Produktbeschreibung zu Felix Mendelssohn Bartholdy
Basierend auf seiner lebenslangen Beschäftigung mit Mendelssohn,
mit seiner Musik, seinen Autographen, Briefen, Tagebüchern und
Zeichnungen entwirft R. Larry Todd ein detailreiches, frisches Bild
des Komponisten und seiner Zeit. Beginnend mit der
Familiengeschichte und den Lehrjahren des Wunderkinds schildert er
das Leben des legendären Pianisten und weit gereisten Dirigenten,
des Wiederentdeckers Bachs und Komponisten eines staunenswert
vielfältigen Oeuvres, der auch als Zeichner und Altphilologe tätig
war und eine bemerkenswerte, vielsprachige Bekanntschaft mit den
kulturellen Eliten seiner Zeit pflegte. Meisterhaft verwebt Todd
Biographie und musikalische Analyse, wobei neben den beliebten
Kompositionen auch viele unbekannte und unveröffentlichte Werke
erwähnt werden. Nicht zuletzt behandelt Todd Mendelssohns
wachsendes Bewusstsein seines religiösen Erbes und die Beziehung zu
seiner Schwester, der Komponistin Fanny Hensel.
Stammbäume der Familien Itzig und
Mendelssohn
Karte: Mendelssohns wichtigste Reisen
Vorwort
Prolog: Porzellanaffen und
Familienidentitäten
I. Frühreife Errungenschaften
1. Bei Nacht und Nebel: Von Hamburg nach Berlin (1809-1819)
2. Lehrjahre eines Wunderkindes (1820-1821)
3. Der zweite Mozart (1821-1822)
4. Vom Lehrling zum Gesellen (1823-1824)
5. Wunderkindes Stimme (1825-1826)
6. Im Licht der Öffentlichkeit (1827-1829)
II. Die Straße nach Damaskus
7. Erlebnisse eines jungen Gentleman (1829)
8. Wanderlust (1830-1832)
9. Düsseldorfer Anfänge (1832-1835)
10. Die Stimme des Apostels (1835-1837)
III. Der Wagen des Elias
11. Musikalische Behaglichkeit (1837-1839)
12. Leipzig gegen Berlin (1840-1841)
13. Vom Kapellmeister zum Generalmusikdirektor (1841-1842)
14. Porträt eines preußischen Musikers (1843-1844)
15. Auf dem Gipfelpunkt des Ruhms: Jahre des Triumphs
(1844-1846)
16. Die Stimme des Propheten: Der Wagen des Elias (1846-1847)
Anhang I
Abkürzungsverzeichnis
Anmerkungen
Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Anhang II
Verzeichnis der Werke Felix Mendelssohn Bartholdys
Alphabetisches Register der Werke Mendelssohns
Personen-, Orts- und Sachregister
Produktinformation
- Verlag: Reclam, Ditzingen; Carus
- 2008
- Ausstattung/Bilder: 2008. 798 S. m. 339 Notenbeisp. u. 116 z.Tl. farb. Abb.
- Seitenzahl: 798
- Best.Nr. des Verlages: 10677
- Deutsch
- Abmessung: 251mm x 172mm x 57mm
- Gewicht: 1406g
- ISBN-13: 9783150106778
- ISBN-10: 315010677X
- Best.Nr.: 23876627
 | Besprechung von 14.10.2008 |
Gewisse faustische Qualitäten
R. Larry Todd hat aus der Fülle der historischen Überlieferung
geschöpft und eine gewaltige Biographie über Felix Mendelssohn
Bartholdy geschrieben Von Peter Uehling
Dieses Buch hält man nicht ohne ein schlechtes Gefühl in der Hand.
Man wünscht sich, ein Deutscher wäre der Verfasser einer
grundlegenden Biografie Felix Mendelssohn Bartholdys; da das schon
nicht der Fall ist, wünscht man sich wenigstens, es wären nicht
zwischen der Erstveröffentlichung bei der Oxford University Press
und dem Erscheinen der deutschen Übersetzung fünf Jahre vergangen.
Und man möchte nicht wissen, ob das Buch überhaupt schon erschienen
wäre, stünde nicht im nächsten Jahr der 200. Geburtstag des
Komponisten auf der Erinnerungs-Agenda.
Nach den Versuchen der Nazis, sein Andenken auszulöschen, ist in
Deutschland einiges geschehen, um das Verständnis Mendelssohns zu
befördern und seinem Erbe, das nicht nur aus Werken, sondern aus
einem wahrhaft prägenden Wirken im deutschen Musikleben besteht,
gerecht zu werden. Carl Dahlhaus gab 1972 mit einem Symposium in
Berlin den Anstoß, gängige und selbst innerhalb der
Musikwissenschaft …
Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension
Erhellend findet Daniel Ender diese Mendelssohn-Biografie von Larry Todd. Er schätzt das Unterfangen des Autors, die zahlreichen Klischees in der Rezeptionsgeschichte zu beseitigen, die die Sicht auf den oft "unterschätzten Komponisten" verstellten. Todd trete dem Vorurteil entgegen, Mendelssohns Kompositionen seien oberflächlich, und hebe demgegenüber die Begabung, das Moderne und das Unzeitgemäße an ihm hervor. Mit Lob bedenkt Ender die kulturgeschichtliche Rekonstruktion von Mendelssohns Leben und Schaffen und die breite Darstellung des damaligen Musiklebens in Deutschland, Italien, Frankreich, der Schweiz und England. "Erfrischend" scheint ihm Todds Blick "von außen", auch wenn ihm die englische Rezeptionsgeschichte fast ein wenig zu sehr akzentuiert wird und ihm die Betrachtung Mendelssohns als Repräsentant des Viktorianismus gewagt scheint. Nichtsdestoweniger attestiert er dem Autor, viel "Wesentliches und Richtiges" zu betonen, "um Mendelssohns Schubladisierung als Rückwärtsgewandter entgegenzuwirken".
© Perlentaucher Medien GmbH
 | Besprechung von 02.02.2009 |
Sein Ehrgeiz, ihre ZierdeWieso fehlt zwischen den Namen Mendelssohn und Bartholdy eigentlich der Bindestrich? Und warum ist immer wieder nur von Felix Mendelssohn die Rede, ohne den zweiten Familiennamen? Das und noch sehr viel mehr klärt der derzeit wichtigste Mendelssohn-Experte R. Larry Todd in seiner Biographie ("Felix Mendelssohn Bartholdy". Sein Leben, seine Musik. Aus dem Englischen von Helga Beste unter Mitwirkung von Thomas Schmidt-Beste. Reclam Verlag, Stuttgart 2008. 796 S., Abb., geb., 49,90 [Euro]). Der Namenszusatz führt unmittelbar in die Assimilationsgeschichte der jüdischen Familie. Mendelssohns Onkel mütterlicherseits, Jakob Salomon, hatte Ende des achtzehnten Jahrhunderts den Namen Bartholdy zunächst seinem eigenen hinzugefügt. Nach seiner Konversion zum Protestantismus im Jahre 1805 nannte er sich dann nur noch Jacob Bartholdy. Der Name war von einem preußischen Baron übernommen worden, dem im frühen achtzehnten Jahrhundert die Meierei von Jacobs Großvater Daniel Itzig gehört hatte.
Mit seinem Schritt in den Protestantismus wurde Jakob zum Familienvorbild. Seine Schwester Lea und ihr Mann Abraham Mendelssohn ließen 1816 ihre …
R. Larry Todd hat aus der Fülle der historischen Überlieferungen geschöpft und eine gewaltige Biographie über Felix Mendelssohn Bartholdy geschrieben. ... Eine Lebensbeschreibung von monumentaler Ausführlichkeit und Genauigkeit. ... Dank dem üppigen Material ist das Buch unabdingbar für jeden, der sich heute mit Mendelssohn befasst. -- Süddeutsche Zeitung
Todd hat unzweifelhaft die umfangreichste Quellenstudie getrieben, die je ein Mendelssohn-Biograf aufgewendet hat. Er überbietet alles, was man bisher an Mendelssohn-Literatur vorfand.
Todds Biografie ist keineswegs akademisch oder trocken geschrieben, sondern sehr lebendig, anschaulich und sogar mit einigem Witz und gelegentlich feiner Ironie. -- DeutschlandRadio
Eine eindrucksvolle Studie ... Detailreich und brillant geschrieben ... Eine Pflichtlektüre. -- Frankfurter Allgemeine Zeitung
Mit wissenschaftlicher Akribie hat der Amerikaner R. Larry Todd die Notenblätter, Briefe und Tagebücher von Felix Mendelssohn Bartholdy studiert. Er zeigt das staunenswert vielfältige Werk des Musikers, der Kompositionen wie "Elias" schuf, als begnadeter Dirigent und Klaviervirtuose galt und zur …
"R. Larry Todd hat aus der Fülle der historischen Überlieferungen geschöpft und eine gewaltige Biographie über Felix Mendelssohn Bartholdy geschrieben. ... Eine Lebensbeschreibung von monumentaler Ausführlichkeit und Genauigkeit. ... Dank dem üppigen Material ist das Buch unabdingbar für jeden, der sich heute mit Mendelssohn befasst." -- Süddeutsche Zeitung "Todd hat unzweifelhaft die umfangreichste Quellenstudie getrieben, die je ein Mendelssohn-Biograf aufgewendet hat. Er überbietet alles, was man bisher an Mendelssohn-Literatur vorfand. "Todds Biografie ist keineswegs akademisch oder trocken geschrieben, sondern sehr lebendig, anschaulich und sogar mit einigem Witz und gelegentlich feiner Ironie." -- DeutschlandRadio "Eine eindrucksvolle Studie ... Detailreich und brillant geschrieben ... Eine Pflichtlektüre." -- Frankfurter Allgemeine Zeitung "Mit wissenschaftlicher Akribie hat der Amerikaner R. Larry Todd die Notenblätter, Briefe und Tagebücher von Felix Mendelssohn Bartholdy studiert. Er zeigt das staunenswert vielfältige Werk des Musikers, der Kompositionen wie 'Elias' schuf, als begnadeter Dirigent und Klaviervirtuose galt und zur Wiederentdeckung von Bach …
Larry R. Todd, Professor für Musikwissenschaft an der Duke University in Durham / North Carolina, ist die Autorität in Sachen Felix Mendelssohn Bartholdy. Seine 2003 bei Oxford University Press erschienene Biographie Mendelssohn. A Life in Music wurde als das neue Standardwerk zu Mendelssohns Leben und Werk begrüßt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, so z.B. von der Association of American Publishers als "Best Biography of 2003".
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