Engel des Bösen - Die Geschichte eines Staatsfeindes
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Engel des Bösen - Die Geschichte eines Staatsfeindes

Regie: Michele Placido; Mit Fim R. Stuart, Filippo Timi, Moritz Bleibtreu u. a.
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Engel des Bösen - Die Geschichte eines Staatsfeindes

Renato Vallanzasca, 1950 in Mailand geboren, begann seine kriminelle Laufbahn mit neun Jahren, als er einen Zirkustiger aus dem Käfig befreite, der einen Menschen tötete. Auf sein Konto gehen Vergewaltigungen, Entführungen, Überfälle, Gefängnisausbrüche und Morde. "Der schöne René" genannt, genießt Vallanzasca, ähnlich wie Jacques Mesrine, "Public Enemy No. 1" in Frankreich, den Ruhm. Er fährt gern mit einem BMW 520 an die Tatorte. 1979 wird er zu 450 Jahren Haft verurteilt. Nach der Autobiografie von Renato Vallanzasca erzählt Michele Placido eine Chronik der Verbrechensgeschichte Italiens in den Siebzigerjahren. Placido untersuchte bereits mit "Romanzo Criminale" (2006) die Verbrechensgeschichte des Landes und ihre Verbindung mit der Zeitgeschichte. In der Lombardei gedreht, wurde das Gangsterdrama von Polemiken begleitet, die eine Mythologisierung des Verbrechers befürchtet. Der Titelheld wird von Italiens Star Kim Rossi Stuart gespielt, seine junge Ehefrau von Paz Vega ("Julia und der Sex").
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Der Film erzählt die wahre Geschichte des berühmtesten Gangsters Italiens: Renato Vallanzasca (Kim Rossi Stuart). Durch präzise geplante Raubüberfälle, Entführungen und Morde stieg er in den 70er Jahren zum König der Mailänder Unterwelt auf und wurde zum gefürchtetsten Verbrecher des Landes. Durch seinen teuflischen Charme und sein engelsgleiches Gesicht war er besonders bei den Frauen beliebt, spektakuläre Gefängnisausbrüche machten ihn zur Legende.

Regisseur Michele Placido ("Allein gegen die Mafia") zeigt das spannende Leben dieses charismatischen Verbrechers, den Kim Rossi Stuart perfekt verkörpert. Als Co-Star ist Moritz Bleibtreu ("Soul Kitchen") zu sehen.

Bonusmaterial

Entfallene und erweiterte Szenen Audiokommentar mit Regisseur Michele Placido Kinotrailer


Produktinformation

  • Hersteller: Fox
  • EAN: 4010232053237
  • Best.Nr.: 33254724
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 24. Juni 2011
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Italienisch
  • Untertitel: Deutsch, Italienisch, Englisch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:2, 35/16:9
  • Tonformat: Deutsch, DD 5.1 ...
  • Gesamtlaufzeit: 123 Min.
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Das Kino nährt sich gerne von der kriminellen Energie wahrer Gangsterbosse. "Ein Prophet" und das ebenfalls jüngst auf DVD erschienene Epos "Carlos, der Schakal" haben gezeigt, wie sich solche Karrieren differenziert auf die Leinwand bringen lassen. Und Renato Vallanzasca (energisch und viril gespielt von Kim Rossi Stuart), der mit seiner Gang in den 1970er Jahren die Mailänder Unterwelt beherrschte, ist eigentlich der ideale Kinoheld: kaltblütig und sexy, selbstverliebt und mediengeil. Michele Placido setzt ihn entsprechend in Szene. Stolz präsentiert Vallanzasca seinen durch Schusswunden vernarbten Körper, Nacktszenen inklusive. Diese Heldenverehrung des charismatischen Killers auf der Bildebene setzt sich aber auch in der Erzählweise fort. Der Dauerbeschuss aus clipartig inszenierten Überfällen, Morden und Entführungen kennt weder Ruhe noch Distanz. Das ist auf Dauer nicht nur ermüdend, sondern ärgerlich. Ach ja, Moritz Bleibtreu steht aus unerfindlichen Gründen bisweilen auch im Bild. Eine Rolle mag man seinen Auftritt allerdings kaum nennen. (ascho/kab)Extras: Entfallene und erweiterte Szenen, Audiokommentar, Trailerauch als Blu-ray

Geschichte des berüchtigten italienischen Ganoven Renato Vallanzasca und seiner Gang, die in den 1970er Jahren brutal die Unterwelt von Mailand beherrschten.

Frankreich hatte den Gewaltverbrecher Jacques Mesrine als Staatsfeind Nummer Eins, Italien seinen Vallanzasca. Beider Leben wurde verfilmt. 2008 inszenierte Jean-François Richet den zweiteiligen Spielfilm "Public Enemy No. 1 - Mordinstinkt" und "Public Enemy No. 1 - Todestrieb". Michele Placido wagte sich ein Jahr später an den italienischen Gegenpart Renato Vallanzasca. Mögen sich auf dem ersten Blick Parallelen ergeben - beide waren Produkte ihrer Zeit, charismatische Egozentriker und bei Frauen beliebt, beiden gelangen wiederholt spektakuläre Gefängnisausbrüche. Aber Mesrine, ein Einzelgänger mit Ehre, der sein Wort hielt, wurde von der Polizei 1979 hingerichtet und zum Mythos, der eiskalte Killer und Gangsterboss Vallanzasca, genannt "il bene René" (der schöne René) büßt heute noch seine Strafe ab.
Schon als Neunjähriger kam er erstmals mit dem Gesetz in Konflikt, nach einem Heimaufenthalt startete er eine beispiellose Kriminellen-Karriere, verprasste das erbeutete Geld in Clubs und teuren Restaurants. Mit dem berüchtigten Paten Mailands kommt es zu Revierkämpfen, die Stadt leidet unter ihrer Schreckensherrschaft, die Brutalität eskaliert bei Entführungen und Raubüberfällen, bis den gefürchteten Ganoven das Glück verlässt.
Placido war nicht an der 1:1-Umsetzung von Vallanzascas Autobiographie und deren Wahrheitsgehalt interessiert, sondern nähert sich wie ein Insektenforscher der Titelfigur, versucht, in ein kriminelles Gehirn einzudringen und herauszufinden, was so einen Menschen antreibt, warum er der Lust am Bösen frönt und das Gute ablehnt. Dabei hastet er durch das Leben des Verbrechers, für den nicht Moral, aber ein Stück Freundschaft zählt.
Die Unterweltgröße verkörpert Kim Rossi Stuart, der schon in Placidos "Romanzo Criminale" mitspielte, an seiner Seite steht Moritz Bleibtreu als Viertelsizilianer und Mitglied von Vallanzascas grausamer Gang. Neben dem Psychogramm eines Mannes, der skrupellos seine Rivalen aus dem Weg räumte, sind vor allem die Details interessant, Frisuren bis auf die Koteletten, Kleidung und Habitus entsprechen exakt den 1970er Jahren, das Gefühl der "milanaseti", das Ambiente des damaligen Mailands wird auf der Leinwand wieder entdeckt. Bleibt zu hoffen, dass Placidos Werk besser an der Kinokasse reüssiert als Richets Meisterstück. mk.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

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