Regie: Friedrich Wilhelm Murnau Darsteller: Hermann Picha; Rosa Valetti; André Mattoni; Werner Krauss; Lil Dagover; Lucie Höflich; Emil Jannings; Camilla Horn Musik: Giuseppe Becce Produzent: Erich Pommer Kamera: Karl Freund
Der flüchtige Betrüger Tartüff schleicht sich in das Haus des
reichen Orgon, wird sein engster Vertrauter. Orgon will ihm Tochter
Dorine zur Frau geben. Orgons Frau Elmire, der Tartüff Avancen
macht, erkennt seine Absichten und schmiedet mit Dorine ein
Komplott, um Tartüff bloßzustellen. Es gelingt. - Rahmenhandlung:
Eine Haushälterin umgarnt ihren Herrn, einen närrischen Greis, der
ihr Hab und Gut vererbt, den Enkel verstößt. Als Filmvorführer
kehrt der Enkel zurück und läßt ihn ins Kino zu "Tartüff"
ein. Der Alte besinnt sich, jagt die Frau davon.
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Der alte Herr wird von seiner Haushälterin aus reiner Nächstenliebe
gepflegt - glaubt er zumindest. Denn eigentlich hat es die
habgierige Frau einzig auf das Vermögen des kranken Mannes
abgesehen. Und teilen will sie das Geld schon gar nicht, deshalb
verbreitet sie allerlei Schlechtes über den Neffen des Alten und
erreicht damit, daß der junge Mann enterbt wird. Der Neffe aber
denkt gar nicht daran, aufzugeben. Er nutzt vielmehr sein
schauspielerisches Talent, um das wahre Gesicht der Haushälterin
zum Vorschein zu bringen. Selbst bis zur Unkenntlichkeit
verkleidet, führt er in seinem Wanderkino einen Film vor, der ein
Gleichnis zu der Intrige der gierigen Haushälterin darstellt. Der
Film erzählt die Geschichte des gerissenen Tartüff, der einen
Freund um sein Geld bringen will und von der Frau des Opfers durch
einen Trick entlarvt wird. Als der Neffe nach der Vorstellung seine
Maske abnimmt, verrät sich die Haushälterin - nun erkennt auch der
alte Onkel, daß sie es nur auf sein Geld abgesehen hatte, und jagt
die hinterhältige Person davon.
Bonusmaterial
"Tartüff, der verschollene Film" von Luciano Berriatua, Biografien