Amores, Ars Amatoria, Metamorphoses - Ovid

Ovid 

Amores, Ars Amatoria, Metamorphoses

Eine Auswahl hrsg. v. Rolf Kussl
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Amores, Ars Amatoria, Metamorphoses

Informationen zur Titelgruppe: Mit einem Vorwort von Niklas Holzberg. Diese Ausgabe kombiniert bekannte und neu erschlossene Ovid-Texte. Der Hauptteil erleichtert den Zugang zur Poesie: Worterklärungen Reichhaltiges Bildmaterial Antike und moderne Begleittexte Informationen zu Prosodie, Metrik, Stil Poetologische Fachbegriffe Der Ergänzungswortschatz Ovid In Bayern lernmittelfrei zugelassen.


Produktinformation

  • Verlag: Cornelsen
  • 1998
  • 1998.
  • Ausstattung/Bilder: 119 S. m. teils farb. Abb.
  • Seitenzahl: 120
  • Lateinische Textausgaben
  • Best.Nr. des Verlages: 796930
  • Latein
  • Abmessung: 213mm x 149mm x 10mm
  • Gewicht: 168g
  • ISBN-13: 9783464796931
  • ISBN-10: 3464796930
  • Best.Nr.: 07563292
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.08.1998

Begehrte Beute unter Palmen
Eros als Großmacht: Ovids "Liebeskunst", neu kommentiert

Die "Ars amatoria" des Ovid ist ein Lehrgedicht - von allen antiken Gattungen ist dies sicherlich diejenige, die heute, wo kein Querpfad mehr von der Gebrauchsanweisung zur lyrischen Chiffre führt, am unverständlichsten erscheint. Aber das Altertum hielt daran fest, daß praktischer Nutzen nicht den ästhetischen Charakter ausschließen muß und der Gegenstand aus der Hand des Dichters eine Würde empfängt, die seine sachlichen Aspekte übersteigt. In diesem Sinn hatte sich Lukrez der Philosophie, Vergil der Landwirtschaft angenommen - ohne daß die Dichtung sich etwas vergeben hätte oder die Landwirtschaft der Lächerlichkeit überantwortet worden wäre. Das Lehrgedicht beglaubigt eine geistige Einheit der Welt.

Auch die "Liebeskunst" ist nicht etwa, wie man vielfach gemeint hat, bloß eine frivole Keckheit ins Gesicht der tugendstrengen kaiserlichen Zentralmacht (das freilich auch), sondern sie enthält das große Projekt, die Kräfte des Eros in den Dienst der Vergesellschaftung zu nehmen - wie auch umgekehrt, dem Eros jene Verkümmerung zu ersparen, die …

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Publius Ovidius Naso (43 v. Chr.-18 n. Chr.) stammte aus einer Ritterfamilie. Er gab die politische Laufbahn zugunsten der Dichtung auf, wurde aber wegen moralisch bedenklichen Einflusses seiner Werke von Augustus im Jahr 8 n. Chr. ans Schwarze Meer verbannt. Bis dahin vom Glück verwöhnt, hat Ovid diesen Sturz nie verwunden und starb verbittert im Exil.

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