Die Dokumentation Hitlers Kinder schildert Wege junger Menschen,
wie viele sie damals erlebt haben. Zum Teil bisher
unveröffentlichtes Filmmaterial dokumentiert die Erziehung im Sinne
der nationalsozialistischen Ideologie sowie die Vorbereitung zum
Einsatz an der Front und in der Rüstungsindustrie. Mit den
vielfältigsten Methoden gelang es dem Regime des Dritten Reiches
eine ganze Generation in seinen Bann zu ziehen. Die "Hitler
Jugend" sollte die Jugendlichen frühzeitig auf eine
vielseitige Einsetzbarkeit im Krieg vorbereiten. Den bis zu 8,7
Mio. Mitgliedern der HJ wurden deshalb vorrangig Tugenden wie
Kameradschaft, Disziplin und Gehorsam vermittelt. Jungen Frauen und
Mädchen wurde zuerst im "Bund deutscher Mädel" das
Rollenbild der NS-Ideologie eingeimpft, bis sie dann bei Kriegsende
selbst zum Kampfeinsatz getrieben wurden. Insgesamt starben mehr
als ein Drittel der männlichen Geburtsjahrgänge Deutschlands von
1921 bis 1925 im Zweiten Weltkrieg. In den letzten Kriegswochen
wurden selbst zwölfjährige Kinder zum Einsatz an die Front berufen.
Die fünfteilige Reihe umfasst die Titel: Verführung - Hingabe -
Zucht - Krieg - Opferung
Prof. Dr. Guido Knopp war nach seinem Studium der Geschichte, Politik und Publizistik zunächst Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und anschließend Auslandschef der Welt am Sonntag . Seit 1984 leitet er die ZDF-Redaktion Zeitgeschichte, mit der er vielbeachtete Fernsehserien wie Hitlers Helfer, Hitlers Krieger und die Serie History produziert; auf Phoenix erschien die Reihe 100 Jahre über die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Durch eine gelungene Verknüpfung von exakt recherchierter und gleichzeitig unterhaltender Information gelingt es ihm immer wieder, ein großes Publikum für seine Fernseh- und Buch-Dokumentationen zu begeistern. Guido Knopp hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Jakob-Kaiser-Preis, den Europäischen Fernsehpreis, den Telestar, den Goldenen Löwen, den Bayerischen Fernsehpreis, das Bundesverdienstkreuz und den Internationalen Emmy.