Bildformat: 16:9 anamorph codiert
Sprache / Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Ländercode: 2
Prächtig gebaute halbnackte Männer, von Flammen illuminiert, die
einander mit Holzschwertern attackieren: Schon der Auftakt macht
deutlich, dass es in der neuen RTL-Serie "Lasko"
vorzugsweise körperbetont zugeht. Das zweite wesentliche Element
liegt dagegen voll im Trend: Spätestens seit den
Bestseller-Erfolgen der Romane Dan Browns ("Illuminati",
"Das Sakrileg") und ihren Verfilmungen haben vatikanische
Verschwörungsgeschichten Hochkonjunktur. Ähnlich wie beim
"Bibelcode" (ProSieben) sitzen auch diesmal die
Gegenspieler des Helden mitten in Rom.
Vor drei Jahren durfte Lasko schon mal ran, nun geht der
schlagkräftige Mönch also in Serie. Allerdings haben die
Geschichten weitaus mehr zu bieten als bloß die üblichen
Handgreiflichkeiten; ganz abgesehen davon, dass die Kämpfe
vorzüglich gestaltet sind. Schon allein aus diesem Grund ist
Hauptdarsteller Mathis Landwehr (29), der die Choreografie gleich
selbst erledigte, ein Glücksfall. Lasko ist Mitglied eines
kämpferischen Ordens, der sinnigerweise "pugnus dei"
heißt (lateinisch für "Die Faust Gottes"). Vor vielen
Jahrhunderten gegründet, um Pilger zu beschützen, sind die
Ringträger mittlerweile so etwas wie das Sondereinsatzkommando der
katholischen Kirche. Bei seinem ersten Auftrag bekommt es Lasko mit
einem Waffenhändler (Oliver Stritzel) zu tun, an dessen Einnahmen
eine finstere kirchliche Geheimloge mit Namen Ares (so hieß der
griechische Kriegsgott) munter mitverdient. Ebenfalls auf der Spur
des skrupellosen Gangsters ist eine Beamtin des BKA (Simone
Hanselmann), die in Lasko auf Anhieb mehr als bloß einen
Waffenbruder erkennt: Auch sie trägt den Ring des Ordens, hat ihn
allerdings einst vom vor Jahren verschwundenen Vater geerbt.
Vor allem die erste der sieben Folgen ist mit enormem Aufwand
entstanden. Gedreht wurde an verschiedenen internationalen
Schauplätzen, denen Axel Sand (Regie und Kamera) dank eines
reizvollen ästhetischen Konzepts jeweils einen speziellen
"Look" verpasst hat. Höhepunkt der daher auch optisch
imposanten Handlung ist die zwar unfreiwillige, aber ziemlich
spektakuläre Landung eines Passagierflugzeugs auf einer
Landstraße.
Die Geschichte ist ohnehin mehr als eine Aneinanderreihung von
Höhepunkten, profitiert allerdings enorm davon, dass der Auftakt
zur Serie nicht, wie sonst gern üblich, auf neunzig Minuten
gestreckt wurde; daher weist die Handlung eine hohe Dichte auf.
Natürlich bietet das Drehbuch Landwehr Möglichkeiten zuhauf, seine
Kampfkünste vorzuführen, sorgt aber immer wieder auch für
Entspannung, wenn er wieder mal seinen trinkfreudigen Kumpan
Gladius (Stephan Bieker) aus der Klemme holen muss. Dass
schließlich die Action-Szenen von höchstem Niveau sind, garantiert
schon der Name der Produktionsfirma: action concept ("Alarm
für Cobra 11") ist kürzlich zum fünften Mal mit dem
"World Stunt Award" ausgezeichnet worden, dem
"Oscar" der Action-Welt. tpg.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Bonusmaterial
Lasko - Im Auftrag des Vatikans ca. 90 Min. Interviews & Making Of zum Spielfilm ca. 30 Min. Exklusives Interview mit Mathis Landwehr ca. 10 Min.