Harsh Times - Leben am Limit - Bale,Christian/Longoria,Eva
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Christian Bale / Eva Longoria 

Harsh Times - Leben am Limit

Regie: Ayer, David; Darsteller: Bale, Christian; Verafield, Tania; Rodriguez, Freddy; Longoria, Eva; Forman, Chaka; Trull, Tammy; Simmons, J.K.; Monks, Michael; Gugliemi, Noel; Esteban, Samantha; Musik: Revell, Graeme; Kamera: Mason, Steve;
DVD
 
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Harsh Times - Leben am Limit

Nachdem er sich fürs Vaterland im Golfkrieg die Seele ramponierte, würde der privat ziemlich neben der Spur laufende Ex-Elitekrieger Jim Davis gern für die Polizei von Los Angeles weiter töten, doch macht ihm sein unkontrollierter Drogenkonsum einen Strich durch die Karriererechnung. Also bricht er frustriert mit seinem besten Kumpel Mike zu ziellosen Streifzügen auf, bei denen man Frauen vor den Kopf stößt, Aggressionen abreagiert und schließlich dicken Ärger mit Kriminellen riskiert. Christian Bale ("Batman Returns") zieht mal wieder alle Darstellerregister als American Psycho im Selbstzerstörungsmodus in diesem atmosphärisch dichten, sich dramatisch zuspitzenden Großstadtthriller vom diesbezüglich spezialisierten "Dark Blue"- und "Training Day"-Autor David Ayer. Erinnerungen an "Taxi Driver" werden wach, wenn der für die bürgerliche Gesellschaft verlorene Veteran seinen eigenen Kodex konstruiert und auf Abweichungen davon mit dem reagiert, was er gelernt hat. Düstere Mischung aus Krimi und Drama mit kommerziellem Potenzial.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Jim Davis ist ein Ex-Army-Ranger und Golfkriegsveteran, der unehrenhaft aus dem Militärdienst entlassen wurde. Einziger Lichtblick ist seine mexikanische Freundin. Um sie zu heiraten und in die USA bringen zu können, versucht Jim eine Anstellung beim LAPD zu ergattern. In der Zwischenzeit hängt er jedoch mit seinem besten Kumpel Mike rum und lässt es ordentlich krachen. Obwohl Mike von seiner langjährigen Freundin Sylvia bedrängt wird, sich endlich einen Job zu suchen, cruisen die Männer davon unbeeindruckt wieder durch die Straßen von South Central L.A. und schlittern unaufhörlich zurück in ihr altes Leben, dominiert von Drogen, Gewalt und Verbrechen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis die beiden an einem Punkt ankommen, an dem es kein Zurück mehr gibt. Das Leben am Limit kostet seinen Preis und die Vergangenheit holt Jim und Mike ein ...

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Produktinformation

  • Hersteller: Splendid
  • EAN: 4013549872225
  • Best.Nr.: 22824267
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 29.06.2007
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
  • Untertitel: Deutsch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:1, 85/16:9
  • Tonformat: Dolby Surround
  • Kopierschutz: ja
  • Gesamtlaufzeit: 111 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.05.2007

Über den Berg
Pepe Danquart hat Filme über Extremsportler gedreht. Der jüngste heißt "Am Limit" - ein Bereich, in dem er sich selbst gern bewegt

Die Angst kommt nachts: Ein Mann schlummert im blauen Schlafsack draußen in freier Natur. In seinem Kopf tobt ein Traum. Im Traum hängt er in der Wand des El Capitan, im amerikanischen Yosemite-Nationalpark gelegen: tausend Meter senkrechter Fels, glatt wie mit Seife eingeschmiert. Meter für Meter quält sich der Mensch hinauf auf den gnadenlosesten Berg des Klettersports, er keucht, er seufzt, er flucht, und der Zuschauer im Kinosessel schwitzt mit. Dissonante Cello-Klänge künden davon, dass Unheil droht. Karabinerhaken klirren, Seile surren in hohen Frequenzen, und der Wind pfeift dazu. Dann ein Ächzen in der Felswand, der Haken gibt auf, bröselt sich heraus aus der verankerten Klettersicherung, einfach so. Und ein überirdischer Schrei hallt in die Tiefe, die unendliche.

Der Träumer erwacht, schüttelt seine Mähne, als könne er so die Bilder der Panik vertreiben, und steigt aus dem Schlafsack.

Eine Schlüsselszene aus dem Dokumentarfilm "Am Limit". "Der aufregendste Bergfilm …

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kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Pepe Danquart interessiert sich für Sport. Erst drehte er 1999 die Dokumentation "Heimspiel" über einen Berliner Eishockeyclub. 2004 folgte "Höllentour", für den er das Team um Erich Zabel bei der Tour de France begleitete. In diesem Jahr schließlich machte er die Trilogie komplett: "Am Limit" porträtiert die Extremkletterer Thomas und Alexander Huber alias "Huberbuam". Mit der Kamera folgte Danquart den Brüdern bei ihrem Versuch, in zweieinhalb Stunden eine 1 000 Meter hohe Granitwand im amerikanischen Yosemite Nationalpark zu bezwingen. Die Bilder dieser Klettertour sind beeindruckend - und verlangen danach, dass der heimische DVD-Player an einen großen Bildschirm angeschlossen ist: Wir sehen winzige Figuren am Fels, schwingende Sicherungsseile, und immer wieder zeigt Danquart die Gesichter der beiden Kletterer, denen die Qualen ihrer Tour deutlich anzusehen sind. Warum nur kam der Regisseur auf die Idee, diese so intensiven Bilder zu durchbrechen, indem er inszenierend in seine Dokumentation eingreift und zum Beispiel eine alptraumhafte Szene immer und immer wieder zeigt? Zum Glück kann dieser Bruch den Gesamteindruck des Films nicht zerstören. Großartig, wie die Brüder über Eifersucht und Hass reden, über den Sinn ihrer Touren sinnieren und ihren unbedingten Willen zum Rekord schildern. (jul)Features: Interviews, Über die "Huberbuam", Klettern als Extremsport, Trailer

Batman Christian Bale verursacht (und durchläuft) im kompetenten Regiedebüt von "Training Day"-Skripter David Ayer als durchgeknallter Golfkriegsveteran harte Zeiten in den Mean Streets von South Central.

Mit seiner elektrisierenden Performance voll roher Emotionen und roher Gewalt weckt der" Prestige"-Magier Erinnerungen sowohl an Denzel Washingtons Alonso Harris aus "Training Day" als auch dem von Robert De Niro dargestellten "Taxi Driver" Travis Bickle. Gleichermaßen mental und moralisch deformiert ist Bales Figur Jim Davis, ein ehemaliger Army-Ranger. Im (Alb-)Traum-Prolog, bei dem seine traumatischen Kriegserinnerungen zu Tage kommen, wirkt er zunächst verletzlich. Seine zarte Seite zeigt sich auch beim Kontakt mit seiner mexikanischen Freundin Marta (Tammy Trull). Ihr verspricht er die Heirat, damit sie über die Grenze kommen kann. Doch kaum fährt Jim zurück nach Los Angeles, streift er diese weiche Facette seiner Persönlichkeit mit "Dr. Jekyll und Mr. Hyde"-artiger Plötzlichkeit ab.

Ebenso kontrastreich ist nun sein Outfit mit formellem Anzug und Krawatte, als er seinen besten Freund aus Kindheitstagen Mike Alonso (Freddy Rodriguez aus "Six Feet Under") abholt. Mike ist arbeitslos, und seiner Freundin Sylvia ("Desperate Housewife" Eva Longoria) zuliebe begibt er sich mit Jim auf Jobsuche. Dies behaupten sie zumindest, doch mit dem Enthusiasmus zweier Teenager, die Schule schwänzen, wird schon frühmorgens Bier gebechert, werden Zigaretten und Marihuana geklaut und sie legen sich mit einer Gang von Cholos an, denen sie die Knarren wegnehmen. Zu diesem Punkt sind Jims cholerische Unberechenbarkeit und psychopathische Abgebrühtheit mehr als offenkundig. Gleichzeitig spiegelt Regisseur Ayer, der zudem das Drehbuch verfasste, mit einer unverhofften brutalen Gewaltattacke just jene Eigenschaften haarscharf in ihrem Umfeld wider. Überhaupt zeichnet der Regienovize, der als Autor unter anderem für "Dark Blue" die Schattenseiten Los Angeles ausleuchtete, ein exzellentes realtitätsverbundenes Milieuporträt der Gangs, Dealer, Nutten und korrupten Cops. In dieses Schema von Korruption und Verdrehtheit passt der Umstand, dass Jims Bewerbung bei der Homeland Security auf positive Resonanz stößt. Auch Mike findet eine Anstellung, doch die bereits in Bewegung gesetzte Chaosspirale kann erwartungsgemäß nur in einer Tragödie enden.

Das zweistündige Actiondrama bewegt durch die Eindringlichkeit und Intensität der aus dem Leben gegriffenen Situationen und Figuren. Allen voran Bale, der hiermit seinem "American Psycho"-Repertoire beeindruckend beifügt. ara.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

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