Michael Douglas, Sean Penn, Deborah Kara Unger
The Game (Special Edition)
Regie: Fincher, David; Darsteller: Douglas, Michael; McGuire, Scott Hunter; Mocan, Florentine; Dennehy, Elizabeth; Barclay, Caroline; Cowee, Stephen; Davallon, Sara; Talmadge, Victor; Penn, Sean; Unger, Deborah; Rebhorn, James; Donat, Peter; Baker, Carroll; Katarina, Anna; Mueller-Stahl, Armin; Martinet, Charles; Musik: Shore, Howard; Buch: Brancato, John D.; Ferris, Michael;
DVD
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Produktbeschreibung zu The Game (Special Edition)
Der erfolgreiche Finanzmagnat Nicholas Van Orten ist ein Control
Freak reinsten Wassers. Als er das 48. Lebensjahr erreicht, ein
Alter, in dem sein kaum minder erfolgreicher Vater Selbstmord
beging, schenkt ihm sein jüngerer Bruder Conrad ein ausgeklügeltes
Rollenspiel, bei dem der Reiz unter anderem darin besteht, das er
einen Teil dieser Kontrolle verliert. Von der Herausforderung
amüsiert steigt Nicholas ein, ohne zu ahnen, auf was für einen
Alptraum er sich einlässt.
Bonusmaterial
- Audiokommentar von Regisseur David Fincher, Hauptdarsteller Michael Douglas u.a. - Material zu "Hinter den Kulissen" (optional mit Kommentar) - Am Set (optional mit Kommentar) - Storybords - Produktionsdesign-Skizzen - Alternatives Ende - Original-Kinotrailer (optional mit Kommentar) - Teaser-Trailer + CGI-Test-Footage (optional mit Kommentar)
Produktinformation
- Hersteller: Universal Pictures
- EAN: 5050582431483
- Best.Nr.: 20831754
- Artikeltyp: Film
- Anzahl: 1
- Datenträger: DVD
- Erscheinungstermin: 29. Juni 2006
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
- Sprachen: Deutsch, Englisch
- Untertitel: Deutsch, Kroatisch, Bulgarisch, Englisch
- Regionalcode: 02
- Bildformat: 1:2, 35/16:9
- Tonformat: Dolby Surround
- Kopierschutz: ja
- Gesamtlaufzeit: 123 Min.
Armin Mueller-Stahl, geb. 1930, ist nicht nur einer der erfolgreichsten deutschen Schauspieler überhaupt, sondern auch ein begnadeter Geiger, Maler und Erzähler. Bevor er zum Schauspielberuf wechselte, absolvierte er ein Geigen- und Musikwissenschaftsstudium, das er 1949 mit dem Examen zum Musiklehrer abschloß. Seit 1952 avancierte er mit unzähligen Theater- und Filmrollen zu den bekanntesten und beliebtesten Schauspielern der DDR. Als Mitunterzeichner der Petition gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns erhielt er ab 1976 keine Engagements mehr, verließ 1980 die DDR und setzte seine Karriere nicht nur in Westdeutschland, sondern auch international erfolgreich fort. Seit langem ist Armin Mueller-Stahl auch als Erzähler bekannt.
Inhaltsangabe
Audiokommentar von Regisseur David Fincher / Darsteller Michael Douglas u.a.
Material zu "Hinter den Kulissen" (optional mit Kommentar)
Am Set (optional mit Kommentar)
Storyboards
Produktionsdesign
Skizzen
Alternatives Ende
Original
Kinotrailer (optional mit Kommentar)
Teaser
Trailer + CGI
Test
Footage (optional mit Kommentar)
Mit seinem kompromißlos verstörenden Deprischocker "Sieben" gelang Regisseur David Fincher ("Alien 3") ein unerwarteter kommerzieller Wurf, was mit Spannung auf seinen Folgefilm warten ließ. In kühl kalkulierender Hitchcock-Tradition fertigte er ein faszinierend pessimistisches Paranoia-Puzzle, das den priviligierten Protagonisten in Gestalt von Michael Douglas einen existenzerschütternden Yuppie-Alptraum von absoluter Hilflosigkeit durchleben läßt.
Die Drehbuchautoren John Brancato und Michael Ferris spielten bereits in dem Computerthriller "Das Netz" effektiv mit der beklemmenden Angst des Identitätsverlusts: Hier verliert die Identifikationsfigur aufgrund eines ominösen Psychospiels die Kontrolle über ihr Leben und gerät zur machtlosen Marionette, die von unsichtbaren Drahtziehern manipuliert wird. Douglas ist die Idealbesetzung für den arroganten, antisozialen Investmentbanker Nicholas Van Orten (in der Fasson seines "Wall Street"-Maklers), der wie seine Charaktere in "Eine verhängnisvolle Affäre" oder "Falling Down" bis an die Grenze seiner persönlichen Schmerzgrenze getrieben wird. Gleich zu Beginn wird mit flackernden Heimfilm-Flashbacks das zentrale Trauma etabliert: wie der Vater des etwa zwölfjährigen Nicholas vom Dach seiner palastartigen Villa in den Tod springt. Viele Jahre später hat sich Nicholas zum kalten Kontrollfreak entwickelt, für den Emotionen nutzlosen Ballast darstellen. Eine lose Beziehung verbindet den geschiedenen und kinderlosen Millionär mit seinem mißratenen Bruder Konrad (Sean Penn, in einer relativ unbedeutenden Rolle, die vor den Rewrites für Jodie Foster konzipiert war), der ihm zu seinem 48. Geburtstag einen Geschenkcoupon der "Consumer Recreation Services" überreicht. Die High-Tech-Firma entwickelt für jeden Klienten ein individuelles "Spiel", das durch seine Unvorhersehbarkeit stimulieren soll. Für den selbstgefälligen Bankier beginnt damit eine wahnwitzige Schocktherapie, die durch stetig gravierendere Über- und Angriffe in und auf sein Leben seinen durch materielle Werte konstruierten Schutzpanzer auflösen.
Mit cleverer Präzision versteht Fincher die erstickende Verzweiflung und das angstvolle Gefühl des Ausgeliefertsein des Protagonisten in seiner psychologischen Abwärtsspirale zu begleiten. Mit verstohlen-subtilen Attacken wird die scheinbare Perfektion von Nicholas angekratzt: ein ausgelaufener Kugelschreiber besuhlt sein teures Hemd, eine scheinbar ungeschickte Bedienung (Deborah Kara Unger aus "Crash" in der wichtigsten Nebenrolle) kippt ein volles Tablett über ihn aus und das klemmende Schloß seines Aktenkoffers (der Dokumente zum eiskalten Abservieren seines langjährigen Geschäftspartners Armin Mueller-Stahl enthält) irritieren den Perfektionisten derart, daß seine angestrengte Maske der stoischen Ausgeglichenheit bereits nach kürzester Zeit weggewischt ist. Doch das grausame Katz- und Mausspiel nimmt immer groteskere Formen an: Nach Genuß eines Drogencocktails erwacht er völlig abgebrannt und besudelt auf einem mexikanischen Friedhof - und sein Leben und seine Finanzen befinden sich in höchster Gefahr. Eine gewisse Absurdität, die erst gegen Ende hin aufgelöst wird, sollte man unvoreingenommen in Kauf nehmen, um den superb fotografierten Psychothriller in vollen Zügen zu genießen. Jefferson Airplanes LSD-Hymne "White Rabbit" kann durchaus als bezeichnender Themensong angesehen werden: Die Dimensionen von Realität und Illusion sind nicht immer eindeutig zu trennen. Propaganda Films feierte ihr Major-Debüt mit diesem Kinokonfekt der genüßlich bitteren Sorte mit einem Start von 14,3 Mio. Dollar als sattem Einstand. ara.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Videoclip zu "The Game (Special Edition)"
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