Das Regenmädchen - Kreslehner, Gabi
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Das Regenmädchen

Kriminalroman

Gabi Kreslehner 

Gebundenes Buch
 
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Das Regenmädchen

Eine regennasse Fahrbahn. Einzelne Autos, die vorbeirauschen. Ein grauer Morgen. Als Kommissarin Franza Oberwieser an den Tatort kommt, trifft sie der Anblick der Toten wie ein Schlag. Ein schönes junges Mädchen in einem glitzernden Ballkleid liegt verrenkt am Straßenrand. Franza beginnt Fragen zu stellen und begegnet nur Menschen, die etwas zu verbergen haben. Dunkle Seiten, Abgründe, Lügen. Die Tote kannte sie alle. Musste sie deshalb sterben?


Produktinformation

  • Verlag: Ullstein Hc
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 295 S.
  • Seitenzahl: 295
  • Franza Oberwieser Bd.1
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 136mm x 28mm
  • Gewicht: 445g
  • ISBN-13: 9783550088605
  • ISBN-10: 3550088604
  • Best.Nr.: 31806549
Gabi Kreslehner, geb.1965, lebt mit ihrer Familie in Ottensheim/Österreich. Sie ist Diplompädagogin und schreibt für Jugendliche und Erwachsene.

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Kundenbewertungen zu "Das Regenmädchen" von "Gabi Kreslehner"

41 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.1 von 5 Sterne bei 41 Bewertungen   sehr gut)
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Bewertung von Astrid am 25.01.2015   schlecht
Der erste Franza-Oberwieser- Roman „Das Regenmädchen“ von Gabi Kreslehner handelt von dem tragischen Mord an der jungen Marie, die eines Morgens im Ballkleid am Rand einer Autobahn auftaucht, um schließlich von einem herannahenden Auto erfasst zu werden. Was zunächst als Unfall erscheint, erweist sich schnell als Mord und führt die ermittelnden Kripobeamten Franza Oberwieser und Felix Herz zu einem Geflecht aus Lügen, Missbrauch und Prostitution.

Dieses Buch zeigt, dass man sich beim Buchkauf nicht zu sehr von einem Buchcover beeinflussen lassen sollte. Denn obwohl das Cover dieses Romans sehr ansprechend gestaltet ist und auch der Klappentext mein Interesse geweckt hat, konnte mich dieser Krimi nicht überzeugen.
Leider kann ich nicht viel Positives über diesen Roman schreiben, da ich mehr von diesem erwartet hätte. Dabei hat mich vor allem der Erzählstil in diesem Romans sehr gestört. Dieser hat mir überhaupt nicht gefallen, wobei es mir schwer fällt, diesen zu beschreiben. Als poetisch wird er in einigen Rezensionen dieses Krimis bezeichnet, dem kann ich nur bedingt zustimmen. Es scheint als könnte die Autorin sich selbst nicht entscheiden, eine zum Teil etwas schräge und/oder vulgäre Ausdrucksweise ist die Folge.
Meiner Meinung nach nimmt außerdem das Privatleben der Kommissarin Franza Oberwieser einen zu großen Teil in diesem Roman ein, was mir diese Person nicht sympathischer macht. Weshalb zusätzlich ihr Sohn in die Handlung verwickelt werde musste, ist mir schleierhaft.
Letztlich war ich froh, dass dieses Buch mit 300 Seiten verhältnismäßig dünn ist, andernfalls hätte ich es möglicherweise nicht bis zu Ende gelesen. Merkwürdigerweise war in diesem Roman dennoch Platz für eine schwer nachvollziehbare Nebenhandlung um den Fahrer des Wagens, der Marie anfangs angefahren hatte. Alle Personen in diesem Roman wirken klischeehaft und wenig glaubwürdig, weshalb dem Leser der Mörder bereits sehr früh offenbart wird.
Auch muss ich sagen, dass mir dieser Roman nicht lange im Gedächtnis geblieben ist, denn jetzt nur einen Monat nach der Lektüre dieses Krimis fällt es mir bereits schwer, mich an einige Passagen zu erinnern. Zum Glück habe ich mir dieses Buch nur als preisreduziertes Mängelexemplar gekauft, andernfalls wäre ich jetzt womöglich enttäuschter. Es wäre zudem sinnvoll gewesen, vor dem Kauf dieses Krimis die Leseprobe zu lesen, da diese bereits einen guten Eindruck von dem Erzählstil dieses Romans vermittelt.

Abschließend kann ich sagen, dass sich jeder selbst ein Bild von diesem Roman machen sollte, vor allem da die Meinungen über Gabi Kreslehner Schreibstil doch sehr auseinanderzugehen scheinen. Ich denke jedoch nicht, dass ich in Zukunft weitere Franza-Oberwieser-Krimis lesen werde.

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Bewertung von buchina aus Mainz am 13.01.2015   sehr gut
Wie in den meisten Krimis, beginnt auch dieser mit einer Leiche. Eine junge Frau wird auf der A9 angefahren. Auch wenn es erst wie ein Unfall aussieht, zeigen Blutspuren auf einem nahe gelegenen Parkplatz, dass der Fall doch komplizierter ist. Aus diesem Grund wird auch Kommissarin Franza Oberwieser und ihr Kollege Felix Herz mit dem Fall betraut. Franza, Kurzform von Franziska ist eine selbstbewusste emanzipierte Frau, die sich durchzusetzen weiß. Sie hat einen fast erwachsenen Sohn, einen Ehemann und Geliebten. Mit diesem Familienhintergrund, entwickelt sich der Krimi eher zu einer Geschichte über eine Frau, die sich neben Beruf und Familie fragt, war das alles? Ein Ausweg ist der Geliebte, ein Abenteuer, das mehr wird und auch irgendwann Entscheidungen fordert. Neben dem komplizierten Gefühlsleben von Franza gerät der Mordfall ab und zu in den Hintergrund. Eher scheint es als möchte die Autorin zeigen, dass sich in der Ehe fast jeder betrügt, etwas deprimierend. Der Roman ist kein typischer Krimi. Der Mordfall ist der rote Faden, um die Gefühle und Abgründe der Mitwirkenden besonders Franza aufzuzeigen. Da passt es auch sehr gut, dass ihre Familie damit mehr zu tun hat, als sie ahnt und wie wichtig die Vergangenheit ist, zum Erkennen der Einzelheiten. Sehr gut fand ich, dass wirklich gezeigt wird, was der Fall bei wirklich allen Beteiligten auslösen kann, auch bei dem Unfallfahrer, der nicht direkt etwas mit dem Mord zu tun hat. Oft werden bei Krimis diese Nebenakteure nur erwähnt, obwohl so ein Ereignis nicht ohne Spuren zu hinterlassen, beiseitegeschoben werden kann. Das letzte Drittel des Romans hätte für meinen Geschmack noch spannender und interessanter gestaltet werden können. Die Verstrickungen des Mordfalls bieten das an, schade. Ansonsten kann ich den Roman auch für nicht Krimifans empfehlen. Liest sich sehr gut mit prägnanten Sätzen ohne große Abschweifungen.

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Bewertung von Angela.Bücherwurm aus Wülfrath am 01.04.2013   ausgezeichnet
Anspruchsvoller Krimi mit tollem Ermittlerduo

Ein junges Mädchen im Ballkleid liegt tot auf der Autobahn. Was zunächst wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich als Mordfall. Das zeitweise skurile Ermittler-Duo Franza Oberwieser und Felix Herz übernehmen die Ermittlungen und stoßen dabei auf mancherlei menschliche Abgründe.

" Das Regenmädchen " ist ein eher " leiser " Krimi, in einer ansprechenden Sprache geschrieben, wobei die eigentliche Krimihandlung eher in den Hintergrund tritt. Wir erfahren viel über die verschiedenen Charaktere der beteiligten Personen, insbesondere natürlich über die beiden Kommissare, die auch so ihre persönlichen Probleme haben.

Für alle, die es nicht so gerne blutrünstig haben und auf detaillierte Beschreibungen und wilde Action verzichten können ein hervorragendes Krimi-Debüt. Hoffentlich gibt es noch mehr davon .

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Bewertung von Claudias Bücherregal aus Schleswig-Holstein am 20.12.2012   sehr gut
Die Kripobeamten Franza Oberwieser und Felix Herz werden zu einem Unfallort an der A9 Richtung Berlin gerufen. Eine junge Frau wurde dort im frühen Morgengrauen von einem Auto erfasst und starb auf dem Asphalt. Franza wundert sich, warum sie die Ermittlungen aufnehmen sollen, da die ersten Indizien auf einen Selbstmord hinweisen. Aber dann wird Blut gefunden und zwar nicht in der Nähe des Opfers, sondern 100m entfernt auf einem Rastplatz. Franza und Felix nehmen sofort die Ermittlungen auf und stoßen dabei auf etliche Verwirrungen und Geschichten aus der Vergangenheit.

"Dumpf war der Aufprall, doch laut genug, dass er für alle Zukunft
in seinen Ohren nachhallen würde. " (Seite 6)

Die leitenden Ermittler der Kripo werden sehr ausführlich beschrieben, da im gesamten Buch immer wieder Einzelheiten erwähnt werden. Auch wenn beide ihren Job sehr gut machen, so sind sie doch keine Supercops, sondern jeder hat sein Päckchen zu tragen, was ihnen meiner Meinung nach Sympathie verleiht. Franza hat nach Jahren in der Kripo so langsam jeden Glauben verloren und vor jedem Toten denkt sie, dass sie einen anderen Job bräuchte. In ihrer Ehe läuft es auch nicht mehr rund, Treue und Liebe werden schon lange nicht mehr groß geschrieben, und sie hat schwer damit zu kämpfen, dass sich ihr gerade erst erwachsener Sohn ziemlich schnell abkapselt und selbständig wird. Herz hingegen hat manchmal mit seiner Familie zu kämpfen. Er vermisst das deftige Essen seiner Mutter, da seine Frau nicht kochen kann, er hat bereits drei Kinder und seine Frau entschied quasi im Alleingang, dass noch ein viertes her muss, obwohl Herz sich gerade um sein ältestes Mädchen und ihre Essprobleme sorgt. Es gefällt mir sehr, dass im Fortschreiten des Romans immer mehr über die Ermittler erzählt wird und man somit als Leser ein rundes Bild von Ihnen erhält.

Ich bin vor ein paar Wochen durch eine Leseprobe auf dieses Buch aufmerksam geworden. Da hatte ich das Problem, dass mich der Schreibstil fasziniert hat und ich auch der Meinung war, dass er hervorragend zur Story passt, aber dass ich dadurch nicht leicht in das Buch gekommen bin. Gabi Kreslehner schreibt sehr kurze Sätze, viele Aneinanderreihungen, oft wirkt es abgehackt, so dass ich öfters ins Stocken geriet. Allerdings war ich mir da schon ziemlich sicher, dass es einfach nur daran liegt, dass ich so einen Schreibstil nicht gewöhnt war. So war es dann auch, denn als ich nun, ein paar Wochen später, den ganzen Roman gelesen habe, bin ich nicht mehr darüber gestolpert sondern habe den für mich ungewohnten Schreibstil genossen.

Das Buch hat einen tollen Aufbau. Es ist in viele Kapitel unterteilt und jedes Mal, wenn die Geschichte aus einer anderen Erzählperspektive weitergeführt wird, wird der Text in kursiv dargestellt. Somit weiß man sofort, dass es nun nicht mehr um die Ermittlungsarbeit von Franz und Herz geht, sondern dass etwas anderes im Vordergrund steht. Was das ist, ist aber nicht immer sofort klar, denn am Anfang des Romans gibt es einige Kapitel, die man nicht zusortieren kann. Aber durch die geschickte Erzählkunst der Autorin schafft sie es nach und nach die einzelnen Handlungsstränge zu verbinden, so dass beim Leser erste Ahnungen entstehen, die sich nach einer Weile in Gewissheit umwandeln.

Fazit: Die Story ist ein unblutiger Krimi, der sein Hauptaugenmerk darauf legt, verschiedene Handlungsstränge miteinander zu verbinden. Obwohl ich sonst eher die etwas blutigeren Romane lese, hat mir das Buch gut gefallen, es hätte lediglich einen kleinen Tick spannender sein können. Ich hoffe, dass Gabi Kreslehner weitere Geschichten rund um das Ermittlerduo Franz & Herz schreiben wird. Das Buch erhält von mir 4 von 5 Sternen.

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Ullstein Hc (16. Dezember 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3550088604
ISBN-13: 978-3550088605

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Bewertung von Lilli15 aus HC am 02.02.2012   gut
Das Regenmädchen

Von Gabi Kreslehner habe ich bisher noch keine Bücher gelesen was sicher daran liegt, das sie bisher Jugendbücher geschrieben hat. Das merkt man auch am Schreibstil, welcher sehr gewöhnungsbedürftig ist. Die Sätze sind meist sehr kurz, manchmal nur ein Wort und ein Punkt. Wenn man sich aber daran gewöhnt hat, lässt sich das Buch gut lesen. Man braucht dafür nicht viel Zeit, da es mit 296 Seiten nicht sehr umfangreich ist.

Die Idee des Kriminalfalles finde ich sehr gut, die Kommissarin leider nicht. Die Storry triftet mir zu sehr in das Privatleben von Franza ab, wo jeder fremd geht und man sich um den Verbleib des einzigen Sohnes nicht allzuviele Sorgen macht. Auch löst sich das Rätsel allzufrüh auf, denn auf Seite 211 kann man sich dann denken wer der Mörder ist und er ist es am Schluss auch wirklich. Leider tappt aber die Polizei weiterhin im Dunkeln und tut sich bei der Aufklärung ein wenig schwer.

Marie hingegen gewinnt man irgendwie richtig lieb und ist traurig, das sie nur so ein kurzes und nicht gerade schönes Leben hatte. Man hat ihr die Liebe zu Ben gegönnt, mit ihm war sie für kurze Zeit sehr glücklich.

Ich kann jetzt nicht sagen, das ich das Buch nicht weiterempfehlen kann. Aber man sollte nicht allzu große Erwartungen haben, leichte Kost für den Abend oder das Wochenende.

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Bewertung von Mel.E aus L. am 16.10.2011   ausgezeichnet
Das Regenmädchen!


Marie ist das tote Mädchen auf der Autobahn in einem wunderschönen grauen Ballkleid mit Perlen und Schnüren. Jung ist sie und mit Augen wie Haselnüsse. Es sieht wie Selbstmord aus, aber da auf dem Rastplatz Blut gefunden wird, der zur DNA von Marie passt, ist es Mord. Ganz klar für Franza und sie verspricht Marie noch am Tatort den Tathergang aufzuklären und den Mörder zu finden.

Wirklich recht spannend und für Gabi Kreslehner ein Debüt in Sachen Erwachsenenliteratur. Vorher hat sie sich mit dem Schreiben von Kinderbüchern einen Namen gemacht. Einziger Kritikpunkt ist, die vielen bösen Wörter wie: Ficken, Fotze & Co, das sind Dinge, die ich normalerweise nicht zu meinem Wortschatz zähle und auch in einem Buch bitte, bitte nicht lesen will. Das ist mir ein paarmal echt bitter aufgestoßen. Gossensprache hat in einem Buch nichts zu suchen! Aber vielleicht gehört es dazu um klar zumachen, welch kaputte Seele Marie hatte, die erst ganz zum Schluß ihre "große Liebe" trifft und vorher ihr Geld durch Liebesdienste verdient hat. Sie hat ihre Reize komplett ausgespielt. Prostituiert, nennt man es wohl. Wieso ist aus Marie das geworden, was sie war? Schule abgebrochen, von Zuhause abgehauen? Ganz ehrlich? Welches Kind hat Vertrauen zu seinen Eltern, die zulassen, daß der eigene Großvater sich an einem vergeht? Natürlich geht es hier ein Stück weit um Kindesmissbrauch, aber auch um das sogenannte "Ritzen". Sich selbst Schmerzen zuzufügen um sich wahrzunehmen oder sich vielleicht auch selbst zu bestrafen? Maries Schicksal hat mich nicht kalt gelassen, aber es kam noch schlimmer und gerade der Schluß hat mich schwer schlucken lassen. Die Aufklärung, wieso Marie sterben musste ist hart und wird von Maries Mutter aufgeklärt. Eine Sache oder nennen wir es ein schlimmes Unglück, welches schon 20 Jahre her war, verfolgt sie immer noch wie ein Gespenst.
Marie hatte viele Pläne, war endlich glücklich und dann passiert so etwas Schlimmes und zerstört Träume und nicht nur ihre.
Schlimm fand ich auch, daß tagelang niemand Marie als vermisst gemeldet hatte und erst durch das Foto in der Zeitung, sich endlich Menschen melden, die Marie gekannt haben. Unter anderem ihre Mutter, die diesen Satz sagt, der mich tief bewegt hat: "Nun weiß ich endlich wo sie ist!" Dieser Satz sagt doch schon alles aus über die Beziehung von Mutter und Tochter.
Wir lernen auch Franza und ihre Familie recht gut kennen und natürlich den Alltag einer Kommissarin. Das war mir teilweise doch zu intim und ich hätte lieber wieder in den spannenden Krimi eingetaucht, als in die Affäre von Franza. Aber nun ja, um die Beziehung zu Ben etwas zu erläutern, war dies vielleicht notwendig um zu zeigen, daß auch Ben nicht in einer heilen Welt lebt.
Ben? Wer ist eigentlich Ben? Ben ist Franzas Sohn, etwa 20 Jahre alt und die neue Hoffnung in Maries Leben, denn er ist ihr Freund. Mit ihm will sie in Berlin ein neues Leben beginnen, aber es kommt leider anders als erträumt.

Im Prinzip hat mir der Krimi sehr gut gefallen, wenn ich auch kleine Abstriche machen muss, aber das habe ich ja schon aufgeführt. Für mich war genügend Spannung vorhanden um das Buch an einem Abend durchzulesen.

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Bewertung von linus63 am 13.10.2011   sehr gut
Ein tragischer Unfall auf der A9, ein totes, junges Mädchen in einem glitzernden Ballkleid, Blut auf dem Rastplatz einhundert Meter entfernt - Franza Oberwieser und Felix Herz ermitteln ....

Von den ersten Sätzen an war ich von dieser Geschichte gefesselt und dies hielt bis zum Ende des Buches an, das ich innerhalb eines Tages gelesen habe. Nach ein paar Seiten hatte ich mich in den ungewöhnlichen Schreibstil eingefunden und ihn bis zum Ende sehr geschätzt. Kurze Kapitel mit aneinandergereihten, kurzen Sätzen vermitteln mir nicht nur sehr effizient Informationen, sondern auch sehr ansprechend - teilweise sogar poetisch - Empfindungen, Sehnsüchte und Emotionen der jeweiligen Person und bringen Tempo in die Geschichte.

Das Ermittlungsteam lerne ich im Laufe des Buches immer besser kennen und die Personen kommen sehr sympathisch bei mir an. Jede ist menschlich und noch nicht abgestumpft, hat ihre Schwächen, Empfindungen und Gedanken, die von Frau Kreslehner ausführlich beschrieben werden. So spürt man z.B. bei Kommissarin Franza Oberwieser immer wieder die Last und die Müdigkeit ihrer nicht nur körperlichen, sondern vor allem auch seelischen Belastung durch ihren Beruf, während sie ihre Ermittlungen aber gleichzeitig als Auftrag oder Sucht sieht und deshalb immer weiter macht. Die Autorin gibt jeder der Figuren im Team ihren individuellen, außergewöhnlichen, familiären Hintergrund, der während des Falls immer wieder zur Sprache kommt und um ein weiteres Stück ergänzt wird, sowie ihre charakteristischen Merkmale, auf die Belastung durch die Arbeit bei der Kripo zu reagieren. Allerdings wirkt dies bei der Kommissarin für meinen Geschmack etwas überzogen - die kaputte Ehe und ihr Verhältnis, von dem sie annimmt, dass keiner Bescheid weiß, die Sorge um ihren Sohn und immer wieder der Wechsel zwischen der toughen Kommissarin und der (mit)fühlenden Frau und Mutter.
Maire als Opfer ist ebenfalls eine sehr individuelle Persönlichkeit, von der ich im Laufe der Ermittlungen immer mehr erfahre. Als Kind missbraucht, dann weggelaufen und als sie endlich ihren Weg gefunden hat, wird sie jäh gestoppt. Beeindruckend finde ich auch die Darstellung der Folgen des Unfalls beim Fahrer des Unglückswagens, die letztendlich seine Familie in ihrer anscheinend heilen Welt zerstören.

Eine wirklich überraschende Wendung gibt es im Laufe der Ermittlungen dieses Mordfalls nicht, lediglich einige Hintergründe und damit einige Zusammenhänge waren nicht vorhersehbar. Dennoch bleibt die Spannung und das Fesselnde, teilweise durch die verknüpften Familienschicksale, aber auch durch die kursiv gedruckte Vorgeschichte Maries bzw. Parallelhandlung des Täters zur eigentlichen Ermittlung, erhalten. Besonders angenehm finde ich, dass sowohl das geflossene Blut, als auch die Anzahl der Toten überschaubar ist und trotzdem keine Langeweile beim Lesen aufkam.

Das Buch hat mir gut gefallen und ein weiteres Buch der Autorin werde ich sicher lesen.

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Bewertung von lenchen_196 aus Bayern am 02.09.2011   sehr gut
Das Wesen in Abwesenheit

Die Protagonistin taucht auf den ersten Seiten des Romans auf und verschwindet sofort. Sie taucht auf, um auf der im Nebel versunkenen Fahrbahn der A9 tödlich überfahren zu werden.
Ein paar Zeilen im ersten Kapitel des Buches – und seine Hauptperson existiert nicht mehr. Trotzdem bleibt sie natürlich die Hauptperson, alle Geschehnisse im weiteren Verlauf des Buches haben einen Bezug zu ihr, alle Charaktere reden über sie. Dieser Plotaufbau ist sehr interessant. Eine Person, die nicht mehr existiert, sondern nur anhand der Erzählungen Anderer dargestellt wird. In deren Erinnerungen, Geschichten, und noch mehr in ihrem Schweigen. Dabei wird diese Person sehr lebhaft, real, sichtbar dargestellt.
Je mehr man über das Mädchen erfährt, desto größer wird das Geheimnis um ihr Wesen. Die Leiche liegt im Abendkleid auf der Fahrbahn. Kein Personalausweis, keine Papiere, kein Nachweis, woher die Gestorbene kommt. Die Polizei versucht, die Leiche zu identifizieren. Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt bringt es kein Ergebnis. Seltsam, denn es gibt praktisch überall Leute, die dieses Mädchen sehr eng kannten. Obwohl sie es so eng kannten, können sie unglaublich wenig verraten, wer es eigentlich war. Eine Schülerin auf der Flucht? Eine junge Soziopatin, süchtig nach spontanem Sex? Eine begabte Schauspielerin? Eine nicht weniger begabte Prostituierte?
Die Suche nach den Antworten auf diese Fragen ist nicht weniger interessant, als die Suche nach dem echten Grund ihres Todes. Anscheinend ein tragischer Unglücksfall. Aber die Polizistin Franza Oberwieser, die in dem Fall ermittelt, erfährt, dass er einen düsteren kriminellen Hintergrund hat. Jemand hat dem Mädchen „geholfen“, bewusstlos auf die gefährliche Autobahnspur zu treten.
Wie es in echt spannenden Krimis ziemlich oft passiert, werden am Ende fast alle Beteiligten verdächtigt. Einschließlich der Familienangehörigen von Franza Oberwieser. Das Rätsel könnte man auf viele unterschiedliche Arten lösen. Leider ist die echte Lösung, die uns die Autorin gibt, nicht so faszinierend in Vergleich zu manchen denkbaren Möglichkeiten.
Trotzdem finde ich den Roman gut. Psychologisch, überzeugend, frisch, empfehlenswert. Zum Beispiel ist das Buch von seinem Umfang so gut wie eine Bahnreise von Berlin nach Hamburg. Oder von München (in der Nähe vom Tatort) nach Linz (nah zum Wohnort der Autorin). Ein schönes Mittel gegen Reiselangweile. Jedenfalls ist das Buch tiefer und bedeutsamer als viele Reisekrimis die an Bahnhöfen zum Verkauf angeboten werden. Trotzdem versucht die Autorin, ihr Buch noch größer zu machen. So wirkt die ganze Episode mit Geiselnahme fehl am Platz: Furchtbar, atemberaubend, scheint jedoch aus einem anderen Buch oder aus einem fremden Film. Wenn Franza da nicht so hilflos wäre, hätte sie den Verbrecher gute fünfzig Seiten „früher“ verhaftet. Aber wir müssen noch diese fünfzig Seiten durchlesen, obwohl der Täter und das Tatmotiv bekannt sind. Ohne solche erzwungenen „Action“-Einlagen wäre das Buch noch besser.

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Bewertung von harakiri aus Ostalb am 26.07.2011   sehr gut
Der Kreis schließt sich
Dieses Buch ist kein seichter Krimi, es ist ein Buch, das tiefer geht. Schon allein durch die Sprache



"Ihr Körper hatte sich im Ahnen des Morgens umgewandt,dem Himmel zu, ihr Blick war groß geworden. Im Augenblick des Fliegens hatte sie geschrien, hinein in die Weite des Himmels, ungehört jedoch auf der Fahrbahn Richtung Berlin an jenem Morgen, der für sie nicht mehr begann."

Fast schon poetisch anmutend die Beschreibungen der Autorin.

Weit weniger poetisch aber die Ermittlung der Kommissare. Logisch, schlüssig, aber auch menschlich und bisweilen auch zynisch. In Seitensträngen werden die Privatleben der ermittelnden Kommissare beleuchtet, was manchmal ein bisschen viel Raum einnimmt.

Trotzdem: Ein gelungenes Krimidebüt, dessen Handlung einen fesselt und neugierig auf den Fortgang macht.

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Bewertung von Tinkers aus Berlin am 20.06.2011   sehr gut
Ich bin für gewöhnlich kein Krimileser und ich hatte zuerst große Bedenken, ob ich die Buch überhaupt lesen will... Totes Mädchen, Kriminalfall... man vermutet eine brutale Geschichte, mit der ich mich beim entspannenden Lesen nicht auseinander setzen will...
Aber dann hat mich doch das Cover sehr neugierig gemacht und ich begann zu lesen.
Sehr positiv vom Stil (kurze Kapitel, kurze Sätze, Spannungsbogen) überrascht und sofort in die spannende Szenerie eingesaugt! Mein Herz schlug zwar beim Lesen schneller als gewöhnlich, aber ich spürte auch ein angenehmes Kribbeln im Körper von der Spannung.
Ich fahr selbst sehr oft die beschriebene Strecke und so schrecklich der Fall auch ist, er fesselt mich. Wäre es ein Tatsachenbericht, wär es mir persönlich zu heftig.
Die extrem einfühlsame und zärtliche Art der Komissarin, sowie wundervoll ausgewählte Formulierungen ( z.B. "klein, dünn, ein Vögelchen, ein Bachstelzchen, heruntergefallen vom Leben", "der Himmel war ein gedämpftes Blau, ein halbes Singen", "Juniregen bedeutet wachsen") berührten mich tief.
Die Geschichte nimmt dann mehrere Wendungen, die ich mir anfangs nicht hätte vorstellen können und die Richtung in die sie sich entwickelt, hätte ich am Anfang nicht erwartet.
Ich hätte gern etwas mehr über Ben erfahren, wo er war, ob er wusste, was passiert ist usw. , auch Franza selbst hätte ich gern noch intensiver kennengelernt. Einige Details der Geschichte kamen mir so vor, als seien sie nur mit eingebracht um die unterzubringen, aber sie passten für mich nicht wirklich rein (z.B. Bohrmanns Ausraster, die Liebelei des jungen Ermittlers mit der Kellnerin, etc.)
Da es mein erster richtiger Krimi war, kann ich den Vergleich zur Krimiwelt nicht schließen, aber ich denke, dass dieses Buch ein Einstieg sein kann, denn Gabi Kreslehner’s Debut ist einerseits gefühlvoll und zart, andererseits spannend und hart.
4 Sterne fürs Debut sind eine große Leistung!!!

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