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Deutschsprachige Aufsätze, 2 Bde.
Hrsg. v. Karen Michels u. Martin Warnke
- Einband: Buchleinen
- Buch mit Leinen-Einband
Produktinformation
- Verlag: Akademie-Verlag
- 1998
- 1998.
- Ausstattung/Bilder: XXII, 1175 S. m. zahlr. Abb.
- Seitenzahl: 1175
- Studien aus dem Warburg-Haus Bd.1
- Deutsch
- Abmessung: 260mm x 185mm x 93mm
- Gewicht: 3100g
- ISBN-13: 9783050027647
- ISBN-10: 3050027649
- Best.Nr.: 07768491
Leseprobe
Produktbeschreibung zu "Deutschsprachige Aufsätze, 2 Bde."
Beschreibung
Mit den gesammelten deutschsprachigen Aufsätzen wird das wissenschaftliche Frühwerk Panofskys, seine Formung durch das intellektuelle Klima des Warburg-Kreises und die akademische Kultur der zwanziger Jahre in Hamburg zum ersten Mal in seiner ganze Dichte erkennbar. Die Herausgeber haben in knapp gehaltenen Anmerkungen jedemAufsatz einen Kurzkommentar aus heutiger Sicht zugefügt.
12.10.1999
Nein, diese Kühnheit der Abfassung
Erwin Panofskys deutsche Aufsätze verblüffen immer noch / Von
Wilfried Wiegand
Zwei stattliche Bände mit allen Aufsätzen, die Erwin Panofsky in
deutscher Sprache veröffentlicht hat, das ist ein kleines Ereignis
für die kunsthistorische Fachwelt - und müsste ein Großereignis
sein für die literarisch interessierte Öffentlichkeit. Denn
Panofsky, auch wenn er sich "nur" mit Kunst beschäftigt
und seine Hauptwerke zudem in der Emigration auf Englisch
geschrieben hat, gehört zu den großen deutschen Autoren des
Jahrhunderts.
Das hätte vor zwanzig und vielleicht sogar noch vor zehn Jahren
kaum jemand behauptet. Damals gab es für Erwin Panofsky (1892 bis
1968) außerhalb der Fachwelt noch kein Publikum, und bei den
Kunsthistorikern fiel er gerade in Ungnade. Seine
"ikonologische" Methode, die vor allem die Kunst der
Renaissance-Barock-Epoche nach versteckter, realistisch kaschierter
Symbolik durchgekämmt hatte und jahrzehntelang die Forschung
dominierte, wurde nun zum Gegenstand kollegialen Gespötts. Die
Interpretationsmethoden der jüngeren Generation konzentrierten sich
wieder auf das Formale, und wenn …
12.10.1999
In einer begeisterten und ausführlichen Kritik lobt Wilfried
Wiegand den Kunsthistoriker Panofsky - auch schon anhand der hier
zusammengestellten deutschsprachigen Essays aus der Zeit vor der
Emigration - als einen "der großen deutschen Autoren des
Jahrhunderts", und zwar nicht nur in kunsthistorischer,
sondern auch in literarischer Sicht. Eine Zeitlang sei es in der
Kunstwissenschaft in Mode gewesen, sich über Panofskys Methode der
"Ikonologie" lustig zu machen, aber nun entdecke auch ein
Laienpublikum den Autor neu. Auch wenn seine berühmten Bücher wie
etwa die Dürer-Monographie erst in der Emigration geschrieben
wurden, seien die hier versammelten Essays keineswegs nur als
Vorläufer zu verstehen. Die Illustrationen des Bandes seien
"vorbildlich in den Band integriert". Wiegand lobt, dass
die Herausgeber Panofskys Essays aktuelle bibliographische Hinweise
zur Seite stellten. Manche ihrer Anmerkungen seien für das
Verständnis von Panofskys Texten unerlässlich. Bei anderen tadelt
Wiegand einen gewissen kunsthistorischen und politischen
Opportunismus.
© Perlentaucher Medien GmbH
Autorenporträt zu "Erwin Panofsky"
Erwin Panofsky (1892-1968) war bis zu seiner Emigration in die USA 1933 Professor für Kunstgeschichte an der Universität in Hamburg. 1935 bis 1962 lehrte er am Institut für Advanced Study in Princeton. Ehrendoktor an verschiedenen Universitäten in den USA und Europa. 1967 wurde er in den Orden "Pour le merite" für Wissenschaften und Künste gewählt.






















