Erst im Jahr 1994 wurden die Chauvet-Höhlen nahe dem
südfranzösischen Vallon-Pont-d'Arc entdeckt - und in ihr
zwischen 32.000 und 35.000 Jahre alte Felsmalereien. Um diese zu
schützen, wurde die Fundstelle bald wieder "versiegelt"
und der breiten Öffentlichkeit der Zugang verwehrt. Dass man
dennoch einen Blick in diese geheimnisvolle Vergangenheit werfen
kann, ist Werner Herzog zu verdanken, der mit einem Miniteam in das
unterirdische Reich vordrang und seine Expedition mit der Digicam
filmte. "Grizzly Man" Werner Herzog ist bei dieser
fesselnden Dokumentation wieder einmal auf dem Höhepunkt seiner
schöpferischen Kraft. Mit dem ihm eigenen Bariton kommentiert er in
bestem bayerischem Englisch die (Tier-)Bilder - Bisons, Pferde an
der Wasserstelle, Mammuts, eine nackte Frau -, räsoniert über
Kunst, stellt die Malereien mit Zeichentrickfilm in Zusammenhang
und philosophiert über den Lauf der Welt. Das ist manchmal klug,
manchmal witzig, stets informativ und nie langweilig.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Bilder von expressiver Kraft. Was für eine Entdeckung. Die Höhle der vergessenen Träume lässt uns eintauchen in eine längst vergangene Welt. - ARD ttt - titel thesen tempramente
Werner Herzog wurde als Werner H. Stipetic am 5. Septbember 1942 in München geboren und wuchs in einem abgelegenen Dorf in Bayern auf. Als Kind kannte er weder Film, Fernsehen oder ein Telefon. Mit 14 begann er zu Reisen und telefonierte zum ersten Mal mit 17. Während des Studiums arbeitete er Nachtschichten als Schweißer, um seinen ersten Film zu produzieren, was ihm 1961 mit 19 gelang. Seitdem hat er mehr als 40 Filme gedreht, produziert oder in ihnen mitgespielt. Daneben inszenierte er Opern und veröffentlichte mehr als 12 Bücher.