Russisch Roulette
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Russisch Roulette

Regie: Vilsmaier, Joseph; Darsteller: Böhm, Katharina; Kafitz, Emil; Gailová, Lucia; Knedlik, Milan; Hoenig, Heinz; Roth, Wolf; Hürrig, Hansjürgen; Ninidze, Merab; Marx, Horst-Günter; Knizka, Roman; Ofczarek, Klaus; Osswald, Laura; Musik: Wilden, Gert; Buch: Schneider, Rolf-René; Kamera: Lenthe, Jakob von;
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Russisch Roulette

Eigentlich wollte Katherina ihrem kleinen Sohn bloß zeigen, wo sein Vater begraben ist. Ihr Auftauchen in St. Petersburg hat jedoch eine Seilschaft ehemaliger Geheimdienstmitglieder aufgeschreckt; der kleine Nikolai wird entführt. Der Drahtzieher des Komplotts scheint auch schuld am Tod ihres Mannes zu sein. Weil sich vermeintliche Freunde als Feinde entpuppen, kann Katherina bald niemandem mehr trauen. Ihr einziger Verbündeter ist ein Exilpole, der allerdings stets dann wie aus dem Nichts aufzutauchen pflegt, wenn sie in größter Gefahr schwebt. Die von Joseph Vilsmaier als emotionaler Thriller inszenierte Geschichte funktioniert auf zwei Ebenen, denn zum Mitgefühl mit der Heldin kommt auch die Spannung des Agentenfilms. Ohne dabei allzu politisch zu werden, wirft Rolf René Schneider ein Schlaglicht aufs heutige Russland, in dem Oligarchen die Macht übernommen haben. Die Stadtansichten des nächtlichen St. Petersburg sorgen zudem für prächtige Bilder. Natürlich schwelgt das Werk in Klischees, doch dafür dürfen die Russen, ganz untypisch für Filme der ARD-Tochter-Degeto, russisch reden.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Die deutsche Journalistin Katherina Wagner (Katharina Böhm) reist mit ihrem achtjährigen Sohn Nikolai (Emil Kafitz) nach St. Petersburg. Sie will das Grab ihres Mannes Viktor Kunin besuchen. Dieser war ein investigativer russischer Journalist und kam unter mysteriösen Umständen ums Leben. Die Behörden sprechen von Selbstmord. In der U-Bahn läuft Nikolai voraus und verschwindet spurlos. Katherina ist geschockt. Wie aus dem Nichts taucht der freundliche polnische Schrotthändler Adam Markowski (Heinz Hoenig) auf, um sie bei der Suche nach ihrem Kind zu unterstützen. Seine Motive sind unklar, doch Katherina ist für jede Hilfe dankbar. Die russische Polizei macht ihr keine großen Hoffnungen. Wolfgang Fischer (Wolf Roth), der frühere Chef ihres Mannes, beauftragt seinen kompletten Redaktionsstab mit der Suche nach dem Jungen - ohne Ergebnis. Wurde der kleine Nikolai entführt? Der Schach-Großmeister Boris Sorokin (Klaus Ofczarek), ein Bekannter Viktors, macht eine rätselhafte Bemerkung: Katherina sei in diesem Spiel die "weiße Dame". Weiter kommt er nicht, denn Sorokin wird aus dem Hinterhalt erschossen. Katherina findet heraus, dass ihr Mann sich vor seinem Tod mit den Machenschaften des mächtigen Oligarchen Alexej Romanowitsch (Merab Ninidze) beschäftigte. Steckt Romanowitsch etwa hinter der Entführung? Unterdessen hat sich Fischers EDV-Spezialist Grigori Rubinstein (Horst-Günter Marx) ins Computernetz der St. Petersburger U-Bahn-Überwachung eingehackt. Grigori weiß nun, wer den kleinen Nikolai entführte. Doch ehe er es Katherina mitteilen kann, schwimmt seine Leiche in der eiskalten Newa.


Produktinformation

  • Hersteller: Polar Film
  • EAN: 4028032068511
  • Best.Nr.: 34873461
  • Artikeltyp: Film
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 31.01.2012
  • Sprachen: Deutsch
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Bildformat: 1:1, 77/16:9
  • Gesamtlaufzeit: 180 Min.
Es ist der Alptraum jeder Mutter: in einer fremden Stadt, in einem fremden Land sein Kind zu verlieren. Und das ist bloß der Auftakt zu einer Kette von Ereignissen, in deren Verlauf die Journalistin Katherina Wagner feststellt, dass sie es mit einem übermächtigen Gegner zu tun hat.

Dabei wollte sie doch bloß ihrem kleinen Sohn im winterlichen St. Petersburg zeigen, wo sein Vater begraben ist. Aber schon allein ihr Auftauchen hat zur Folge, dass die Angehörigen einer Organisation, die bislang im Verborgen wirkte, aus der Deckung kommen. Die von Joseph Vilsmaier als emotionaler Thriller inszenierte Geschichte funktioniert auf zwei Ebenen: Einerseits leidet man mit Katherina (Katharina Böhm), die außer sich ist vor Angst, als ihr Junge im Gedränge einer U-Bahn-Station vor ihren Augen in einer abfahrenden U-Bahn entschwindet. Andererseits stellt sie schließlich schockiert fest, dass der kleine Nikolai offenbar entführt worden ist: Versehentlich hat sie eine Seilschaft ehemaliger Geheimdienstmitglieder aufgeschreckt. Zum Mitgefühl kommt nun auch die Spannung des Agentenfilms. Ohne dabei allzu politisch zu werden, wirft Autor Rolf René Schneider ein Schlaglicht aufs heutige Russland, in dem Oligarchen längst die Macht übernommen haben. Entsprechend charismatisch ist der Mann (Merab Ninidze), den Katherina für den Drahtzieher des Komplotts hält.
Auch darin liegt ein Reiz dieser Geschichte: Die Heldin kann bald niemandem mehr trauen. Vermeintliche Freunde entpuppen sich als Feinde, aus Gegnern werden Verbündete. Der einzige, der es gut mir ihr zu meinen scheint, ist der Exilpole Adam (Heinz Hoenig). Ausgerechnet seine vorbehaltlose Hilfsbereitschaft macht ihn allerdings verdächtig, zumal er stets dann wie aus dem Nichts aufzutauchen pflegt, wenn Katherina in größter Gefahr schwebt. Adam ist es auch, der sie über ihre Gegner aufklärt: eine Verbindung ehemaliger KGB- und Stasi-Angehöriger, die sich "Skorpione" nennen und sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verkrochen haben. Sie fürchten, die Journalistin könnte nach dem scheinbaren Selbstmord ihres Mannes, eines Enthüllungsjournalisten, die richtigen Steine hochheben.
Geschickt lässt Vilsmaiers Inszenierung in der Schwebe, wer von Katherinas Kollegen beim deutschsprachigen St. Petersburger Privatsender (Wolf Roth, Hansjürgen Hürrig, Horst-Günter Marx) ein doppeltes Spiel spielt; oder ob nicht doch der freundliche Pole in Wirklichkeit für die Gegenseite arbeitet. Man hätte die Geschichte sicher auch in weniger als 180 Minuten erzählen können, aber andererseits sorgen die vorweihnachtlich prachtvoll illuminierten Stadtansichten des nächtlichen St. Petersburg und einige interessante Handlungsorte immer wieder für prächtige Bilder (Kamera: Jakob von Lenthe). Außerdem hält das Drehbuch diverse überraschende Wendungen bereit, gern auch in Form unerwarteter Todesfälle. Natürlich schwelgt der Film in Klischees, doch dafür dürfen die Russen im Gegensatz zu sonstigen Filmen der ARD-Tochter Degeto russisch reden. tpg.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag