Basierend auf einer preisgekrönten BBC-Produktion erzählt dieser
Film mit Julia Jentsch und Jan-Josef Liefers eine Liebesgeschichte,
die vor dem Hintergrund des G8-Gipfels in Heiligendamm spielt.
Politik, die unter die Haut geht.
Sie lernen sich zufällig in einem Café kennen. Obgleich sie aus
zwei unterschiedlichen Welten stammen - Gina (Julia Jentsch) ist
Hebamme, Laurens (Jan-Josef Liefers) ist Finanzexperte - funkt es
sofort. Nach einigen wenigen Dates und durch einen Anstoß seines
Vorgesetzten, des Finanzministers (Jürgen Heinrich schüttelt sein
"Wolffs Revier"-Image ab und empfiehlt sich eindringlich
für andere Rollen), fragt Laurens sie, ob sie ihn zum G8-Gipfel
nach Heiligendamm begleiten möchte. Tatsächlich reist Gina mit zu
dem Gipfeltreffen. Doch als sie merkt, dass die Politiker mehr
daran interessiert sind ihre Pfründe zu wahren als an der
Reduzierung der Weltarmut, platzt ihr der Kragen und sie sagt laut,
was sie von den Staatsmännern erwartet. Wird ihre Offenheit Laurens
den Job kosten? Wird ihre junge Liebe diese Belastungsprobe
aushalten?
Die britische Vorlage "The Girl in the Café" spielte rund
um den G8-Gipfel in Reykjavik und wurde u.a. mit drei Emmys sowie
einem Golden Globe ausgezeichnet. Für den Sat.1-Film zeichnen neben
dem Autor Richard Curtius ("Vier Hochzeiten und ein
Todesfall") auch die Produzenten von Egoli Tossell, Cinema for
Peace und Star Entertainment verantwortlich; Martin Rauhaus
adaptierte das Drehbuch, Maria von Heland führte Regie. Der Film
besticht dadurch, dass er einen spannenden Blick hinter die
Kulissen des Politikgeschäfts liefert, eine ungewöhnliche
Liebesgeschichte erzählt und ausgezeichnet besetzt ist; so sind in
weiteren Rollen Stefan Kurt, Andrea Sawatzki und Jördis Triebel zu
sehen, Catherine Deneuve hat einen Kurzauftritt als "Grand
Dame". Während Julia Jentsch ihre Rolle wunderbar trägt und
für Gänsehaut-Momente sorgt, überzeugt Jan-Josef Liefers nur
bedingt. Das Zahlenverliebte der Figur spielt er sehr gut, das
Introvertiert-Schüchterne erspielt er sich; sein Handicap ist
jedoch, dass die Rolle für einen deutlich älteren Mann geschrieben
war. sw.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Bonusmaterial
Interview mit Richard Curtis (ca. 5 Min.), Interview mit Bob Geldof (ca. 8 Min.), Kinospot "Not the same procedure - Dinner for all" (ca. 1 Min.), Richard Gere erinnert an Tibet (ca. 8 Min.), TV-Spot "Klick" (ca. 1 Min.)
Iris Berben, geboren 1950 in Detmold, brach das Gymnasium ab und kam Ende der 60er Jahre zum Film. Sie absolvierte eine Tanz- und Bewegungsausbildung in London sowie eine Sprech- und Gesangsausbildung in Berlin. Sie spielte in mehr als 300 Kino- und Fernsehfilmen und gehört zu den erfolgreichen deutschen Schauspielerinnen. 2003 ausgezeichnet für ihr Engagement gegen Antisemitismus und Rassismus mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik.