Die Welt ist ein erbarmungsloser Ort: Alkoholexzesse, sexuelle
Obsessionen, gesellschaftliches Chaos und - kein bisschen Liebe. Zu
diesem Fazit kommt der Protagonist, der sich an einen kleinen
Küstenort auf Kuba zurückzieht, um sein inneres Gleichgewicht
wiederzufinden.
"Ich fühlte in mir eine abstoßende Mischung aus
Gewalttätigkeit, Lüsternheit, Sadismus, Verlangen nach Alkohol.
Aber ich fühlte auch, dass mein Herz härter wurde. Jeden Tag, immer
mehr. Das war es, was ich haben wollte: ein Herz aus Stein."In
diesem letzten Titel des Havanna-Zyklus scheint der lebenshungrige,
ständig nach neuen Abenteuern gierende Held abgeklärter denn je. Er
ist auf der Flucht vor dem alltäglichen Wahnsinn und auf der Suche
nach Einsamkeit, Ruhe und innerem Gleichgewicht. Aber wie soll er
dergleichen finden, wenn das Leben um ihn herum tobt wie ein
unerbittlicher Hurrikan? Kein bisschen Liebe ist der glänzende
Abschluss von Gutiérrez' fünfbändigem Zyklus, der mit seinem
internationalen Bestseller Schmutzige Havanna Trilogie begann.
Ein Tanz am Rande des Abgrunds.
Die Welt ist ein erbarmungsloser Ort: Alkoholexzesse, sexuelle
Obsessionen, gesellschaftliches Chaos und - kein bisschen Liebe. Zu
diesem Fazit kommt der Protagonist, der sich an einen kleinen
Küstenort auf Kuba zurückzieht, um sein inneres Gleichgewicht
wiederzufinden.
»Ich fühlte in mir eine abstoßende Mischung aus Gewalttätigkeit,
Lüsternheit, Sadismus, Verlangen nach Alkohol. Aber ich fühlte
auch, dass mein Herz härter wurde. Jeden Tag, immer mehr. Das war
es, was ich haben wollte: ein Herz aus Stein.«
In diesem letzten Titel des Havanna-Zyklus scheint der
lebenshungrige, ständig nach neuen Abenteuern gierende Held
abgeklärter denn je. Er ist auf der Flucht vor dem alltäglichen
Wahnsinn und auf der Suche nach Einsamkeit, Ruhe und innerem
Gleichgewicht. Aber wie soll er dergleichen finden, wenn das Leben
um ihn herum tobt wie ein unerbittlicher Hurrikan? Kein bisschen
Liebe ist der glänzende Abschluss von Gutiérrez' fünfbändigem
Zyklus, der mit seinem internationalen Bestseller Schmutzige
Havanna Trilogie begann.
Ziemlich gelangweilt zeigt sich Kersten Knipp bei der Lektüre von Pedro Juan Gutierrez' realistischer Darstellung über Kubas Trostlosigkeit. Mehr noch: Das Buch lässt den Rezensenten sogar in Trauer um eine verlorene Sprachkunst verfallen, die ein Guillermo Cabrera Infantes der Tristesse entgegenstellte. "Öde ist Kuba unter den gegebenen Umständen ganz von selbst", bemängelt Knipp. Zu einschläfernd ist ihm das alles: das Elend des Alltags der "geschichtslosen" Insel und die Trübsal der Personen, die Gutierrez aufzeichnet. Dazu kommen die "Gossensprache" und die ihm viel zu repetitiven Sex-Stellen; Knipp wartet anscheinend auf einen Funken der Romantik inmitten sozialer Armut. Das viele Lob an Gutierrez' Fähigkeiten ist ihm ein großes Rätsel.
Pedro Juan Gutiérrez, geb. 1950 in Cuba, beginnt mit 11 Jahren als Eis- und Zigarettenverkäufer, ist später fünf Jahre Soldat, arbeitet als Schwimm- und Kajaklehrer, als Zuckerrohrschneider und Landarbeiter, als Bauinstallateur und technischer Zeichner. Gutiérrez ist Maler, Bildhauer, Dichter und Journalist. Der Autor mehrerer Romane lebt in Havanna.
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