Montparnasse und Montmartre - Franck, Dan

Dan Franck 

Montparnasse und Montmartre

Künstler und Literaten in Paris zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Aus d. Französ.v. Petra van Cronenburg
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Montparnasse und Montmartre

Paris als künstlerisches Epizentrum ersteht in diesem großartigen literarischen Panorama wieder auf. Drei Jahrzehnte lang (1900-1930) lebten die wichtigsten Künstler der Avantgarde auf dem Montmartre und dem Montparnasse. Maler wie Kandinsky, Modigliani, Picassso, Utrillo, Dali, Ernst, de Chirico oder der Fotograf Man Ray lebten mit so bedeutenden schriftstellern wie Cocteau, Éluard, Breton und Hemmingway Tür an Tür. Dan Francks literarisches Buch führt durch ds gesamte "Who is Who" der europäischen und russischen Avantgarde


Produktinformation

  • Verlag: Parthas
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 568 S. m. 100 z. Tl. farb. Abb.
  • Seitenzahl: 568
  • Deutsch
  • Abmessung: 204mm x 156mm x 43mm
  • Gewicht: 830g
  • ISBN-13: 9783869640341
  • ISBN-10: 3869640340
  • Best.Nr.: 32569486
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.01.2012

Als wären wir dabei gewesen
Von Montparnasse bis Montmartre: Der Romanautor Dan Franck führt anekdotenreich durch die Pariser Künstlerszene im frühen zwanzigsten Jahrhundert
Entscheidend war für die Künstlerboheme nie der äußere Grenzverlauf, sondern die innere Vielfalt einer Stadt. Die in diesem Buch beschriebene, das Paris der Literaten und Maler um 1900, liegt zwischen zwei Hügeln, Montmartre und Montparnasse, mit dem quirligen „Fluss Haussmann“ dazwischen, jener aufgebauschten Bürgerwelt aus dem Second Empire, die das Paris des Volks in die Nebenstraßen verdrängt hat. In den Dachzimmern und Hinterhöfen dieser Bürgerwelt konnte das Neue gedeihen, das nicht aus der Schule der Beaux-Arts und aus den literarischen Kaderschmieden des Hügels Sainte-Geneviève kam. Das Paris dieser Künstler konnte gelegentlich auch bis zu den Dadaisten in Zürich oder nach New York zu den Armeedienstflüchtlingen des Ersten Weltkriegs reichen.
Der Romanautor Dan Franck zeichnet diese Quartiersverschiebung vom Montmartre der Fauvisten und Kubisten zum Montparnasse der Zwischenkriegsbewegungen um Montparnasse vor uns atmosphärisch und anekdotisch noch einmal nach. …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Eine riesige "Wundertüte" voller Geschichten und Anekdoten hat Joseph Hanimann geöffnet, und er bekennt freimütig, dass kein Mensch all das wissen muss, was Dan Franck in diesem Buch über die Pariser Boheme der zwanziger Jahre ausbreitet. Aber Spaß gemacht hat ihm das Buch trotzdem! Hanimann liest von den Wettessen, die Apollinaire mit seinen Freunden veranstaltete (wer zuerst aufgab, musste bezahlen!) oder von Picasso, der mit seiner Pistole in der Luft herumballerte, wenn jemand etwas Schlechtes über Cezanne sagte, aber ziemlich kleinlaut wurde, als es um seine Hehlerware aus dem Louvre ging. Verspielt und augenzwinkernd erzählt Franck die Geschichten, die Petra von Cronenburg, wie Hanimann sich freut, "elegant und federnd" übersetzt hat.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 16.03.2012

Kunstbezirke

Von den Laufstegen in Paris, auf denen die großen Défilés des Frühjahrs stattfanden, war gerade wieder viel die Rede. Anlass vielleicht, an einen Pariser Couturier zu erinnern, der selbst unter Kunst und Literatur zugeneigten Modeschöpfern deutlich hervorstach. Eine exquisite Kunstsammlung hatte Jacques Doucet bereits gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts zusammengetragen. Aber kurz vor dem Ersten Weltkrieg verkaufte er sie und machte sich an den Aufbau einer Bibliothek. Wozu jedoch nicht nur der Ankauf von Büchern gehörte, sondern auch das Anwerben einer ganzen Schar junger und bald berühmter Autoren, die den großzügigen Mäzen zum einen mit Tipps für Ankäufe versorgten (darunter dann auch wieder Bilder) und zum anderen Texte abzuliefern hatten, nicht zuletzt Berichte über die literarischen und künstlerischen Bewegungen der Gegenwart. Das Konzept bewährte sich glänzend. Weshalb man Doucet auch in dem stattlichen Band findet, den Dan Franck Pariser Künstlern und Literaten zu Beginn des letzten Jahrhunderts gewidmet hat. Mittlerweile hat Franck neben seinen Romanen zwei weitere Bände vorgelegt, die bis ins Jahr 1945 führen. Streng …

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Dan Franck, geboren 1953, studierte Soziologie an der Sorbonne. Er lebt in Paris. Für seinen Roman "Die Geometrie der unwägbaren Beziehungen"( La Séparation) erhielt er 1991 den Prix Renaudot. Zuletzt erschien 2010 sein Roman "Minuit" bei Grasset in Paris.

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