Die Art der Larssons, ihr Heim einzurichten, ist weltberühmt. Mit
diesem zweiten Buch des schwedischen Künstlers, zuerst 1899 unter
dem Titel "Ett hem" (Ein Heim) erschienen, wollte Larsson
"den Geschmack und das Familienleben reformieren".
Larssons Text begleitet die gemalten Familienszenen mit oft
humorvoller Nachdenklichkeit.
Diese Buch war nicht einfach als "Bilderbuch" gedacht,
sondern als so etwas wie ein Manifest: mit diesem Buch wollte Carl
Larsson erklärtermaßen "den Geschmack und das Familienleben
reformieren". In ihm setzt er sich spöttisch auseinander mit
dem "leben von der Stange", das viele seiner Zeitgenossen
führten, und trat ein für die Entfaltung jeder Persönlichkeit - bei
der Kleidung angefangen über die Kochkunst bis zur Einrichtung des
Heimes. Schon 1889 fornulierte Larsson in einem Brief, Aufgabe des
Künstlers sei es, sich mit allen künstlerischen Gebieten, auch mit
der Architektur, zu befassen. Im Sommer 1894 beginnt er, Interiuers
des von ihm und noch mehr von seiner Frau gestalteten
Sundborn-Heimes zu zeichnen und zu aquarellieren. 1897 wurden auf
der "Stockholm-Ausstellung" und 1898 in Berlin 20 dieser
Bilder gezeigt. 1899 erschienen Farbreproduktionen der Serie, um
vier Aquarelle vom Leben im Freien rund um das Haus herum sowie
einige Zeichnungen bereichert und mit einem Text von Larsson als
Buch unter dem Titel "Ett Hem" (Ein Heim). Im Jahre 1900
kaufte das Nationalmuseum alle nunmehr 26 Aquarelle der Serie,
deren älteste Bilder vermutlich in das Jahr 1890 zurückreichen.
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