Tod in den Anden

Auf ihrem Posten in den peruanischen Anden sitzen Korporal Lituma und sein Helfer Tomás wie in einer Falle. Unter ständiger Bedrohung durch Terrorkommandos und eine gewalttätige Natur sollen sie das mysteriöse Verschwinden dreier Menschen aufklären. Überall schlägt ihnen Mißtrauen entgegen, unheimliche Geschichten dringen an ihr Ohr. Hätte Tomás nicht die brennende Erinnerung an seine abenteuerliche Liebesgeschichte mit Mercedes, von der er Lituma Nacht für Nacht erzählt, die beiden müßten eingehen in dieser feindseligen, abergläubischen Bergwelt.
So abweisend das Klima und so verstörend die Bruchstücke der Wahrheit, die sie nach und nach ans Licht bringen, sie lassen nicht locker. Was in den Bergen geschah, hat die Ausmaße eines unfaßbaren Dramas.


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 420 S.
  • Seitenzahl: 420
  • Suhrkamp Taschenbücher Nr.4327
  • Best.Nr. des Verlages: 46327
  • Deutsch
  • Abmessung: 154mm x 98mm x 28mm
  • Gewicht: 201g
  • ISBN-13: 9783518463277
  • ISBN-10: 3518463276
  • Best.Nr.: 33380823
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.09.2002

Laut: Eruptionen in den Anden

Wenn berühmte Autoren Texte für Bildbände schreiben, ist das nicht immer ein gutes Zeichen. Oft genug geben sie nur gegen viel Geld ihren Namen her, um lustlos ein paar Alibi-Zeilen zu schreiben.

Mario Vargas Llosa ist sehr berühmt und schreibt sehr viel Beiläufiges. Doch hier verdient er Respekt, nicht Argwohn. Denn für dieses beeindruckende Buch hat er sich viel Mühe gegeben, nachgedacht, zwei Dutzend kurze Texte über Schicksale in den Anden geschrieben und dabei der Versuchung widerstanden, seine eigenen Werke wie den Roman "Tod in den Anden" zweitzuverwerten. Es sind keine Bildlegenden, sondern "Phantasien, Fiktionen, Fabeln", wie er selbst sagt, kleine Geschichten, erfundene Biographien, erinnerte Szenen. Und mit dem ecuadorianischen Fotografen Pablo Corral Vega hat er einen kongenialen Partner gefunden. Denn mehr noch als die unfaßbare Schönheit der Anden interessieren Corral Vega die Menschen, die entlang der fast achttausend Kilometer langen Wirbelsäule Südamerikas leben - meist in einer kalten, klaren Luft auf einer heißen, unruhigen Erde.

Zu welch spektakulären Inszenierungen sie fähig ist, …

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"Der Tod in den Anden ist ein strenges und lehrhaftes Buch, seine Sprache und Erzählweise sind so klar, hart und rätselhaft wie die Landschaft, in der er spielt." Gustav Seibt Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Der Tod in den Anden ist ein strenges und lehrhaftes Buch, seine Sprache und Erzählweise sind so klar, hart und rätselhaft wie die Landschaft, in der er spielt.«

"Der Tod in den Anden ist ein strenges und lehrhaftes Buch, seine Sprache und Erzählweise sind so klar, hart und rätselhaft wie die Landschaft, in der er spielt." Gustav Seibt Frankfurter Allgemeine Zeitung
Mario Vargas Llosa wurde am 28. März 1936 in Arequipa (Peru) geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Bolivien, Piura (Nordperu) und Lima. Im Alter von 18 Jahren heiratete er Julia Urquidi, mit der er neun Jahre zusammenlebte. Diese Beziehung verarbeitete er später in seinem Roman Tante Julia und der Kunstschreiber . Bereits während seines Studiums der Geistes- und Rechtswissenschaften in Lima und Madrid (Promotion über Gabriel García Márquez) schrieb er für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen und veröffentlichte erste Erzählungen. 1963 erschien sein erster Roman La ciudad y los perros (dt. Die Stadt und die Hunde ), der auf eigenen Erfahrungen in der Kadettenanstalt Leoncio Prado in Lima beruht. Der Roman wurde in Spanien mehrfach ausgezeichnet und in über 20 Sprachen übersetzt. Vargas Llosa war als Gastprofessor in Washington, Puerto Rico, London, New York und Cambridge tätig. 1989 bewarb er sich als Kandidat der oppositionellen Frente Democrático für die peruanischen Präsidentschaftswahlen und unterlag 1990 im zweiten Wahlgang. Daraufhin zog er sich aus der aktiven Politik zurück. Mario Vargas Llosa ist Ehrendoktor verschiedener amerikanischer und europäischer Universitäten und hielt Gastprofessuren unter anderem in Harvard (1992), Princeton (1993) und Oxford (2004). 2010 erhält er den Nobelpreis für Literatur "für seine Kartografie von Machtstrukturen und seine energischen Bilder des individuellen Widerstands, der Rebellion und Niederlage". Heute lebt Mario Vargas Llosa mit seiner Frau Patricia in Madrid und Lima.§Er gehört zu den bekannten lateinamerikanischen Autoren. Sein umfangreiches Gesamtwerk umfasst neben Romanen auch Erzählungen, politische Betrachtungen, Theaterstücke und Essays. 1977 gewählt zum Präsidenten des Internationalen P.E.N.-Clubs. 1996 ausgezeichnet mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 2008 mit dem Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung. 2010 erhielt Mario Vargas Llosa den Nobelpreis für Literatur.

Kundenbewertungen zu "Tod in den Anden" von "Mario Vargas Llosa"

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Bewertung von twitt aus Heidelberg am 31.10.2010 ***** ausgezeichnet
Hoch zufrieden mit Zustand des bestellten Buches und der raschen Lieferung

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Bewertung von sabatayn76 am 29.10.2010 ***** ausgezeichnet
Huayco, Huánuco, Huancas, Huancayo

Inhalt:
Drei Menschen sind in den peruanischen Anden spurlos verschwunden: der stumme Pedro Tinoco, der Albino Casimiro Huarcaya und Demetrio Chanca, der Vorarbeiter der Sprengbohrer. Korporal Lituma und sein Amtshelfer Tomás sollen das Verschwinden dieser Männer aufklären und sitzen aus diesem Grunde in Naccos fest. Dort ist das Leben nicht gerade einfach: die Dorfbewohner sind misstrauisch, Terroristen machen die Umgebung unsicher und unheimliche Geschichten werden erzählt.

Mein Eindruck:
Sprachlich exzellent und psychologisch fundiert berichtet Mario Vargas Llosa von der allgegenwärtigen Gewalt in den peruanischen Anden: die maostische Gruppierung des 'Leuchtenden Pfades' (Sendero Luminosa) verbreitet Angst und Schrecken, steinigt Touristen, eliminiert jeden, der ein Feind ihrer Bewegung zu sein scheint; der Staat schlägt mit ähnlicher Gewalt zurück, im Irrglauben, dem Terror dadurch Einhalt gebieten zu können; die Dorfbewohner massakrieren einander; und die Indios versuchen, mit Gewalt und brutalen Opferungen die gewalttätige Natur zu besänftigen. Die Gewalt, die Trostlosigkeit und die düstere Stimmung ziehen sich durch das gesamte Buch und entwerfen dadurch ein ebenso beängstigendes wie beeindruckendes und faszinierendes Bild Perus.
Auch stilistisch ist Vargas Llosa ein Meisterwerk gelungen, bei dem durch die vermischten Dialoge im Sinne einer Parallelmontage, wie man sie aus Filmen kennt, die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart verwischen.

Mein Resümee:
'Tod in den Anden' lässt den Leser mit Lituma und Tomás in den Anden sitzen und auf den Überfall der Guerrilleros warten. Fesselnd, düster, sprachlich und stilistisch meisterhaft.

Von Mario Vargas Llosa kann ich außerdem 'Das Fest des Ziegenbocks' empfehlen.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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