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Erwin Panofsky 

Deutschsprachige Aufsätze, 2 Bde.

Deutschsprachige Aufsätze, 2 Bde. - Panofsky, Erwin

Hrsg. v. Karen Michels u. Martin Warnke

  • Einband: Buchleinen
  • Buch mit Leinen-Einband 
 
  • EUR 98,00
  • Alle Preise inkl. MwSt.
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Produktinformation
  • Verlag: Akademie-Verlag
  • 1998
  • 1998.
  • Ausstattung/Bilder: XXII, 1175 S. m. zahlr. Abb.
  • Seitenzahl: 1175
  • Studien aus dem Warburg-Haus Bd.1
  • Deutsch
  • Abmessung: 260mm x 185mm x 93mm
  • Gewicht: 3100g
  • ISBN-13: 9783050027647
  • ISBN-10: 3050027649
  • Best.Nr.: 07768491

Leseprobe

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Produktbeschreibung zu "Deutschsprachige Aufsätze, 2 Bde."

Beschreibung

Erwin Panofsky war der erste Ordinarius für Kunstgeschichte der Hamburgischen Universität und gehörte mit Aby Warburg, Gertrud Bing, Fritz Saxl und Ernst Cassirer zu dem einzigartigen Gelehrtenkreis um die Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburgs. Wie die Warburg-Bibliothek wurde auch Panofsky und mit ihm zahlreiche seiner Schüler im Jahr 1933 in die Emigration getrieben. Dies bedeutete die Zerschlagung einer modernen, aufgeklärten Kunstgeschichte in Deutschland, die dann aber international Karriere machte, als Panofsky die Vorgaben und Anregungen der Hamburger Zeit in Amerika zur wohl bedeutendsten bildanalytischen Methode dieses Jahrhunderts verdichtete.
Mit den gesammelten deutschsprachigen Aufsätzen wird das wissenschaftliche Frühwerk Panofskys, seine Formung durch das intellektuelle Klima des Warburg-Kreises und die akademische Kultur der zwanziger Jahre in Hamburg zum ersten Mal in seiner ganze Dichte erkennbar. Die Herausgeber haben in knapp gehaltenen Anmerkungen jedemAufsatz einen Kurzkommentar aus heutiger Sicht zugefügt.

12.10.1999

Nein, diese Kühnheit der Abfassung
Erwin Panofskys deutsche Aufsätze verblüffen immer noch / Von Wilfried Wiegand

Zwei stattliche Bände mit allen Aufsätzen, die Erwin Panofsky in deutscher Sprache veröffentlicht hat, das ist ein kleines Ereignis für die kunsthistorische Fachwelt - und müsste ein Großereignis sein für die literarisch interessierte Öffentlichkeit. Denn Panofsky, auch wenn er sich "nur" mit Kunst beschäftigt und seine Hauptwerke zudem in der Emigration auf Englisch geschrieben hat, gehört zu den großen deutschen Autoren des Jahrhunderts.

Das hätte vor zwanzig und vielleicht sogar noch vor zehn Jahren kaum jemand behauptet. Damals gab es für Erwin Panofsky (1892 bis 1968) außerhalb der Fachwelt noch kein Publikum, und bei den Kunsthistorikern fiel er gerade in Ungnade. Seine "ikonologische" Methode, die vor allem die Kunst der Renaissance-Barock-Epoche nach versteckter, realistisch kaschierter Symbolik durchgekämmt hatte und jahrzehntelang die Forschung dominierte, wurde nun zum Gegenstand kollegialen Gespötts. Die Interpretationsmethoden der jüngeren Generation konzentrierten sich wieder auf das Formale, und wenn …

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Perlentaucher-Notiz zur FAZ-Rezension

12.10.1999

In einer begeisterten und ausführlichen Kritik lobt Wilfried Wiegand den Kunsthistoriker Panofsky - auch schon anhand der hier zusammengestellten deutschsprachigen Essays aus der Zeit vor der Emigration - als einen "der großen deutschen Autoren des Jahrhunderts", und zwar nicht nur in kunsthistorischer, sondern auch in literarischer Sicht. Eine Zeitlang sei es in der Kunstwissenschaft in Mode gewesen, sich über Panofskys Methode der "Ikonologie" lustig zu machen, aber nun entdecke auch ein Laienpublikum den Autor neu. Auch wenn seine berühmten Bücher wie etwa die Dürer-Monographie erst in der Emigration geschrieben wurden, seien die hier versammelten Essays keineswegs nur als Vorläufer zu verstehen. Die Illustrationen des Bandes seien "vorbildlich in den Band integriert". Wiegand lobt, dass die Herausgeber Panofskys Essays aktuelle bibliographische Hinweise zur Seite stellten. Manche ihrer Anmerkungen seien für das Verständnis von Panofskys Texten unerlässlich. Bei anderen tadelt Wiegand einen gewissen kunsthistorischen und politischen Opportunismus.

© Perlentaucher Medien GmbH

Autorenporträt zu "Erwin Panofsky"

Erwin Panofsky (1892-1968) war bis zu seiner Emigration in die USA 1933 Professor für Kunstgeschichte an der Universität in Hamburg. 1935 bis 1962 lehrte er am Institut für Advanced Study in Princeton. Ehrendoktor an verschiedenen Universitäten in den USA und Europa. 1967 wurde er in den Orden "Pour le merite" für Wissenschaften und Künste gewählt.

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