Mars Attacks!
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Mars Attacks!

Darsteller: Nicholson, Jack; Haas, Lukas; Portman, Natalie; Brown, Jim; Sidney, Sylvia; Jones, Tom; Marie, Lisa; Applegate, Christina; Baker, Joe Don; Grier, Pam; Winfield, Paul; Close, Glenn; Black, Jack; Hammond, Brandon; Jones, O-Lan; Rivera, Janice; Ray J; Haley, Brian; Skolimowski, Jerzy; Prulhiere, Timi; Schroeder, Barbet; Bening, Annette; Brosnan, Pierce; DeVito, Danny; Short, Martin; Parker, Sarah Jessica; Fox, Michael J.; Steiger, Rod;
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Mars Attacks!

Eine Armada von grünen Marsmännchen ist an strategisch bedeutenden Plätzen der Erde - etwa Washington und Las Vegas - gelandet. Der US-Präsident und ein versierter Forscher sind fest davon überzeugt, daß die Aliens in friedlicher Absicht gekommen sind und bemühen sich um Kontaktaufnahme. Doch schon bald wird klar, daß die Außerirdischen nur ein Ziel haben: die Menschheit auszulöschen. Als alle Rettungsversuche von Politik, Militär und Wissenschaft scheitern, ist es schließlich ein cleverer Teenager, der die Zivilisation vor dem Untergang bewahrt. Kongeniale Science-fiction-Persiflage, in der Tim "Batman" Burton mit einer hoffnungslos überdrehten Alien-Invasions-Extravaganz zum Angriff auf die US-Popkultur bläst. Sensationelle Tricks aus George Lucas' Effekteschmiede ILM machen diese augenzwinkernde Hommage an die B-Movies der 50er Jahre ebenso zum Erlebnis wie die unglaubliche Starbesetzung, die von Jack Nicholson (in einer Doppelrolle) über Glenn Close und Pierce Brosnan bis hin zu Annette Bening und Danny DeVito reicht. Die subversive Antwort auf Emmerichs "ID4" ist ein futuristischer Anarcho-Trip der Extraklasse und somit heißer Anwärter auf die Nummer Eins der Video-Charts.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

"Wir kommen in Frieden" rufen die abgefahrenen Mars-Männer scheinheilig, um dann im marsianischen Blutrausch das Begrüßungskomitee des Präsidenten samt Weltpresse mit ihren Instant-Grill-Strahlenwaffen einzuäschern. Auf der gesamten Erde bricht ein hysterisches Inferno aus, doch der Widerstand lebt - fragt sich nur, mit welcher Waffe man jemanden bezwingen kann, der Atombomben als Joints wegraucht?

Bonusmaterial

Biografien, Hintergrundinformationen


Produktinformation

  • Hersteller: Warner Home Video
  • EAN: 7321921144806
  • Best.Nr.: 20187070
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 22. April 1998
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch
  • Untertitel: Deutsch, Türkisch, Hebräisch, Finnisch, Portugiesisch, Spanisch, Italienisch, Französisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Niederländisch, Englisch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:2, 35
  • Tonformat: Dolby Surround
  • Gesamtlaufzeit: 102 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 22.02.1997

Die Politik der verbrannten Herde
Interplanetarische Wesen überwältigen in Tim Burtons Film "Mars Attacks!" die Welt

Gute Komödien zeichnen sich dadurch aus, daß man ihre Qualität auch dann würdigen kann, wenn man ihren Humor nicht immer teilt. Ein Krieg der Welten, von dem "Mars Attacks!" erzählt, läßt sich nicht begrenzen, und so ist irgendwann jedes Mittel recht. Leider gilt das in diesem Film nicht nur auf dem militärischen, sondern auch auf dem komödiantischen Sektor. Der Regisseur Tim Burton und sein Team gehen beim Humor nach dem Prinzip des Flächenbombardements vor. Folglich zünden einige Pointen erst gar nicht, andere enden als Rohrkrepierer, viele verfehlen ihr Ziel. Die Komödie schließt in "Mars Attacks!" einen Pakt mit der Klamotte und hat von da an den ärgsten Feind in den eigenen Reihen.

Am Anfang war das Feuer. Zahllose Rinder, deren Rücken in Flammen stehen, donnern in einer der ersten Einstellungen durch die Landschaft. Dies ist ein Bild voller Aberwitz, ein Mysterium, an dem sich die Phantasie des Zuschauers entzünden kann, das ihm aber zugleich vom kommenden Unheil kündet: Die Marsianer betreiben eine Politik …

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Nach seiner Hommage an den schlechtesten Filmemacher aller Zeiten "Ed Wood" bläst Regisseur Tim Burton ("Batman") mit seiner bizarr-überdrehten Alien-Invasions-Extravaganz zum Angriff auf die amerikanische Popkultur. Das Aufeinanderprallen der amerikanischen Bevölkerung ,verkörpert von einer sensationellen Besetzungsriege, mit den von ILMs ausgefeilten Computergraphiken generierten grünen Marsmännchen zollt den Sci-fi-B-Movie-Klassikern der fünziger und sechziger Jahren augenzwinkernden Tribut und parodiert nicht zuletzt ausgiebig "ID4".

Die 1962 erschienen, doch aufgrund ihrer gewalttätigen Darstellungen bald wieder eingezogenen und somit extrem raren Topps-Sammlerkarten unter dem programmatischen Titel "Mars Attacks!" dienten dem Drehbuchautoren Jonathan Gems als irrwitzige Inspiration. Die simple Story verfolgt die Ereignisse nach einer Alienlandung in Washington, Las Vegas und einem Nest in Kansas, deren Tiefgang von Regisseur Burton mit einer Episode von "Love Boat" (US-Pendant zu "Das Traumschiff") verglichen wird. Es ist die ausgesprochen vielfältige Palette an schrillen Charakteren und die faszinierend unflätigen, kompromißlos destruktionsverliebten Außerirdischen, die ein in sich hermetisch abgeriegeltes Ultrakitsch-Universum voller zynisch-spitzer Humorattacken entstehen lassen, was vom Sneak-Preview-Publikum in den USA immer wieder mit euphorischem Szenenapplaus bedacht wurde. Entsprechend cheesy ist auch die obskure Optik der kleinen grünen Marsmännchen, die über grüne Totenkopfgesichter mit inquisitorischen Kulleraugen und aufgeblähter Gehirnmasse auf dürren, kleinen "Beavis & Butt-Head"-artigen Körpern verfügen. Sie geben enervierendes entenähnliches Gequacke von sich und pulversieren mit ihren Ray Guns friedliebende Hippies, New-Age-Spinner, Kongressabgeordnete und Militärangehörige. Die hinterlistigen Hirnies verschaffen sich sogar in Gestalt des kurvenreichen Marsmädchens (Burtons Lebensgefährtin Lisa Marie) Zugang zum weißen Haus. Dort regiert als optimistischer amerikanischer Präsident Jack Nicholson, der zudem einen glamourösen Redneck-Immobilienhai mimt. An seiner Seite echauffiert sich Glenn Close als First Lady, Rod Steiger verkörpert einen Eisenkopf- General der "Dr. Strangelove"-Schule, Pierce Brosnan debattiert als pfeifekauender Professor, Martin Short hat als Pressesekretär Schwierigkeiten, seinen Hormonhaushalt unter Kontrolle zu halten, und Michael J. Fox ist ein Yuppiereporter, der mit seiner Freundin, der ebenso modischen wie hohlköpfigen TV-Journalistin Sarah Jessica Parker, in Konkurrenz steht. In Las Vegas erfreut Danny DeVito als frivoler Casinogast, Annette Bening als spirituelle Spirituosenliebhaberin, Blaxploitation-Star und Schwergewichtsboxer Jim Brown schlägt sich mit den Marsmännchen auf die altmodische Art, und die Loungecore-Legende Tom Jones spielt sich selbst! Der Schlüssel zur Rettung der Erde findet sich jedoch bei einem Teenager (Lukas Haas) und seiner unschuldig-unbedarften Großmutter (Sylvia Sidney) in Kansas.
Wie man es von einem Tim-Burton-Film erwartet, ist das Produktionsdesign (von Wynn Thomas) innovativ und stylisch ausgefallen, und für die atmosphärischen Space-Klänge ist wie gewohnt der Meister makabrer Melodien, Danny Elfman, zuständig. Auch das Budget tummelt sich mit ca. 80 Mio. Dollar in atmosphärischen Höhen. Kein Anlaß für Kopfschmerzen: Die wahnwitzig-gigantomanische Sci-fi-Persiflage, die den Standard für die Armada von Genrestoffen für das Jahr 1997 setzt, sollte sich mühelos in den Orbit der Camp-Kultklassiker katapultieren. ara.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

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