Alltag im Vernichtungslager Auschwitz: Gefangene kommen, werden
ermordet, müssen beseitigt werden. Zugweise, manchmal drei am Tag.
Das bedeutet Stress. Drum herum lässt Paradeprovokateur Uwe Boll
Schüler über die Shoa sinnieren. Kritiker warnen, aber sehen Sie
selbst.
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Vom Vernichtungslager Auschwitz sind heute nur noch Ruinen zu
sehen. SS-Schergen haben das Lager zerstört als die russische Armee
anrückte. Die Nazi.Kommandeure wussten ganz genau welch grausamer
Anblick sich den Russen offenbart hätte. Über eine Million
unschuldige Männer, Frauen & Kinder wurden in Auschwitz
rücksichtslos ermordet. versucht mit diesem Film das eigentlich
nicht Darstellbare darzustellen, damit Auschwitz nicht vergessen,
verdrängt wird. Er schildert den Alltag in der Tötungsmaschinerie,
Soldaten, SS-Offiziere, die scheinbar teilnahmslos, gleichgültig
Menschen aus den Zügen stossen, registrieren, mustern, in den
sicheren Tod schicken. Ein grausamer, schockierender, aber
notwendiger Film wider das Vergessen
Ein Tag in der deutschen Todesfabrik Auschwitz. Ein Zug kommt an, aus den Waggons wanken erschöpfte, verängstigte Leute und stehen einem Spalier aus SS und Wachmannschaften gegenüber. Die Ankömmlinge werden getrennt von solchen, für die irgendwer Verwendung hat, der Rest marschiert geschlossen ins Gas. Danach werden die Leichen gefleddert und schubweise verbrannt. Von anderen Gefangenen. Derweil treffen sich SS-Männer und Wachleute auf einen Schnaps oder zwei, und tauschen sich aus. Viel Zeit bleibt nicht bis zum nächsten Zug. Deutschlands Regie-Enfant-terrible Uwe Boll ("Bloodrayne") serviert eine weitere Kontroverse in Gestalt dieses von Interview- und Dokuschnipseln gerahmten Todeslager-Alltagsdramas. Drum herum erzählen ausgewählte Schüler vom Holocaust, was manchmal erschreckend unbedarft und manchmal erstaunlich fundiert klingt. Perfide daran ist nicht, dass Boll über die Shoa sinniert, sondern dass er so tut, als habe sich bisher niemand wie er damit beschäftigt. Sein Lamento vor der Kamera beschädigt den Film, denn die Spielszenen haben es durchaus in sich.