Nibelungenmord / Kommissar Jan Seidel Bd.1 - Merchant, Judith

Judith Merchant 

Nibelungenmord / Kommissar Jan Seidel Bd.1

Kriminalroman

Broschiertes Buch
 
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Nibelungenmord / Kommissar Jan Seidel Bd.1

In einer der sagenumwobenen Höhlen des Siebengebirges, wo Siegfried einst den Drachen tötete, wird eine Frauenleiche gefunden. Noch am selben Tag wird in Königswinter die Ehefrau des Notars vermisst. Hat die Geliebte des Notars, die exzentrische Künstlerin Romina, ihre Widersacherin kaltblütig aus dem Weg geräumt? Als sich Kriminalhauptkommissar Jan Seidel die Bilder der Künst-lerin anschaut, sieht er das Mordmotiv förmlich vor sich: Verzerrte Frauenfratzen kämpfen um einen strahlenden Helden. Aber nicht nur Jan Seidel, sondern auch seine eigenwillige Großmutter Edith erkennt, dass die Lösung des Falles weitaus komplizierter ist ...


Produktinformation

  • Verlag: Droemer/Knaur
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 384 S. 190 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 125mm x 29mm
  • Gewicht: 377g
  • ISBN-13: 9783426508633
  • ISBN-10: 342650863X
  • Best.Nr.: 32393632
"Judith Merchant erhielt für ihre Kurzgeschichte 'Monopoly' den Friedrich-Glauser-Preis und beweist auch mit ihrem Langstreckendebüt erzählerisches Talent. Ein halbes Dutzend Handlungsstränge sorgen für Kurzweil und ein angemessenes Maß an Desorientierung beim Leser, der sich oft mit den Ermittelnden auf Augenhöhe befindet. Merchant legt falsche Spuren, und das gelingt ihr zuverlässig, ohne dass sich der Leser auf den Arm genommen fühlen muss. Ihr Figurenkanon ist vielfältig, greifbar, aber nicht abgegriffen. Der Text liest sich von Anfang an spannend, die Figuren handeln schlüssig und nachvollziehbar."

Bücher, 01.06.2011 "Kein Durchschnitt, sondern ein Roman-Debüt mit Star-Qualität. Und diesmal schrieb den Knaller keiner der bekannten Autoren-Größen aus England oder USA. Er stammt aus der Feder der noch völlig unbekannten Schriftstellerin Judith Merchant. Aber das wird sich jetzt sicher schnell ändern..."

Berliner Kurier, 30.05.2011 "Ein clever ausgetüftelter Königswinter_krimi mit vielen Wendungen und wunderbar lebensnah gezeichneten Personen.[...] Ein bemerkenswertes Debüt."

WDR 5 - Die telefonische Mord(s)beratung, 25.06.2011

"Judith Merchant erhielt für ihre Kurzgeschichte 'Monopoly' den Friedrich-Glauser-Preis und beweist auch mit ihrem Langstreckendebüt erzählerisches Talent. Ein halbes Dutzend Handlungsstränge sorgen für Kurzweil und ein angemessenes Maß an Desorientierung beim Leser, der sich oft mit den Ermittelnden auf Augenhöhe befindet. Merchant legt falsche Spuren, und das gelingt ihr zuverlässig, ohne dass sich der Leser auf den Arm genommen fühlen muss. Ihr Figurenkanon ist vielfältig, greifbar, aber nicht abgegriffen. Der Text liest sich von Anfang an spannend, die Figuren handeln schlüssig und nachvollziehbar." Bücher, 01.06.2011
Judith Merchant, geb. 1976, Germanistin und Dozentin für Literatur, lebt mit ihrer Familie in Königswinter am Rhein. 2009 wurde ihre Kurzgeschichte "Monopoly" mit den Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet, 2011 erhielt sie den renommierten Preis erneut für ihre Geschichte "Annette schreibt eine Ballade". Loreley singt nicht mehr ist nach ihrem Romandebüt Nibelungenmord der zweite Kriminalroman um Jan Seidel und seine Großmutter Edith, die deutsche Miss Marple.

Kundenbewertungen zu "Nibelungenmord / Kommissar Jan Seidel Bd.1"

4 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.8 von 5 Sterne bei 4 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von Melanie T. aus Vettweiß am 04.01.2013 ***** sehr gut
Hier steht nicht so sehr der Fall im Vordergrund, sondern die Region Königswinter und deren eigene Miss Marple - Edith Herzberger. Sehr gemütlicher Krimi mit viel Hintergrundinfo und netten Protagonisten. Freue mich auf mehr.

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Bewertung von Blackfairy71 aus Haltern am See am 21.09.2012 ***** sehr gut
Ich war schon einmal in Königswinter und ich meine, auch auf dem Drachenfels. Das ist aber schon fast 20 Jahre her, daher kann ich mich nicht mehr so richtig daran erinnern. Aber das war auch ein Grund, warum ich dieses Buch gerne lesen wollte. Und ich finde, gerade Krimis aus Deutschland sollten eine Chance bekommen, denn sie müssen sich vor der Konkurrenz aus Amerika, England oder Skandinavien nicht verstecken.
Judith Merchant kennt sich aus in Königswinter, das merkt man an ihren Beschreibungen und Ortskenntnis gefällt mir immer sehr gut an Büchern.
"Nibelungenmord" ist ein solider, gut konstruierter Krimi mit geschickt verzweigten Handlungssträngen, die den Leser oft in die Irre führen und wenn man denkt, man ist vielleicht auf der richtigen Spur, dann taucht wieder eine Wendung auf. Eine Story zum Miträtseln á la Agatha Christie.
Es gibt zwar keine große Action mit wilden Verfolgungsjagden oder ähnlichem, aber trotzdem gelingt es der Autorin, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten.
Edith, die Großmutter des Kommissars Jan Seidel, mochte ich gleich, denn sie erinnert natürlich an Miss Marple. Geistig noch total fit, weigert sie sich standhaft in ein Altersheim zu ziehen und nimmt ihren Enkel vorübergehend bei sich auf, der nach einer geplatzten Hochzeit auf die Renovierung seiner Wohnung wartet.
Mit Jan selbst konnte ich zunächst nicht so recht warm werden und man erfährt auch erst ziemlich zum Ende des Buches den Grund für die kurzfristige Trennung von seiner Verlobten. Die mir auch nicht sehr sympathisch war, ebenso wie Jans Kollegin Elena. Was vielleicht auch mit ihrem des Öfteren erwähnten "Pferdehaar" zu tun hatte. *g* Und ihrer doch sehr zynischen Meinung über Männer.

Also wer gute Krimikost aus deutschen Landen mag, dem kann ich "Nibelungenmord" empfehlen. Und das nächste Buch "Loreley singt nicht mehr" werde ich auch lesen, auf jeden Fall.

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Bewertung von tassieteufel am 06.07.2012 ***** gut
In einer der sagenumwobenen Höhlen des Siebengebirges wird eine Frauenleiche gefunden, die zunächst nicht identifiziert werden kann. Da liegt zunächst die Vermutung nahe, das die vermißte Frau eines Notars aus dem nahen Ort Königswinter das Opfer sein könnte. Doch dieser Verdacht zerschlägt sich, als der Ehemann der Verschwundenen die Tote identifizieren soll. Dabei scheint der Notar selbst ein wenig undurchsichtig, schon seit Jahren hat er ein Liebesverhältnis zu der exentrischen Künstlerin Romina Schlehenck, die widerrum die Siegfriedlegende auf sehr eigenwillige Weise in ihren Bildern interpretiert.
Die Polizei tappt zunächst im Dunkeln und so beginnt die Oma von Hauptkommissar Jan Seidel auf eigene Faust zu ermitteln.

Wieder einmal ein Buch, das einen recht zwiespältigen Eindruck bei mir hinterlassen hat und das lag nicht am eigentlichen Krimifall, den fand ich sogar ganz gelungen! Aber die beiden ermittelnden Kommissare Jan Seidel und Elena Vogt blieben für mich blass und farblos. Mit beiden konnte ich überhaupt nicht warm werden und besonders Seidel erschien mir recht "popelig" für einen Kriminalhauptkommissar. Seine seltsamen Probleme mit seiner Ex-Verlobten und den daraus resultierenden Sex-Phantasien waren für mich überhaupt nicht nachvollziehbar, ebenso sein lottriger Umgang mit der Dienstwaffe, so schludrig wird wohl kaum ein Polizist sein. Rätselhaft war mir auch, warum er gegenüber seinen Kollegen nicht mal erwähnt, das seine Oma im Krankenhaus ist und sich dann immer heimlich wegstiehlt um sie zu besuchen.
Oma Edith Herzberger ist da schon ein ganz anderes Kaliber! Als bekennender Miss Marple Fan hat die Autorin hier eine liebenswert-schrullige Figur geschaffen, die mit ihren Alltagssorgen sogar mehr als realistisch wirkt. Wie sie diese unmögliche Außendienstmitarbeiterin des Altenheims in die Flucht geschlagen hat, war schon eine Klasse für sich!
Die Charakterisierung der anderen Figuren ist der Autorin aber dann doch erstaunlich gut gelungen. Margit Sippmeyer, die betrogene Ehefrau mit psychischen Problemen, deren Gatte Michael ein Schönling und Frauentyp, dann der gemeinsame Sohn Sven der diverse Drogenproblemen hat und von der seltsamen Situation daheim völlig überfordert ist, ebenso wie die ziemlich exzentrische Malerin Romina Schlehenck. Von daher verwundert es schon, das die beiden Ermittler derart eindimensional und farblos bleiben.
Der Krimifall an sich ist aber gut konstruiert, atemlose Spannung darf man hier zwar nicht erwarten, es geht eher beschaulich zu, das Verhältnis der einzelnen Personen zueinander steht mehr im Vordergrund als der Krimifall, aber durch den flüssigen Schreibstil und die wechselnde Sichtweise der verschiedenen beteiligten Personen läßt sich das Buch flott lesen und man bekommt einen guten Einblick in das Seelenleben der Figuren. Gelungen fand ich auch die Verknüpfung des Krimifalles mit dem Nibelungenlied. Die Übertragung von Siegfried, Krimhild und Brünhild auf die Figuren im Roman ist der Autorin gut gelungen. Leider stören die Kapitel mit den seltsamen Anwandlungen Kommissar Seidels aber doch den Lesefluß und trübt am Ende den Gesamteindruck.


FaziT: Der Krimifall ist gar nicht so schlecht, aber mit den Ermittlern konnte ich einfach nicht warm werden, sehr seltsame Figuren, deren merkwürdige Charaktereigenschaften bei mir recht häufig Kopfschütteln erzeugten und so das Lesevergnügen deutlich trübten. Einzig Oma Edith konnte da überzeugen!

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Bewertung von Silke Schröder, hallo-buch.de aus Hannover am 10.05.2011 ***** sehr gut
So viel Aufregung im beschaulichen Köngswinter! Judith Merchant lässt ihren Krimi “Nibelungenmord“ nicht im Trubel einer Großstadt spielen, sie schaut lieber auf die Abgründe, die sich unvermutet in der Provinz zwischen Rhein und Siebengebirge auftun. Hier geht es um Mord, Tratsch und Klatsch in der Kleinstadt, ums Fremdgehen, um Eifersucht und um falsch verstandene Liebe. Dabei greift sie immer wieder auf die Motive der zwischenmenschlichen Verwicklungen in der altehrwürdigen Nibelungensage zurück, die sich als erstaunlich zeitlos erweisen. Und mittendrin platziert sie eine rüstige Rentnerin, die ihrem Enkel in pfiffiger Miss Marple-Manier auf die Sprünge hilft. Beschaulich wie seine Umgebung, verläuft der Fall streckenweise recht gemächlich, und auch Jan’s private Probleme nehmen viel Raum ein. Kurz und gut: Merchants „Nibelungenmord“ ist ein solider, leicht erzählter Krimi für sommerliche Nachmittage.

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