Dr. Maximilian Bloch arbeitet als Psychotherapeut. Seine Frau
arbeitet als Ärztin in einem Krankenhaus und vermittelt ihm
gelegentlich Patienten. Über einen dieser Fälle geht ihre Ehe in
die Brüche. Durch den kleinen Tommy, ebenfalls einer seiner
Patienten, lernt er Clara kennen, und bald zieht Bloch bei ihr und
Tommy ein. Typisch für Bloch ist, dass er sich ohne Wenn und Aber
in seine "Fälle" verbeißt und seine Umwelt dahinter
zurücktreten muss. Aber er nähert sich immer mit größtem
Einfühlungsvermögen seinen Patienten, und seine Beharrlichkeit
führt letztlich dazu, dass er eine Lösung findet. Nur sein
Privatleben kommt nicht zur Ruhe.
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Ob Traumatisierte, Frustrierte oder Depressive - Bloch schaut
hinter die Fassade der Menschen. Dass er schlechte Manieren und ein
freches Mundwerk hat, macht ihn umso liebenswerter.
Fall 9 - Die Wut
Bloch ist nach Baden Baden zu Clara zurück gekehrt. Was man in
dieser beschaulichen Stadt nicht erwartet, ist auf offener Straße
bestohlen zu werden. Doch Bloch wird Opfer einer sehr jungen,
ziemlich verwahrlost wirkenden Taschendiebin, die ihm den
Geld-beutel aus der Hosentasche klaut. Allerdings kann er sie
festhalten. Als er versucht, herauszufinden, wer sie ist, tischt
sie ihm ein Lügenmärchen auf, in dem der Psychologe nicht nur eine
Ausflucht erkennt, sondern auch den Alptraum einer verlorenen
Seele. Es stellt sich heraus, dass das Mädchen aus sehr gutem Hause
ist und es nicht nötig hat, zu stehlen. Hinter ihrer Aufmachung und
ihrer Kleptomanie verbirgt sich jedoch mehr als pubertärer
Widerspruchsgeist. Bloch entdeckt bei seinem Versuch, dem Mädchen
zu helfen, ein Familiendrama um Herkunft und verschwiegene
Verwandte.
Fall 10 - Der Mann im Smoking
Ein Mann im Smoking steht in der Baden Badener Innenstadt und fragt
die Passanten, wer er ist. Von einer ehemaligen Patientin Blochs
wird er in dessen Praxis gebracht. Bloch erkennt, dass der Mann
sein Gedächtnis verloren hat und weist ihn für weitere
Untersuchungen ins Krankenhaus ein. Dort wird eine assoziative
Fugue diagnostiziert, ein Gedächtnisverlust aufgrund eines Traumas.
Die Behandlungsmethoden im Krankenhaus behagen Bloch jedoch wenig
und er nimmt den Patienten, der mittlerweile unter dem Namen Albert
Unbekannt geführt wird, zu sich nach Hause. Dort versucht er, die
Erinnerung Alberts an sein Ich wieder zu wecken, muss aber
feststellen, dass Albert sich gegen diese Erinnerung sperrt. Zwar
will er wissen, wer er ist, gleichzeitig fürchtet er sich jedoch
vor dem Schrecklichen, das er evtl. erlebt oder getan hat. Als
Bloch der Vergangenheit von Albert näher kommt, zeigt sich, dass
tatsächlich etwas Schreckliches passiert ist. Alberts Erinnerung
taucht langsam wieder auf und er muss sich ihr mit Blochs Hilfe
stellen.
Die 1978 geborene Schauspielerin Katharina Wackernagel stand schon in ihrer Kindheit auf der Bühne. Ab 1997 begeisterte sie die Zuschauer zwei Jahre lang als Tanja in der gleichnamigen TV-Serie, wofür sie den Goldenen Löwen als Beste Seriendarstellerin erhielt. Seither spielte sie in zahlreichen Fernsehproduktionen mit, u. a. in "Das Wunder von Lengede" (2003), "Contergan" (2007), "Mein Mörder kommt zurück" (2007) und "Donna Leon. Wie durch ein dunkles Glas" (2007), wobei sie hier häufig Hauptrollen übernahm. Außerdem war sie in den Kinofilmen "Das Wunder von Bern" (2002), "Die Boxerin" (2005) und in "Der Baader-Meinhof-Komplex" (2008) zu sehen. Für ihre schauspielerische Leistung erhielt sie u. a. den Bambi Sonderpreis 2007 sowie den Fipa d or 2008.