Ausgebrannt - Eschbach, Andreas

Ausgebrannt

Andreas Eschbach 

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Ausgebrannt

Die Menschheit vor ihrer größten Herausforderung: Das Ende des Erdölzeitalters steht bevor! Als in Saudi-Arabien das größte Ölfeld der Welt versiegt, kommt es weltweit zu Unruhen. Bahnt sich tatsächlich das Ende unserer Zivilisation an? Nur Markus Westermann glaubt an ein Wunder. Er glaubt eine Methode zu kennen, wie man noch Öl finden kann. Viel Öl. Doch der Schein trügt. Eschbach denkt konsequent weiter, was schon längst Gegenwart ist und kaum jemand wahrhaben will. Deutsche Welle Eschbach hat einen deutschen Wissenschaftsthriller geschrieben, der glaubhaft von globalen Problemen erzählt: gute Unterhaltung.

"Denis Scheck Eschbach versteht es glänzend, gut recherchierte, oft frappierende Fakten und Thrillerelemnte zu vermengen." FAZ


Produktinformation

  • Verlag: Bastei Lübbe
  • 2008
  • 7. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 750 S.
  • Seitenzahl: 752
  • Bastei Lübbe Taschenbücher Nr.15923
  • Best.Nr. des Verlages: 15923
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 126mm x 43mm
  • Gewicht: 523g
  • ISBN-13: 9783404159239
  • ISBN-10: 3404159233
  • Best.Nr.: 23826529
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Ein Weltuntergangsszenario fesselnd und spannend zu schildern, ist schwierig. Irgendwann weiß man einfach, welche Konsequenzen es hat, wenn plötzlich kein Erdöl mehr da ist. Andreas Eschbach weiß das auch und baut deshalb sehr viel Personal in seinen Roman "Ausgebrannt" ein. Nicht nur Protagonist Markus Westermann belebt mit seinen Plänen und seinem unstillbaren Willen zum Erfolg die Handlung. Doch zurück zum Öl: Wer diesen als Thriller ausgewiesenen Roman verschlungen hat, weiß, wo genau die letzten Notvorräte an Sprit in Deutschland gelagert und wie sie im Notfall geschützt werden. Er weiß, wieso es in Österreich Ölvorkommen gibt und vieles mehr. Kurz: Er wird bestens mit wichtigem Wissen versorgt. Dass der Leser das nicht merkt, liegt an der schwungvollen Schreibe Eschbachs, die zwar kein künstlerischer Meilenstein ist, dafür aber unterhaltsam bis zur letzten Seite. (jw)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.05.2007

Schmieriges schwarzes Zeug

Was passiert, wenn uns der Ölhahn zugedreht wird? Andreas Eschbach, Deutschlands erfolgreichster Science-Fiction-Autor, schildert in "Ausgebrannt" den Kampf ums schwarze Gold und entwirft das Zukunftsszenario einer Welt ohne Autos und Industrie.

Von Hubert Spiegel

Ein guter Science-Fiction-Roman, so hat Andreas Eschbach einmal in einem Essay behauptet, frage stets: "Was ist der Mensch?" Keine andere Literaturgattung würde diese Frage so klar, so radikal und so unabhängig stellen wie der spekulative Zukunftsroman. Für den Literaturwissenschaftler Peter von Matt ist der Mensch das geschichtenerzählende Tier. Die Definition, die Andreas Eschbachs neunter Roman bereithält, lautet hingegen: Der Mensch ist das energieverbrauchende Tier. Und Energie, das heißt nach wie vor und vor allem: Erdöl.

"Ausgebrannt" erzählt auf 749 Seiten die Geschichte eines Tellerwäschers namens Markus Westermann, der unbedingt Millionär werden will und zufällig in die Erdölbranche gerät. Das ist etwa so spannend und originell wie der Plot eines durchschnittlichen Hollywood-Thrillers: Westermann ist ein junger Deutscher, der …

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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Alles "schön und sauber gearbeitet", schreibt Rezensent Michael Rutschky über diesen Bestseller. Trotzdem besteht für Überschwang aus seiner Sicht kein Grund. Denn in dieser erziehungsromanhaften Aufsteigergeschichte eines Deutschen in den USA kann er wenig literarischen Glanz ausmachen. Man würde gerne etwas genauer erfahren, was Andreas Eschbach genau in seinem Roman erzählt. Aber die Ironie des Rezensenten verstellt leider die Sicht. Es scheint im Roman wohl auch um den ewigen Wachtraum zu gehen, die USA mögen wie das alte Rom eines Tages vergehen. Als Themen deutet Rutschky aber auch alternative Energien und andere Zeitgeister an. Insgesamt scheint sich das Buch durch eine gewisse Ungetrübtheit auszuzeichen, und zwar sowohl was literarische Ambition als auch inhaltlichen Tiefgang betrifft.

© Perlentaucher Medien GmbH

Schmieriges schwarzes Zeug

Was passiert, wenn uns der Ölhahn zugedreht wird? Andreas Eschbach, Deutschlands erfolgreichster Science-Fiction-Autor, schildert in "Ausgebrannt" den Kampf ums schwarze Gold und entwirft das Zukunftsszenario einer Welt ohne Autos und Industrie.

Von Hubert Spiegel

Ein guter Science-Fiction-Roman, so hat Andreas Eschbach einmal in einem Essay behauptet, frage stets: "Was ist der Mensch?" Keine andere Literaturgattung würde diese Frage so klar, so radikal und so unabhängig stellen wie der spekulative Zukunftsroman. Für den Literaturwissenschaftler Peter von Matt ist der Mensch das geschichtenerzählende Tier. Die Definition, die Andreas Eschbachs neunter Roman bereithält, lautet hingegen: Der Mensch ist das energieverbrauchende Tier. Und Energie, das heißt nach wie vor und vor allem: Erdöl.

"Ausgebrannt" erzählt auf 749 Seiten die Geschichte eines Tellerwäschers namens Markus Westermann, der unbedingt Millionär werden will und zufällig in die Erdölbranche gerät. Das ist etwa so spannend und originell wie der Plot eines durchschnittlichen Hollywood-Thrillers: Westermann ist ein junger Deutscher, der fest an das Land der unbegrenzten Möglichkeiten glaubt, zunächst kometenhaft aufsteigt, seinen Ehrgeiz dann beinahe mit dem Leben bezahlt und am Ende ein bescheidenes Dasein mit einer Frau führt, die sich thrillergemäß zunächst als sexuell unersättliche Milliardärstochter erwiesen hatte. Ihr Väterchen ist ebenso wie die CIA hinter dem her, was Westermann zum Milliardär machen soll: die einzigartige Methode seines skurrilen Geschäftspartners Karl Block, unbekannte Erdölreserven aufzuspüren. Es geht also ums große Geld und die große Politik, und deshalb ist keiner der Beteiligten seines Lebens mehr sicher. Derartige Rahmenhandlungen dienen im Unterhaltungsgenre in der Regel nur als Vehikel für die special effects. Eschbachs special effects allerdings sind mehr als ungewöhnlich: Da wären das "Oil & Gas Journal", die "BP Statistical Review of World Energy", der Wortlaut des deutschen Energiebevorratungsgesetzes und die Studien des "United States Geological Survey". Was aber soll daran unterhaltend oder spannend sein?

Eschbach erzeugt die Spannung auf zwei Ebenen. Er verlängert das Szenario vom Ende der Ressourcen, das der "Club of Rome" Anfang der siebziger Jahre skizziert hat, um ein paar Jahre in die Zukunft und beschreibt, was passiert, wenn das Öl nicht mehr sprudelt, sondern nur noch tröpfchenweise aus der Pipeline kommt: Wir können nicht mehr Auto fahren und unsere Häuser nicht mehr beheizen, unsere Fabriken stehen ebenso still wie die industrielle Landwirtschaft. Die westliche Zivilisation kollabiert, denn für fast alles, was wir produzieren, brauchen wir Erdöl, entweder als Rohstoff oder als Energieträger. Zukunftsmusik, einigermaßen plausibel erzählt. Aber Andreas Eschbach hält es mit seinem amerikanischen Kollegen Bruce Sterling, der gesagt hat, wer als visionär gelten wolle, müsse nur die Gegenwart beschreiben.

Und so beschreibt der studierte Luft- und Raumfahrttechniker und frühere Teilhaber einer Softwarefirma das gigantische Geschäft mit Erdöl ebenso wie die politischen Implikationen des schmierigen schwarzen Zeugs, das die Weltwirtschaft so nötig braucht wie der menschliche Körper das Blut. Hält sich die Faszination, die von der Beschreibung von Bohrköpfen und Futterrohren ausgeht, noch in Grenzen, so wird es doch unglaublich spannend, wenn Eschbach über Ölreserven, den Lagerstättendruck von Förderfeldern oder die Geheimdiplomatie der Opec schreibt.

Ras Tanura, der größte Hafen der Welt, ist ebenso Schauplatz der Handlung wie ein Tante-Emma-Laden auf der Schwäbischen Alb. Ölstatistiken, Fördermengen, die Zahl der aktiven Bohrungen im Golf von Mexiko, die Frage, warum das Ölfeld Ghawar bedeutender ist als die Felder Shedgum, Uthmaniyah, Hawiyah und Haradh zusammengenommen - all das lässt Eschbach in seinen Roman einfließen, nicht immer ganz elegant, aber mit dem Faktenhunger des seriösen Sachbuchautors. Die literarische Form kümmert ihn dabei wenig. Wild springt er zwischen den zahlreichen Zeitebenen der Handlung hin und her, und wenn er den Leser wissen lassen möchte, was der Bau der Bagdadbahn mit dem Ersten Weltkriegs zu tun hat, erfindet er einfach einen Vorfahren seines Helden und blendet zurück.

"Vergangenheit. 1903" lautet dann die Kapitelüberschrift, und schon sind wir mit Westermanns Ururgroßvater in der mesopotamischen Wüste oder verfolgen sein Gespräch mit einem Emissär des britischen Königs in Konstantinopel. Was ihm an historischem Wissen nötig scheint, vermittelt Eschbach seinen Lesern gern in sachlichen Exkursen. So erfahren wir auf vier Seiten, dass und warum Roosevelt wenige Tage nach der Konferenz von Jalta König Ibn Saud von Arabien traf. Wie vieles andere trägt dies absolut nichts zur Handlung bei, sondern ist nur eine Fußnote. Aber Eschbachs Fußnoten sind nicht nur lehrreich. Aus ihnen bezieht "Ausgebrannt" mindestens ebenso viele Spannungsmomente wie aus dem fiktiven Romangeschehen, das kaum weniger verschachtelt ist als die Verwandtschaftsverhältnisse des saudischen Königshauses.

Die Monarchie am Golf scheint dabei denselben Gesetzen zu unterliegen wie die CIA. Beide Institutionen sind opak, skrupellos und einzig auf Machterhalt aus. Westermanns idealistisches Bild von Amerika wird gründlich zerstört, und schließlich stellt sich sogar heraus, dass der amerikanische Geheimdienst Westermanns Vater auf dem Gewissen hat: Der Tüftler war dabei, eine alternative Energiequelle aufzutun. So verquickt Eschbach seine Amerika-Kritik mit dem typisch amerikanischen Erzählmuster der Vater-Sohn-Geschichte: Nach den Abenteuern mit dem grantelnden Ersatzvater Karl Block vollendet Markus schließlich, was sein wirklicher Vater begonnen hatte.

Dieses Buch ist zwar manchmal hanebüchen, klingt in den Dialogen nicht immer elastisch und beweist in der Charakterzeichnung übergroßen Mut zur Schlichtheit. Aber Eschbach versteht es glänzend, gut recherchierte, oft frappierende Fakten und Thrillerelemente zu vermengen. Wer wissen will, wie die Welt ohne Erdöl (und ohne die Supermacht Amerika) aussehen könnte, muss eine ziemliche Lesestrecke zurücklegen. Da sie uns aber nicht lang wird, verstehen wir nach 749 Seiten dann auch, warum Eschbach der erfolgreichste deutsche Science-Fiction Autor ist. Wer dieses Buch liest, wird sich noch lange bei jedem Halt an der Tankstelle an den genialischen ersten Satz erinnern: "Selbst mit dem letzten Tropfen Benzin kann man noch beschleunigen."

- Andreas Eschbach: "Ausgebrannt". Roman. Gustav Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 2007.

749 S., geb., 19,95 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
Andreas Eschbach, geboren 1959, studierte Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler, bevor er sich ausschließlich der Schriftstellerei widmete. Er lebt als freier Schriftsteller mit seiner Frau an der französischen Atlantikküste.

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Kundenbewertungen zu "Ausgebrannt" von "Andreas Eschbach"

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Bewertung von Adam aus Allgäu am 02.07.2011   gut
Ich finde "Ausgebrannt" ist ein gutes Buch, da es auch auf aktuelle Ereignisse Bezug nimmt. Doch ich hatte das Gefühlt, dass der Autor zum Schluss einfach noch schnell fertig werden wollte, da zu Beginn alles sehr ausführlich beschrieben wurde, und dann zum Schluss alles ziemlich schnell und aprupt endete.

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Bewertung von Kleine-Vorholt aus Langenhagen am 05.01.2009   ausgezeichnet
Sehr überzeugend geschrieben, wahnsinnig spannend und sehr zeitnah. Habe das Buch förmlich verschlungen, die Charaktere sind klar gezeichnet, so dass man nicht den Faden verliert. Das ganze nimmt ein überraschendes Ende, laufend glaubt man den Ausgang zu kennen und wird eines besseren belehrt. Wem das Buch " Der Schwarm " von Frank Schätzing gefallen hat, wird hiervon auch begeistert sein.

11 von 11 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Polar aus Aachen am 29.02.2008   sehr gut
Das Szenario, das Andreas Eschbach in seinem Roman Ausgebrannt beschreibt, wäre in den 60er Jahren ein Science Fiction gewesen, in den 70ern hätte es zu Stirnrunzeln geführt und im neuen Jahrtausend muß man sich mit dem Gedanken anfreunden, dass es so kommen wird. Eschbach verzichtet bei seinem Stillleben des technisierten Zukunftsglaubens auf alles zu Reißerische und schafft es, indem er seine Geschichte in mehrere Einzelschicksale aufsplittet, die allesamt mit dem Versiegen der Ölquellen verbunden sind, Spannung zu erzeugen. Der Leser will wissen, wie geht es denn nun weiter mit den Scheichs, mit der Tante-Emma-Laden-Besitzerin, mit den hochfliegenden Plänen Markus Westermanns, der sich eine Idee aneignen wollte, um mit fremdem Risikokapital reich zu werden. Natürlich tun sich auch Schwächen auf. Die tief in den Wälder versteckte autarke Gemeinde, die sich um einen Referent versammelt und sich archaische Gesetze auferlegt, geparkt mit einer Liebesgeschichte zwischen Westermann und ausgerechnet der Tochter des Referent ist schon knapp an der Grenze. Auch dass Westermann nicht viel später auf der Suche nach dem Geheimnis seines Vaters ausgerechnet auf jene Frau trifft, der er verfallen war und die ihn auszuspionieren versucht hat, und dass ausgerechnet diese Frau von ihm schwanger ist, da hört man die Konstruktion schon arg knirschen. Man verzeiht dies Eschbach jedoch, weil er es schafft, uns wissenschaftliche Fakten und politische Zusammenhänge äußerst unterhaltsam zu vermitteln, und einen dazu bringt, darüber nachzudenken, wie es denn wirklich einmal kommen könnte. Der Roman ist ein Schmöker und macht es einem schwer, ihn zur Seite zu legen, weil man vielleicht gerade tanken muß.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
  • Wozu aus Lillehammer am 16.09.2014
    Referent = Reverend!

    (Inhalt anstößig?)

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Bewertung von Angelika aus Stuttgart am 14.09.2007   ausgezeichnet
Super spannende "Zukunftshorrorgeschichte."
A. Eschbach beschreibt wie es uns ergehen könnte, wenn wir so wie bisher weiterleben. Hoffentlich kommt es nie so weit!

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Bewertung von Petermann am 11.07.2007   ausgezeichnet
Eine spannende und zugleich erschreckende Beschreibung der nahen Zukunft, in der Öl so teuer ist, dass die Industrie zusammenbricht, die Menschen wieder ihr eigenes Gemüse anbauen und der Individualverkehr weitgehend stillsteht. Das ganze Verknüpft mit einem Thriller-Plot und mit spannenden "Lektionen" über politische Zusammenhänge mit dem Öl früher und heute, inbesondere der Zusammenhang zwischen den USA und dem Saudischen Königshaus. Wirklich hervorragend gelesen von UIrich Noethen, der den einzelnen Personen - seien es schwäbische Hausfrauen oder österreichische Ingenieure - unverwechselbare und glaubhafte Stimmen zu geben vermag.

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