Englishness. Beiträge zur englischen Kunst des 18. Jahrhunderts von Hogarth bis Romney - Busch, Werner

Werner Busch 

Englishness. Beiträge zur englischen Kunst des 18. Jahrhunderts von Hogarth bis Romney

Festschrift für Werner Busch

Hrsg. v. Ulrike Boskamp, Margrit Kern u. Thomas Kirchner
Buch mit Leinen-Einband
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
48 ebmiles sammeln
EUR 48,00
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Englishness. Beiträge zur englischen Kunst des 18. Jahrhunderts von Hogarth bis Romney

Werner Busch hat sich seit seinem ersten Buch über William Hogarths ikonographische Zitate (Nachahmung als bürgerliches Kunstprinzip, 1973) als einer der wenigen deutschen Kunsthistoriker immer wieder mit britischer Malerei und Graphik beschäftigt, nicht zuletzt in Das sentimentalische Bild (1993). Der vorliegende Band versammelt zehn Aufsätze zum Thema, die zum Teil an entlegenen Stellen publiziert waren, und nun einen Bogen vom Beginn bis zum Ende des 18. Jahrhunderts spannen. Neben Hogarth werden mit Joshua Reynolds, Joseph Wright of Derby, Thomas Gainsborough und George Romney die prominentesten englischen Künstler des 18. Jahrhunderts in den Blick genommen.


Produktinformation

  • Verlag: Deutscher Kunstverlag
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 512 S. m. 220 z. Tl. farb. Abb.
  • Seitenzahl: 248
  • Deutsch
  • Abmessung: 248mm x 170mm x 25mm
  • Gewicht: 864g
  • ISBN-13: 9783422069565
  • ISBN-10: 3422069569
  • Best.Nr.: 27932284
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.12.2011

Die unsichtbare Keule als schlagende Pointe

Man sehe das unklassische Herkulesbild des Sir Joshua Reynolds: Werner Busch mistet die ikonographische Tradition aus, um den Genius der englischen Malerei freizulegen.

Was ist ein Tragöde? Ein Schauspieler, der nichts verdient. Die Definition gilt jedenfalls in einer Marktgesellschaft. David Garrick gefiel den Kennern als Hamlet oder Lear ebenso wie als komische Person in Farcen, die er sich selbst ausgedacht hatte. In den Londoner Theatern seiner Zeit wurden Tragödie und Komödie nacheinander gegeben, das ernste Stück von sechs bis sieben Uhr, das heitere danach. Nach Ladenschluss strömte das große Publikum in die Theater, der Mann von Welt konnte diskret im Saal bleiben. Werner Busch fasst zusammen: "Die Tragödie mochte noch so anspruchsvoll sein, die Komödie entschied, ob ein Theater florierte oder nicht."

So wird man verstehen, dass Garrick auf dem Gemälde von Joshua Reynolds, das ihn zwischen Personifikationen der Komödie und der Tragödie zeigt, mit verlegenem Lächeln, entschuldigendem Augenaufschlag und ausgebreiteten Händen dem handfesten Werben der anmutigen Unterhaltungskunst …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Geradezu in einen "Rausch des nachbildenden Mitdenkens" haben diese Aufsätze des Berliner Kunsthistorikers Werner Busch den Rezensenten Patrick Bahners versetzt. Denn wie er hier gelernt hat, hat schon William Hogarths den Genius der englischen Malerei im Witz ausgemacht hat, im Mitdenken des Bildbetrachters. Busch Aufsätze hält er Meisterleistungen in dieser Disziplin, besonders interessiert haben Bahners jedoch zwei Studien. Die eine befasst sich mit dem Joshua Reynolds Bild des Schauspielers David Garrick, der sich, hin und hergerissen zwischen ernster und unterhaltsamer Kunst, der lukrativeren Variante zuwendet. Die andere bezieht sich auf Reynolds Porträt des Schriftstellers Laurence Sternes, in dessen Gesicht Busch das "hintergründige Lächeln des Satyrn" erkenne. So viel interpretatorische Feinarbeit "überwältigt" den Rezensenten.

© Perlentaucher Medien GmbH
Werner Busch, geboren 1944, ist nach einer Professur an der Universität Bochum seit 1988 Lehrstuhlinhaber am Kunsthistorischen Institut der FU Berlin. Veröffentlichungen zur niederländischen Kunst des 16. und 17. Jahrhunderts, besonders aber zur englischen und deutschen Kunst des 18. und 19. Jahrhunderts.
Mehr von