Der Film umfaßt eine bäuerliche Familienchronik zwischen 1912 und
1922 des untergehenden Zarenreichs in Rußland. Geschichte einer
unglücklichen Liebe in der Zeit der Revolution.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Das berühmte Romanepos »Der stille Don« von Michail Scholochow
gehört seit seinem Erscheinen zur Weltliteratur. Der Schriftsteller
erhielt für sein Hauptwerk im Jahr 1965 den Nobelpreis für
Literatur. Meister-Regisseur Sergej Gerassimow griff die Geschichte
1957 auf und schuf eines der Monumentalwerke des
sowjetisch-russischen Kinos. Der dreiteilige Film schildert in
eindrucksvollen Bildern die Geschichte der Don-Kosaken von 1912 bis
1922. Krieg und Bürgerkrieg bestimmen dieses blutige Jahrzehnt. Der
Kosak Grigori Melechow aus Tatarsk liebt die verheiratete Bäuerin
Axinja, muss aber auf Weisung seines Vaters Natalja ehelichen.
Grigori sammelt widersprüchliche Erfahrungen in der Zarenarmee und
während der russischen Revolution. Er kämpft sowohl auf der Seite
der Rotgardisten als auch auf der Seite der Weißen Armee. Als er
sich später für eine Gesinnung entscheidet und Offizier der Weißen
wird, muss er das teuer bezahlen. Gesellschaftlich entwurzelt, wird
er schließlich zum Spielball der geschichtlichen Kräfte und kehrt
völlig desillusioniert in sein Dorf zurück. Dort hat die
Sowjetmacht gesiegt... Teil 1: Den ersten Band des Romans gibt
dieser erste Teil des Films wieder. Erzählt wird die Geschichte des
Kosaken Grigori Melechow. Er lebt in Tatarsk, einem Kosakendorf am
Don. Seine Liebe gilt Axinja, der verheirateten Frau vom
Nachbarhof. Als ihr Mann, Stepan, in die Maimanöver muss, kommen
sich Axinja und Grigori rasch näher. Doch ihr Glück ist nicht von
Dauer, denn Stepan kehrt bald aus den Manövern zurück. Schließlich
flieht Axinja mit Grigori auf das Gut des Generals Listnizki. Als
der Krieg ausbricht, wird auch Grigori eingezogen. Nach langer Zeit
kehrt er verwundet heim und erfährt, dass Axinja nicht auf ihn
gewartet hat Teil 2: Im Mittelpunkt dieses Teils stehen die Kämpfe
der Roten Armee gegen die Konterrevolution. Schon zwei Jahre tobt
dieser Krieg. Viel Blut ist geflossen und noch immer zeichnet sich
kein Ende ab. Die Kosaken sind des Gemetzels überdrüssig und wollen
nach Hause. Wie auch Grigori Melechow, der sich wieder an der Front
befindet. Als der Zar während der Februarrevolution gestürzt wird,
schlägt sich Grigori auf die Seite der Rotgardisten. Die Ideen der
Bolschewisten gefallen ihm. Erst als sich der Kampf um die Macht
zuspitzt, wird er unsicher. Grigori bangt um die Privilegien, die
den Kosaken einmal eine Sonderstellung im zaristischen Russland
einräumten. Schließlich wechselt er die Fronten. Doch der Sieg der
proletarischen Revolution ist nicht mehr aufzuhalten. Bald werden
die entscheidenden Kämpfe auch am Don ausgetragen Teil 3:
Spätherbst 1920: Die Tragödie des Kosaken Grigori Melechow neigt
sich ihrem Ende zu. Grigori erkennt den wahren Charakter der
Weißgardisten, muss diese Erkenntnis aber teuer bezahlen mit dem
Leben Axinjas. Gesellschaftlich entwurzelt, wird er schließlich zum
Spielball der geschichtlichen Kräfte und kehrt völlig
desillusioniert in sein Dorf zurück, in dem die Sowjetmacht gesiegt
hat. Dort nimmt er seinen Sohn schützend in die Arme mehr ist
Grigori Melechow nicht geblieben
Bonusmaterial
Ein Film entsteht - Making of..."Der stille Don" (Doku 1958) Filmpublizist Ralf Schenk über den russischen Filmklassiker "Der stille Don" (Doku 2006) Die singenden Kosaken (Doku 2006) Trailer Bilder-Galerie
Der Kosake Grigori Melechow lebt in einem Dorf am Don, ist in Axinja, die Frau des Nachbarbauern, verliebt und muss auf Befehl seines Vaters Natalja heiraten. Die Unsicherheiten seines Gefühlslebens werden bald durch die historischen Wirren des Ersten Weltkrieges und der Oktoberrevolution überschattet: Grigori wird eingezogen, kehrt verwundet heim, wird erneut in den Kampf geschickt und schließt sich den Rotgardisten an. Schließlich wechselt er, aus Sorge um die Privilegien der Kosaken, auf die Seite der Weißen Armee - ein Entschluss, den er später bereut.
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Michail Scholochow (1905 - 1984) begann 1923 seine literarische Karriere mit Erzählungen aus dem Kosakenleben. "Der stille Don", erschienen 1928 - 1940, machte ihn zu einem der populärsten russischen Schriftsteller. 1965 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.
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