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Die atemberaubende Vision vom Zerfall einer Gesellschaft Durch den kaltblütigen Mord an seiner Ehefrau und dem ungeborenen Kind gerät der neu gewählte amerikanische Präsident Bruce Jansen völlig aus dem Gleichgewicht. Er erlässt das ›Washington Dekret‹ - eine politische Entscheidung, die schwerwiegende Folgen nach sich zieht für die gesamte amerikanische Bevölkerung. Amerika im Ausnahmezustand ...Doggie Rogers, Mitarbeiterin im Stab des Präsidenten, steht nach dem Attentat unter Schock - nicht zuletzt, weil ihr eigener Vater nun des Mordes angeklagt wird. Auf der Suche nach der Wahrheit…mehr

Produktbeschreibung
Die atemberaubende Vision vom Zerfall einer Gesellschaft Durch den kaltblütigen Mord an seiner Ehefrau und dem ungeborenen Kind gerät der neu gewählte amerikanische Präsident Bruce Jansen völlig aus dem Gleichgewicht. Er erlässt das ›Washington Dekret‹ - eine politische Entscheidung, die schwerwiegende Folgen nach sich zieht für die gesamte amerikanische Bevölkerung. Amerika im Ausnahmezustand ...Doggie Rogers, Mitarbeiterin im Stab des Präsidenten, steht nach dem Attentat unter Schock - nicht zuletzt, weil ihr eigener Vater nun des Mordes angeklagt wird. Auf der Suche nach der Wahrheit wird Doggie zur meistgesuchten Frau der USA. Mit Hilfe von Freunden versucht sie das Komplott aufzudecken. Alles ruht nun auf ihren Schultern ...
  • Produktdetails
  • dtv Unterhaltung
  • Verlag: Dtv
  • Seitenzahl: 656
  • 2013
  • Ausstattung/Bilder: 2013. 656 S. 210 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 135mm x 48mm
  • Gewicht: 756g
  • ISBN-13: 9783423280051
  • ISBN-10: 3423280050
  • Best.Nr.: 35649337
Autorenporträt
Jussi Adler-Olsen veröffentlicht seit 1997 Romane, seit 2007 die erfolgreiche Serie um Carl Mørck vom Sonderdezernat Q. Mit den Thrillern ›Erbarmen‹, ›Schändung‹, ›Erlösung‹, ›Verachtung‹, 'Erwartung' und 'Verheißung' sowie mit seinen Romanen ›Das Alphabethaus‹ und ›Das Washington Dekret‹ stürmt er die internationalen Bestsellerlisten. Seine vielfach preisgekrönten Bücher erscheinen in über 40 Ländern und werden mehrfach verfilmt.
Jussi Adler-Olsen
Rezensionen
»Jussi Adler-Olsen, der meistgelesene Krimi-Autor Deutschlands und Österreichs, bewegt sich mühelos in fremden Revieren.« Peter Pisa, Kurier 24.01.2013

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Den hanebüchenen Plot, den sich der dänische Bestseller-Autor Jussi Adler-Olsen hier zurechtgesponnen hat, umreißt Rezensent Jörg Häntzschel so: Ein amerikanischer Präsident dreht durch und errichtet ein kryptofaschistisches Regime, gegen das sich noch faschistischere Milizen formieren. Bemerkenswert findet Häntzschel zwei Dinge: Dass jemand so zäh und mit solche "glanzloser Prosa" von sich überschlagenden Ereignissen erzählen kann. Und dass ein auf dem linken Ticket reisender Autor einen Unsinn fabriziert, der dem Gedankengut der Tea Party bedenklich nahesteht.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 08.04.2013
DIE KRIMI-KOLUMNE
Unrecht und
Unordnung
Jussi Adler-Olsen exekutiert
„Das Washington-Dekret“
Bruce Jansen hat alles, was ein amerikanischer Präsidentschaftskandidat braucht: Er ist steinreich, sieht gut aus und ist mit einer hübschen, klugen Frau verheiratet. Wie erwartet, triumphiert er haushoch über seinen republikanischen Konkurrenten. Dennoch endet der Wahlabend in einer Tragödie. Ein Unbekannter eröffnet bei der Siegesfeier in einem Luxushotel das Feuer und tötet Jansens Frau. Es ist bereits die zweite Lebensgefährtin, die er verliert. 16 Jahre zuvor kam seine erste Ehefrau bei einem mysteriösen Messerattentat in China ums Leben.
  Für Jansen ist dieser zweite Mord einer zu viel. Kaum ist er ins Weiße Haus eingezogen, macht er sich daran, in seinem vermeintlich in Gewalt und Frivolität untergehenden Land aufzuräumen. Nach wenigen Wochen ist es kaum mehr wiederzukennen. Mit einer Serie von „executive orders“, die Teil seines Programms „Für eine sichere Zukunft“ sind, entwaffnet er die Bürger, entmachtet den Kongress, schafft die Pressefreiheit ab, lässt Todeskandidaten im Schnellverfahren hinrichten und das Militär auf die eigene Bevölkerung schießen. Fast alle seiner Minister und Stabschefs machen trotz leiser Bedenken mit.
  Jussi Adler-Olsen, der irrwitzig erfolgreiche dänische Autor der Carl-Mørck-Krimis, versucht sich hier – mit offensichtlich großem Vergnügen – an einer hitzigen Breitwand-Verschwörung Hollywoodscher Machart. Nur sind es keine Aliens, die Amerika unterjochen, sondern eine paranoide Führungsclique.
  Mit perverser Befriedigung sehen Jansen und seine Getreuen zu, wie die Dynamik, die sie in Gang gesetzt haben, immer radikalere Maßnahmen rechtfertigt. Überall im Land formieren sich Milizen gegen Jansens Staatsstreich. Attentate auf den Justizminister und den Vorsitzenden des Supreme Court und ein Bombenanschlag auf das Hauptquartier der Demokraten heizen die Lage zusätzlich auf; und zu alldem schlägt in New York täglich der „Dachmörder“ zu, ein Scharfschütze, der aus sicherer Position heraus wahllos Passanten abknallt.
  Doch obwohl sich die Ereignisse überschlagen, wird die Lektüre zäh und zäher. Es liegt nicht nur an der schieren Länge – 650 glanzlos geschriebene Seiten – sondern vor allem am Mangel an authentischem Kolorit, an den Widersprüchen und Ungereimtheiten, kurz, an der Unglaubwürdigkeit dieser Verschwörungsklamotte. In den USA sinken die Verbrechensquoten Jahr für Jahr auf neue Tiefststände; Presse, Parteien, Institutionen würden sich kaum widerstandslos entmachten lassen; und ein Präsident, der offensichtlich den Verstand verloren hat, würde zügig beiseitegeräumt.
  2006, als das Buch im Original erschien, mag sich das noch anders gelesen haben. George W. Bush, auf dubiose Weise an die Macht gekommen, war zum zweiten Mal gewählt worden, der „Krieg gegen den Terror“ war in vollem Gange, und viele, auch sehr besonnene Menschen fürchteten mit guten Gründen, er und die Republikaner würden die Macht nicht mehr abgeben. Ein neuerlicher Terroranschlag, ein Attentat könnten den willkommenen Vorwand liefern, um ein kryptofaschistisches Regime zu installieren, wie es hier beschrieben wird.
  Doch inzwischen ist Bush kleinlaut von der Bühne abgetreten, abgelöst von einem liberalen Nachfolger. Die Macht des Präsidenten ist seit 9/11 gewachsen, unbegrenzt ist sie beileibe nicht.
  Hinzu kommt noch etwas anderes: Adler-Olsen, der vor seiner Karriere als Bestsellerautor unter anderem als Koordinator der dänischen Friedensbewegung arbeitete, schreibt hier als besorgter Europäer. Seine dystopische Vision eines amerikanischen Law-and-Order-Regimes ähnelt aber in vielem den hysterischen Ängsten des amerikanischen rechten Rands der Ayn-Rand-Leser, Tea-Party-Aktivisten und Waffennarren, mit denen er vermutlich nichts zu tun haben will. All das bleibt unausgesprochen. Für das bloße Vergnügen, einmal im amerikanischen Thrillergenre Urlaub zu machen, wäre er mit einem etwas bescheideneren Sujet besser bedient gewesen.
JÖRG HÄNTZSCHEL
  
Jussi Adler-Olsen: Das Washington-Dekret. Aus dem Dänischen von Hannes Thiess und Marieke Heimburger. dtv, München 2013. 656 Seiten, 19,90 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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"Er versteht es, Bücher zu schreiben, die man nicht mehr aus der Hand legen kann, wenn man ein Mal begonnen hat, sie zu lesen."
Bastian Wünsch, NDR 2, Buchtipp 27.01.2013
»Er versteht es, Bücher zu schreiben, die man nicht mehr aus der Hand legen kann, wenn man ein Mal begonnen hat, sie zu lesen.«Bastian Wünsch, NDR 2, Buchtipp 27.01.2013
DIE KRIMI-KOLUMNE

Unrecht und
Unordnung

Jussi Adler-Olsen exekutiert
„Das Washington-Dekret“

Bruce Jansen hat alles, was ein amerikanischer Präsidentschaftskandidat braucht: Er ist steinreich, sieht gut aus und ist mit einer hübschen, klugen Frau verheiratet. Wie erwartet, triumphiert er haushoch über seinen republikanischen Konkurrenten. Dennoch endet der Wahlabend in einer Tragödie. Ein Unbekannter eröffnet bei der Siegesfeier in einem Luxushotel das Feuer und tötet Jansens Frau. Es ist bereits die zweite Lebensgefährtin, die er verliert. 16 Jahre zuvor kam seine erste Ehefrau bei einem mysteriösen Messerattentat in China ums Leben.

  Für Jansen ist dieser zweite Mord einer zu viel. Kaum ist er ins Weiße Haus eingezogen, macht er sich daran, in seinem vermeintlich in Gewalt und Frivolität untergehenden Land aufzuräumen. Nach wenigen Wochen ist es kaum mehr wiederzukennen. Mit einer Serie von „executive orders“, die Teil seines Programms „Für eine sichere Zukunft“ sind, entwaffnet er die Bürger, entmachtet den Kongress, schafft die Pressefreiheit ab, lässt Todeskandidaten im Schnellverfahren hinrichten und das Militär auf die eigene Bevölkerung schießen. Fast alle seiner Minister und Stabschefs machen trotz leiser Bedenken mit.

  Jussi Adler-Olsen, der irrwitzig erfolgreiche dänische Autor der Carl-Mørck-Krimis, versucht sich hier – mit offensichtlich großem Vergnügen – an einer hitzigen Breitwand-Verschwörung Hollywoodscher Machart. Nur sind es keine Aliens, die Amerika unterjochen, sondern eine paranoide Führungsclique.

  Mit perverser Befriedigung sehen Jansen und seine Getreuen zu, wie die Dynamik, die sie in Gang gesetzt haben, immer radikalere Maßnahmen rechtfertigt. Überall im Land formieren sich Milizen gegen Jansens Staatsstreich. Attentate auf den Justizminister und den Vorsitzenden des Supreme Court und ein Bombenanschlag auf das Hauptquartier der Demokraten heizen die Lage zusätzlich auf; und zu alldem schlägt in New York täglich der „Dachmörder“ zu, ein Scharfschütze, der aus sicherer Position heraus wahllos Passanten abknallt.

  Doch obwohl sich die Ereignisse überschlagen, wird die Lektüre zäh und zäher. Es liegt nicht nur an der schieren Länge – 650 glanzlos geschriebene Seiten – sondern vor allem am Mangel an authentischem Kolorit, an den Widersprüchen und Ungereimtheiten, kurz, an der Unglaubwürdigkeit dieser Verschwörungsklamotte. In den USA sinken die Verbrechensquoten Jahr für Jahr auf neue Tiefststände; Presse, Parteien, Institutionen würden sich kaum widerstandslos entmachten lassen; und ein Präsident, der offensichtlich den Verstand verloren hat, würde zügig beiseitegeräumt.

  2006, als das Buch im Original erschien, mag sich das noch anders gelesen haben. George W. Bush, auf dubiose Weise an die Macht gekommen, war zum zweiten Mal gewählt worden, der „Krieg gegen den Terror“ war in vollem Gange, und viele, auch sehr besonnene Menschen fürchteten mit guten Gründen, er und die Republikaner würden die Macht nicht mehr abgeben. Ein neuerlicher Terroranschlag, ein Attentat könnten den willkommenen Vorwand liefern, um ein kryptofaschistisches Regime zu installieren, wie es hier beschrieben wird.

  Doch inzwischen ist Bush kleinlaut von der Bühne abgetreten, abgelöst von einem liberalen Nachfolger. Die Macht des Präsidenten ist seit 9/11 gewachsen, unbegrenzt ist sie beileibe nicht.

  Hinzu kommt noch etwas anderes: Adler-Olsen, der vor seiner Karriere als Bestsellerautor unter anderem als Koordinator der dänischen Friedensbewegung arbeitete, schreibt hier als besorgter Europäer. Seine dystopische Vision eines amerikanischen Law-and-Order-Regimes ähnelt aber in vielem den hysterischen Ängsten des amerikanischen rechten Rands der Ayn-Rand-Leser, Tea-Party-Aktivisten und Waffennarren, mit denen er vermutlich nichts zu tun haben will. All das bleibt unausgesprochen. Für das bloße Vergnügen, einmal im amerikanischen Thrillergenre Urlaub zu machen, wäre er mit einem etwas bescheideneren Sujet besser bedient gewesen.

JÖRG HÄNTZSCHEL
  

Jussi Adler-Olsen: Das Washington-Dekret. Aus dem Dänischen von Hannes Thiess und Marieke Heimburger. dtv, München 2013. 656 Seiten, 19,90 Euro.

DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de

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