Skandalbuchautor Dries staunt nicht schlecht, als eines Tages der
lispelnde Sänger Koen, der halbtaube Gitarrist Ivan und der
linksarmig gelähmte Bassist Jan an die Pforten seines
Seepromenaden-Penthouse klopfen und den Ex-Drummer auffordern,
fortan in ihrer Punk-Kapelle namens Die Feministen zu trommeln. Als
Behindertentruppe mit Promibonus hätte man Chancen, von der Jury
eines kommenden Talentwettbewerbs bevorzugt zu werden. Dries
willigt ein und stürzt sich kopfüber in ein Abenteuer jenseits
aller gesellschaftlichen Tabus. Koen Mortiers schwarzhumorige
Low-Budget-Reise ans Ende der flämischen Unterschicht-Nacht bedingt
ein gesundes Nervenkostüm und belohnt mit einmaligen visuellen,
akustischen und poetischen Eindrücken. Mortier scheut keine
inszenatorischen Gimmicks, lässt Filmteile schon mal rückwärts
laufen, inszeniert niederschmetternde soziale Realität, serviert
verstreute Gewaltausbrüche mit erlesener Brutalität und lässt die
Situationskomik zu keinem Zeitpunkt zu kurz kommen. Wer über
"Mann beißt Hund" lachen konnte, liegt hier
richtig.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Dries (Dries Van Hegen), erfolgreicher Autor und Berufszyniker,
steht vor der ersten Herausforderung seines Lebens: Für drei
abgewrackte Existenzen aus dem tiefsten Sumpf der belgischen
Provinz soll er den Schlagzeuger in einer Punkrock- Band geben.
Fasziniert von Dreck und Elend, willigt Dries ein und wird zum
Mitglied der "Feminists". Fortan ist er immer dabei: im
Proberaum auf dem Bauernhof von Jans (Gunter Lamoot) Eltern, wo die
Mutter den kranken Vater per Zwangsjacke ans Bett fesselt, im
blutigen Apartment von Koen (Norman Baert), der nur Lust empfindet,
wenn er Frauen misshandelt, und in dem verkommenen Loch, in dem
Ivans Frau (Nancy Denijs) auf der Couch vor sich hindämmert und das
schreiende Baby mit Haschisch ruhig stellt. Dries ist ein
Beobachter, der neugierig die Verkommenheit der Welt in sich
hineinsaugt und abends heimkehrt in sein Designerloft, wo ihn seine
hübsche Frau und manchmal auch eine Gespielin erwartet. Wie ein
Gott steigt er immer wieder hinunter in den Sündenpfuhl,
kommentiert, manipuliert, intrigiert ... bis er sich schließlich
selbst als mythischer Erlöser wähnt, der die Welt um ihre Übel
erleichtert.
Bonusmaterial
Making of-Featurette, Musikvideo, Kurzfilme, Trailer, u. v. m.
Skandalbuchautor Dries (Dries Vanhegen) staunt nicht schlecht, als eines Tages der lispelnde Sänger Koen (Norman Baert), der halbtaube Gitarrist Ivan (Sam Louwyck) und der linksarmig gelähmte Bassist Jan (Gunter Lamoot) an die Pforten seines Seepromenaden-Penthouses klopfen und den Ex-Drummer auffordern, fortan in ihrer Punk-Kapelle namens Die Feministen zu trommeln. Denn als Behindertentruppe mit Promibonus hätte man Chancen, von der Jury eines kommenden Talentwettbewerbs bevorzugt zu werden.
Zwar ist Koen ein perverser Frauenschänder, dessen Leben buchstäblich auf dem Kopf steht, und der drogensüchtige Ivan lässt zu Hause Frau und Kind im Dreck verschimmeln, doch weil sich Dries Inspiration vom Loserleben verspricht und gerade nichts Besseres vorhat, sagt er zu.
Von allem etwas
Regisseur Koen Mortier scheut keine inszenatorischen Gimmicks, lässt Filmteile schon mal rückwärts laufen, inszeniert niederschmetternde soziale Realität, serviert verstreute Gewaltausbrüche mit erlesener Brutalität und lässt die Situationskomik zu keinem Zeitpunkt zu kurz kommen.