Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension
Für Katharina Rutschky bietet Carl Djerassis Studie über die Wirkungsgeschichte der Pille amüsante wie informative Unterhaltung. Der Autor lege anschaulich die Hintergründe der Entstehung der Pille dar, an denen er selbst nicht unbeteiligt war, und erkläre die nur verhalten einsetzende Rezeption der Pille. Überzeugend zeige der Autor den Einfluss der Aufbruchsstimmung der sechziger Jahre auf, die der Pille zum Durchbruch verhalfen. Ergänzend hätte sich Rutschky vom Autor, der nicht mit Details aus seinem eigenen Liebesleben geize, nähere Information zur Wirkungsgeschichte des Kondoms gewünscht.
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 | Besprechung von 10.10.2001 |
Djerassi-Park
Der Pillenpapst:
Carl Djerassi ist gut drauf
Früher, vor dem ganz großen Debakel des 20. Jahrhunderts, stammte
der echte Berliner aus Breslau. Und so scheint auch der echte
Amerikaner ein Einwanderer zu sein, der seine Heimat aufgab, um
jenseits des Meeres die Hoffnung auf ein besseres Leben in das Land
mit den sprichwörtlich unbegrenzten Möglichkeiten zu tragen. Nur
wenige waren schon im ersten Anlauf so erfolgreich wie Djerassi,
aber der unternehmende und optimistische Geist prägt die einzig
verbliebene Weltmacht bis heute. Wohin zieht es die Flüchtlinge von
überall her, aber auch ehrgeizige Wissenschaftler und nüchtern
kalkulierende Yuppies? Nach Amerika.
Djerassi wurde 1923 in Wien geboren, in Bulgarien ging er zur
Schule und kam als fünfzehnjähriger in die Vereinigten Staaten. In
seinem Buch, in dem der Autor mit Informationen aus seinem
Liebesleben nicht geizt, fehlen Hinweise über die Eltern. Als ob
Djerassi das Bild des Selfmademan ausfüllen wollte, das auch zu den
Versprechungen der Neuen Welt gehört: Aus dem Nichts kommen und am
Ende reich und sogar berühmt sein.
Djerassi studierte Chemie und wurde auf Umwegen, die …
"Der Autor zitiert beeindruckend leise Statistiken, die es in sich haben. ... Nebenbei erzählt Djerassi, wie er zu einem der bedeutendsten Kunstsammler geworden ist, wie ihn der Wiener Dialekt ein Leben lang verfolgt hat, wie er das Scheitern einer Liebesbeziehung fast nicht überlebt hätte, und allmählich wird klar, daß Sexualität, Kunst und Unsterblichkeit dermaßen verwoben sind, daß es immer auch ans Eingemachte des Daseins geht, wenn man einen dieser Bereiche ignorieren wollte." (Neue Südtiroler Tageszeitung)
"In seinem neuen Buch "This Man's Pill" verfolgt Djerassi genauer, als er das bisher getan hat, die Geschichte seiner Erfindung und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft und Politik. Der vorzügliche Erzähler breitet in zwölf Essays auch persönliche Erinnerungen an die turbulenten 60er und 70er-Jahre aus." (Novo Magazin)
"Der Autor reichert seine kulturkritischen und philosophischen Überlegungen mit sehr persönlichen Erinnerungen an. Man liest beides mit gleicher - intellektueller Lust. Denn Djerassi ist ein geistreicher Autor." (Das Buch)
"In zwölf ebenso tiefgründigen wie unterhaltsamen Essays folgt der Leser dem Vater der Pille zurück in die Vergangenheit. ... Der Leser ist angenehm überrascht, wie fesselnd Djerassi erzählen kann." (Süderländer Tageblatt)
"In zwölf Essays schildert Djerassi ihm besonders interessant erscheinende Aspekte mit einer verständlichen, aber trotzdem wissenschaftlichen Art zu Schreiben. Den Leser erwartet eine interessante Lektüre, die ihm viele neue Erkenntnisse vermitteln wird." (Bund deutscher Baumeister)
"Sein aktuelles Fachbuch - 'This Man's Pill, Sex, die Kunst und Unsterblichkeit' - ist für jeden verständlich geschrieben." (Westfälische Rundschau)
"Die Entkopplung von Reproduktion und Sexualität fasziniert Djerassi. ... Er selbst bezeichnet sich als beruflichen Polygamisten, was auf ein lustvolles Leben schließen lässt. An diesem Leben will er die Leser teilhaben lassen. In vielen Anekdoten erzählt Djerassi von seiner Arbeit als Chemiker, Pädagoge, Schriftsteller und Kunstmäzen." (Berliner Zeitung)
"Glücklicherweise ist der in Wien aufgewachsene Bulgare mehr als ein hervorragender Chemiker, nämlich ein hervorragender Schriftsteller und Erzähler, der den Leser mit Leichtigkeit in seinen Bann zu ziehen vermag." (Wirtschaft im Alpenraum)
"Der evolutionäre Horizont, vor dem sich die Menschengattung wandelt, gerät durch die kurzweilige Lektüre von "This Man's Pill" jedenfalls nicht ins Schwanken." (Angewandte Chemie Nr. 1)
"Djerassi hat sich entschieden, die Geschichte der Pille noch einmal, und zwar noch genauer zu erzählen. 236 Seiten sind dabei herausgekommen, auf denen der Autor die lange Vor- und Nachgeschichte des ersten "oralen stereoiden Kontrazeptivums", wie die Pille genau heißt, auf denen er aber auch seinen anderen großen Neigungen weiten Raum gibt. ... Im Mittelpunkt all dieser spannenden Abenteuer steht jedoch: die Pille! ... Das Mittel, das Djerassi damals in dem kleinen mexikanischen Labor herstellte, trat seinen Siegeszum um die Welt an. Und über genau diesen Siegeszug, den viele auch für eine Katastrophe halten, macht sich Djerassi nun im neuen Buch mehr Gedanken als zuvor. ... Interessanter noch als diese Zukunftsausblicke und als die Ausflüge in die Vergangenheit sind jedoch die Einblicke in sein privates Leben, die Carl Djerassi - ganz Charmeur, Fabulierer und genauer Wissenschaftler in einem - gibt. ... Und wer nicht nur etwas über die Pille, sondern auch über ihren rastlos reisenden Erfinder erfahren will, der die Doktorhüte zuhauf sammelt wie auch die Werke der Klassischen Moderne, der liegt mit der neuen und wohl auch abschließenden Autobiografie, die fast wie ein Tagebuch der Pille daherkommt, mehr als richtig! Eine spannende Reise durch das Universum einer wissenschaftlichen Leidenschaft und eine Entdeckungsfahrt durch die reichen Welten eines vielseitig begabten Mannes!" (Deutschtlandfunk
Der Autor zitiert beeindruckend leise Statistiken, die es in sich haben. ... Nebenbei erzählt Djerassi, wie er zu einem der bedeutendsten Kunstsammler geworden ist, wie ihn der Wiener Dialekt ein Leben lang verfolgt hat, wie er das Scheitern einer Liebesbeziehung fast nicht überlebt hätte, und allmählich wird klar, daß Sexualität, Kunst und Unsterblichkeit dermaßen verwoben sind, daß es immer auch ans Eingemachte des Daseins geht, wenn man einen dieser Bereiche ignorieren wollte. (Helmuth Schönauer, Neue Südtiroler Tageszeitung) "In seinem neuen Buch "This Man's Pill" verfolgt Djerassi genauer, als er das bisher getan hat, die Geschichte seiner Erfindung und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft und Politik. Der vorzügliche Erzähler breitet in zwölf Essays auch persönliche Erinnerungen an die turbulenten 60er und 70er-Jahre aus." (Thomas Deichmann, Novo Magazin) "Der Autor reichert seine kulturkritischen und philosophischen Überlegungen mit sehr persönlichen Erinnerungen an. Man liest beides mit gleicher - intellektueller Lust. Denn Djerassi ist ein geistreicher Autor." (Das Buch) "In zwölf ebenso tiefgründigen wie unterhaltsamen Essays folgt der Leser dem Vater der Pille zurück in die Vergangenheit. ... Der Leser ist angenehm überrascht, wie fesselnd Djerassi erzählen kann." (Sascha Stienen, Süderländer Tageblatt) "In zwölf Essays schildert Djerassi ihm besonders interessant erscheinende Aspekte mit einer verständlichen, aber trotzdem wissenschaftlichen Art zu Schreiben. Den Leser erwartet eine interessante Lektüre, die ihm viele neue Erkenntnisse vermitteln wird." (Bund deutscher Baumeister) "Sein aktuelles Fachbuch - 'This Man's Pill, Sex, die Kunst und Unsterblichkeit' - ist für jeden verständlich geschrieben." (Westfälische Rundschau) "Die Entkopplung von Reproduktion und Sexualität fasziniert Djerassi. ... Er selbst bezeichnet sich als beruflichen Polygamisten, was auf ein lustvolles Leben schließen lässt. An diesem Leben will er die Leser teilhaben lassen. In vielen Anekdoten erzählt Djerassi von seiner Arbeit als Chemiker, Pädagoge, Schriftsteller und Kunstmäzen." (Berliner Zeitung) "Djerassi entwickelte ein Genre, das er "Science-in-Fiction" nannte und das komplexe naturwissenschaftliche Zusammenhänge nicht banalisieren, sondern dramatisieren und dadurch einem neugierigen, auf Entertainment ausgerichteten Publikum nahe bringen soll. Djerassis erster Roman, 'Cantor's Dilemma', der die soziale Etikette des wissenschaftlichen Establishments beschreibt, wird an US-Universitäten noch immer in Seminaren gelesen, die sich mit der Vernetzung zwischen Naturwissenschaften und Gesellschaft befassen." (www.welt.de) "Glücklicherweise ist der in Wien aufgewachsene Bulgare mehr als ein hervorragender Chemiker, nämlich ein hervorragender Schriftsteller und Erzähler, der den Leser mit Leichtigkeit in seinen Bann zu ziehen vermag." (Wirtschaft im Alpenraum) "Der evolutionäre Horizont, vor dem sich die Menschengattung wandelt, gerät durch die kurzweilige Lektüre von "This Man's Pill" jedenfalls nicht ins Schwanken." (Gerhard Quinkert, Angewandte Chemie Nr. 1) "Djerassi hat sich entschieden, die Geschichte der Pille noch einmal, und zwar noch genauer zu erzählen. 236 Seiten sind dabei herausgekommen, auf denen der Autor die lange Vor- und Nachgeschichte des ersten "oralen stereoiden Kontrazeptivums", wie die Pille genau heißt, auf denen er aber auch seinen anderen großen Neigungen weiten Raum gibt. ... Im Mittelpunkt all dieser spannenden Abenteuer steht jedoch: die Pille! ... Das Mittel, das Djerassi damals in dem kleinen mexikanischen Labor herstellte, trat seinen Siegeszum um die Welt an. Und über genau diesen Siegeszug, den viele auch für eine Katastrophe halten, macht sich Djerassi nun im neuen Buch mehr Gedanken als zuvor. ... Interessanter noch als diese Zukunftsausblicke und als die Ausflüge in die Vergangenheit sind jedoch die Einblicke in sein privates Leben, die Carl Djerassi - ganz Charmeur, Fabulierer und genauer Wissenschaftler in einem - gibt. ... Und wer nicht nur etwas über die Pille, sondern auch über ihren rastlos reisenden Erfinder erfahren will, der die Doktorhüte zuhauf sammelt wie auch die Werke der Klassischen Moderne, der liegt mit der neuen und wohl auch abschließenden Autobiografie, die fast wie ein Tagebuch der Pille daherkommt, mehr als richtig! Eine spannende Reise durch das Universum einer wissenschaftlichen Leidenschaft und eine Entdeckungsfahrt durch die reichen Welten eines vielseitig begabten Mannes!" (Oliver Seppelfricke, für Deutschtlandfunk und BR) "In - This Man's Pill - erzählt er von den wechselhaften Stationen seiner Karriere. Mehr eine Art Tätigkeitsbericht, als eine Biografie. ... Insgesamt eine reizvolle Mischung aus Biografie, Essays und populärwissenschaftlichem Buch." (Oswald Ohswald, www.buchkritik.at)
Carl Djerassi, geb. 1923 in Wien, aufgewachsen z.T. in Bulgarien, der Heimat seines Vaters, schließlich 1938 nach Amerika übersiedelt, wo er studiert hat und sich als Naturwissenschaftler, später auch als Mäzen, Kunstsammler und Autor, einen Namen machte. Lebt heute in Kalifornien.
Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen, mehrere populäre Bücher zum Thema, autobiographische Veröffentlichungen, Romane und Theaterstücke.