Cal McCaffrey, altgedienter Reporter beim Washington Globe,
untersucht einen Mordfall mit Drogenhintergrund, eine junge
Online-Kollegin den Selbstmord einer Geliebten des
Kongressabgeordneten Collins. Als die Fäden ihrer Ermittlungen
zusammenlaufen, die Fälle eine Verbindung zeigen, kämpfen zwei
Reportergenerationen gemeinsam gegen redaktionellen Zeitdruck und
für die Wahrheit hinter einer Kongressanhörung, bei der die Zukunft
eines militärischen Sicherheitsdienstes, aber auch von Cals
Studienfreund Collins auf dem Spiel stehen. Wie schon im
Spielfilmdebüt "Der letzte König von Schottland"
interessiert sich Kevin Macdonald auch in diesem Politthriller für
Moral, Machtmissbrauch und Menschen, die Fremdinteressen skrupellos
geopfert werden. Dabei konzentriert sich diese Adaption einer
sechsteiligen BBC-Serie in der Spannungserzeugung auf den
journalistischen Kampf um Wahrheit, nutzt das Bedrohungspotenzial
der Story ungeachtet der Präsenz eines Killers nicht ganz aus.
Dennoch unterhält der Film mit einigen guten Dialogduellen und
meist ideal besetzten Darstellern.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Cal McCaffrey (Russell Crowe), Reporterveteran des Washington Globe, untersucht einen Mord mit möglichem Drogenhintergrund. Noch am selben Tag stürzt eine junge Frau vor die U-Bahn, die nicht nur die Assistentin seines Freunds, des Kongressabgeordneten Collins (Ben Affleck), war, sondern auch dessen Geliebte gewesen sein soll.
Eine pikante Situation, denn Collins ist verheiratet - und seine Frau ist dazu noch eine Ex-Affäre von McCaffrey. Als die Chefredakteurin des Globe (Helen Mirren) eine junge Onlinekollegin (Rachel McAdams) auf den vermeintlichen U-Bahn-Selbstmord ansetzt, entwickelt sich aus der Kollision zwischen alter und neuer Schule, seriösem und vermutetem Blah-Blah-Journalismus, eine Partnerschaft und ein gemeinsamer Fall.
Fernsehen auf der Leinwand
Die Ermittlungsfäden laufen zusammen, weisen auf die von Collins geleitete Kongressanhörung eines umstrittenen Sicherheitsdienstes hin, der seine Interessen mit allen Mitteln verteidigt.
Bevor Martin Campbell Ende 2009 mit "Edge of Darkness" eine weitere Verfilmung einer BBC-Serie in die Kinos bringt, darf Ex-Dokumentarist Kevin Macdonald ("Der letzte König von Schottland") das Terrain sondieren. Drei Autoren dampften die sechsteilige Miniserie auf einen Zweistünder ein, für die ursprünglich besetzten Brad Pitt und Edward Norton übernahmen Russell Crowe und Ben Affleck deren Rollen.
Kann diesen Film wie mein Vorredner nur empfehlen. Wer auf intelligente Thriller steht, in denen nicht dem Protagonisten die Kugeln um die Ohren fliegen, ist mit State of Play gut bedient. Überzeugende Charaktere, besonders Crow als leicht verasselter, aber engagierter, investigativer Journalist und Helen Mirren als kautzige Chefredakteurin, runden die bis zur letzten Sekunde spannende Handlung ab.
Und auch wer Affleck nicht mag (wie ich), kann ich beruhigen: Nicht SO schlecht! Als leicht schmieriger, pseudo-moralischer Kongressabgeordneter wurde er vermutlich perfekt besetzt. Dass er und Crow im Film allerdings College-Freunde gewesen sein sollen, und angeblich immer noch sind, Alt-Hippie und Yuppie-Schlipsträger, wirkt unglaubwürdig, tut der Qualität des Films jedoch keinen Abbruch!
Anspruchsvoller Polit-Thriller mit Aktualitätsprädikat. Großes Kino! - Kaufen.
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