Anno 2070
Die erfolgreiche Serie spielt diesmal in der nahen Zukunft. Der
Klimawandel zwingt die Menschen dazu, sich dem erhöhten Wasserpegel
anzupassen, der weite Strecken des fruchtbaren Landes unbewohnbar
gemacht hat. Die Entscheidungen der Spieler in der dynamischen Welt
haben Einfluss auf Umwelt, Architektur und Bedürfnisse der
Bevölkerung.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Werden sie zum Architekten der Welt von Morgen und bauen Sie Ihr
Reich auf
ANNO 2070 spielt in der nahen Zukunft: Der
gestiegene Wasserspiegel hat weite Strecken eines einst fruchtbaren
Landes unbewohnbar gemacht und die Menschen gezwungen, sich den
veränderten Gegebenheiten anzupassen. Die Spieler werden neue
Technologien meistern müssen, während sie mit zahlreichen
ökologischen Herausforderungen konfront- iert werden, um ihr Reich
aufzubauen.
ANNO 2070 macht die Spieler zu Architekten der Zukunft und
ermöglicht ihnen, die Welt von morgen zu kreieren.
Eine neue Ära:
ANNO 2070 baut auf den Fundamenten der erfolgreichen ANNO-Serie auf
und wird durch das nahe Zukunftsszenario zahlreiche neue
Gameplay-Mechaniken, architektonische Durchbrüche und völlig neue
Herausforderungen mit sich bringen. Darüber hinaus sind Spieler in
der Lage, riesige Städte zu errichten, wie man es noch nie zuvor in
ANNO-Spielen erlebt hat.

Treffen Sie Ihre Entscheidungen und ent- wickeln Sie ihren eigenen
Spielstil
Eine dynamische Welt:
Die Welt von ANNO 2070 wird sich abhängig vom Spielstil und den
Entscheidungen der Spieler weiterentwickeln. Die Entscheidungen der
Spieler haben Einfluss auf die Umwelt, den architektonischen Look
ihrer Welt und die Bedürfnisse ihrer Bevölkerung. Dieser Einfluss
wird sie dazu führen ihre individuelle Herangehensweise besser zu
verstehen und zu verfeinern, um die Ressourcen der Welt besser
steuern zu können.
Fraktionen:
Spieler wählen zu Beginn zwischen zwei Fraktionen. Sie können sich
hier zwischen einer industriellen, effizienten Spielrichtung
(Tycoons- Fraktion) oder einer nachhaltigen, umweltbewussten
Spielrichtung entscheiden (Eco-Fraktion).

Eine spezielle Engine erlaubt atemberaub- ende Grafiken und
Details
Herausragende Grafik:
Eine von Related Designs speziell für ANNO 2070 entwickelte Engine
erlaubt dem Spiel eine atemberaubende, visuelle Erfahrung
darzubieten, wie es sie noch nie zuvor in einem ANNO-Spiel
gab.
Tiefe und abwechslungsreiche
Spielmodi:
- Einzelspieler-Kampagne: Ein Story-basierter Einzelspielermodus
mit einer großen Anzahl an Herausforderungen.
- Einzelspieler "Endlosmodus": Der berühmte Endlosmodus
ohne Zeitbegrenzung, mit dem Ziel, die möglichst größte
Zivilisation zu errichten.
- Mehrspieler und Onlinefeatures: ANNO 2070 beinhaltet innovative
Onlinemodi, die den Spielern brandneue Möglichkeiten bieten, mit
Spielern auf der ganzen Welt in Kontakt zu treten.
Systemvoraussetzungen
PC, Pentium DualCore 2 GHz, 2 GB RAM, 5 GB Festplattenspeicher, 512 MB Grafikkarte, Win XP/Vista/7
Produktinformation
- Hersteller: Ubisoft
- Artikeltyp: Software
- Anzahl: 1
- Datenträger: DVD-ROM
USK: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß §14 JuSchG
- Erscheinungstermin: 17.11.2011
- EAN: 3307219950889
- Best.Nr.: 33477642
Mit einer Bombenüberraschung wartete Related Designs bei der Bekanntgabe des Nachfolgers von Anno 1404 auf: Weit in der Zukunft soll er spielen! Fans waren skeptisch, allerortens wurde Zeter und Mordio geschrieen! Ein Anno weit weg vom Mittelalter war für viele nicht vorstellbar, der Niedergang der Serie wurde gar heraufbeschworen. Alles Pustekuchen! Anno 2070 bleibt ein Knaller.
Fraktionen und Ökobilanz
Wer schon mal mit einem Teil der Anno Serie in Kontakt kam, kann nach wenigen Minuten durchatmen: Das Spielgefühl wurde bestens konserviert und in die Zukunft übertragen. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass man in den ersten Spielstunden den Eindruck gewinnt, einen Grafikmod vor sich zu haben, so identisch spielt es sich gegenüber dem Vorgänger.
Augenscheinlichste Neuerung ist die Einführung zweier Fraktionen: Zwischen Tycoons und Ecos gilt es sich bei Spielbeginn zu entscheiden. Die Tycoons sind eine Gesellschaft die Produktion und Industrialisierung als oberstes Gebot ansehen, wo hingegen die Ecos ihren Warenkreislauf an die Gegebenheiten der Natur anpassen. Beide Fraktionen haben einen eigenen Grafikstil, spielen sich zu Beginn jedoch absolut identisch. Erst mit fortschreitender Spieldauer werden die Unterschiede deutlicher. So verlangen die Tycoons ab einem bestimmten Zeitpunkt nach Spirituosen, während die sanfteren Ecos Teegetränke bevorzugen. Darüber hinaus sind die frappierendsten Unterschiede in der ebenfalls neu eingeführten Ökobilanz zu finden. Jedes Bauwerk hat eine gewisse Anzahl von Ökopunkten. Manche beeinflussen die Bilanz positiv, manche negativ. Rutscht die Ökobilanz ins Negative, hat man mit Produktionsabschlägen und anderen negativen Auswirkungen zu kämpfen. Naturgemäß reagieren die Ecos auf dieses Feature empfindlicher als die abgefeimten Tycoons.
Was im Vorgänger der Orient war, sind nun die Techs: Eine Forscherkaste, die nach und nach Zugriff auf erweiterte Bauoptionen liefert. Hat man die eigene Fraktion weit genug entwickelt, bekommt man über dieses Forschervolk die Möglichkeit, die Baupläne der jeweiligen anderen Partei freizuschalten.
Rohstoffe über und unter Wasser
Aufgrund des Szenarios war es zwangsweise notwendig eine neue Ressource einzuführen: Energie. Den Energiebedarf gilt es tunlichst zu decken, will man nicht mit Restriktionen innerhalb der Produktionskette belegt werden. Wer die höchsten Bevölkerungsschichten freischalten will, muss ab sofort auch den Meeresgrund erobern. Hat man genug Einfluss bei den Techs gesammelt, bekommt man die Möglichkeit spezielle Rohstoffe (Mangan, Diamanten, Uran ...) unter Wasser abzubauen. Dieser clevere Schachzug sorgt dafür, das Gameplay auch auf Dauer abwechslungsreich zu halten. Zwar spielt sich das Unterwasserreich nicht anders, aber durch die hübsch detaillierte Ausstaffierung und die geografische Erweiterung ensteht ein befriedigendes Spielgefühl.
Multiplayer und Kampagne
Erstmals von Beginn an dabei ist ein umfangreicher Multiplayer Modus. Im bekannten Koop bzw. Vs. Modus übers Internet geht's mächtig zur Sache, so es denn mal lagfrei läuft. Während des Tests gab es oft Verbindungsprobleme und Aussetzer. Wer auf einen LAN-Modus setzt, wird enttäuscht. Als kleines Trostpflaster dürfen Online Spieler ihre Arche (zentrale Meeresbasis) mit allerlei Firlefanz upgraden und diese Verbesserungen ins Offline-Spiel mitnehmen.
Wer die Kampagne anspielt, wird mit gemischten Gefühlen vor dem Bildschirm sitzen. Die Geschichte über ein Forscherteam, das ein mächtiges Artefakt entdeckt, ist nicht das Problem. Einerseits geht das Kampagnendesign weg vom Aufbauprinzip, hin zu Botenmissionen und Gefechtssituationen, was für sich gesehen keine schlechte Idee ist. Schlecht ist aber die Inszenierung der Geschichte, die langatmig und zahnlos präsentiert wird. Dadurch drängt sich einem regelmäßig das Gefühl auf, das hier extrem viel Potenzial ungenutzt gelassen wurde.
Optik und Sound
Was Optik und Sound betrifft, kann und konnte man nie meckern. Zwar sind die grafischen Unterschiede zum Vorgänger (abgesehen vom Setting versteht sich) nicht gleich zu sehen, das liegt aber daran, dass die Serie optisch ein dermaßen hohes Niveau erreicht hat, dass man Gefahr läuft, das Ganze mit Effekten zu überfrachten. Das ist hier nicht passiert, Anno 2070 schaut wunderschön detailliert und poliert aus. Als Freund orchestraler Musikbegleitung wurde ich in Anno 2070 sehr gut unterhalten. Angenehme, dem Ohr schmeichelnde Stücke, verbunden mit einer professionellen Lokalisierung verdienen die Höchstnote im Soundbereich.
Fazit: Schön was Related Designs geschaffen hat. Die Ängste die Serie mit dem Sprung in die Zukunft zu zerstören waren unbegründet, man hat behutsam Veränderungen bzw. Neuerungen eingebaut. Beeindruckend wie leicht und unbeschwert sich diese Simulation nach wie vor spielt, und das, obwohl wir es mit dem komplexesten Teil der Serie zu tun haben. Außerdem freut mich das dem Langzeitspielspaß viel Beachtung geschenkt wurde. Durch den Unterwasserteil, der durch ein Addon auf jeden Fall ausbaufähig wäre, kommt zu später Stunde nochmal ordentlich Motivation auf.
Den Qualitätsabfall bei der Kampagne kann man aufgrund des hervorragenden Endlosspiels und der unabhängigen Szenarien verkraften. Persönlich hätte ich mir allerdings gewünscht, das neue Szenario konsequenter auszunutzen. Kennt man den starken Vorgänger, so zeigen sich die gravierendsten Unterschiede erst sehr spät.
Dennoch: Wer mit futuristischen Settings etwas anfangen kann, sollte nicht zögern.
Wertung: 90 von 100 Punkten (Harald Drawitsch/GameCaptain.de)
Quelle/Copyright: Captain-Fantastic-Besprechung
Videoclip zu "Anno 2070"
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