Im Marmorera-Stausee wird eine geheimnisvolle junge Frau (Eva
Dewaele) ohne Identität und Sprache gefunden. Der junge Züricher
Psychiater Simon Cavegn (Anatole Taubman) ahnt bald, dass ihn diese
Patientin nicht nur um den Verstand bringen wird. Denn als sich in
Marmorera bizarre Todesfälle häufen, vermutet Simon Zusammenhänge
zwischen diesen Unfällen und der Unbekannten. Je mehr er sich dem
sorgsam gehüteten Geheimnis des Dorfes am Grund des Stausees
nähert, desto mehr entfremdet er sich von seiner Frau (Mavie
Hörbiger) und seiner Umwelt. "Marmorera" ist eine
Geistergeschichte um das Mysterium der Identität. Der Identität
einer jungen Frau, die ohne Namen und Sprachvermögen aus dem See
auftaucht. Der Identität eines Psychiaters, der die Herkunft der
Frau zu ergründen versucht und dabei allmählich begreift, dass
seine eigenen Wurzeln auf dem Boden dieses geheimnisvollen Sees
liegen. Die spannende Suche nach der Persönlichkeit erzählt
"Marmorera" in mitreißenden Bildern des schon von Werner
Herzog bevorzugten Kameramanns Jörg Schmidt-Reitwein.
In den 50er Jahren musste das Dorf Marmorea einem Stausee weichen. An dessen Ufern entdeckt man nun eine schweigsame junge Frau mit roten Haaren, die nicht sprechen mag und erst einmal in der Psychiatrie von Zürich landet. Dort nimmt sich der junge Seelendoktor Simon ihrer an und ist bald mehr fasziniert von der geheimnisvollen Jungfer, als seiner Ehe und der Karriere gut täte. Zeitgleich kommt es zu einer Serie bizarrer Todesfälle, welche Opfer findet vornehmlich unter jenen, die vom Staudamm ihren Vorteil hatten. Eine Dame aus dem Wasser verdreht einem Wissenschaftler das rationale Haupt und stürzt den armen Mann in ein Abenteuer der jenseitigen Art in diesem stimmungsvollen Gruselfilm aus eidgenössischer Produktion. Eine vergleichsweise biedere Story und partiell ausbaufähige Darstellerleistungen auf der soll-, schöne Bilder, effektvolle Inszenierung und eine traumhafte Atmosphäre auf der haben-Seite - dieser Mystery-Thriller hält mit seinen (TV-)Vorbildern aus Hollywood mit und sollte zuständigen Genrekennern als Tipp empfohlen werden.