Frankie, Jonny und seine Kumpels machen die ostfriesische Küste
unsicher. Das Freizeitangebot dort ist nicht gerade berauschend,
deshalb müssen die Jungs selbst dafür sorgen, Action in ihren
Alltag zu bringen. Sie brechen in einen Spielwarenladen ein und
sind fortan gefährliche Ninja-Kämpfer. Augenzwinkerndes Porträt
einer Jugend in der Pampa.
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Gelangweilt von der Eintönigkeit Ostfrieslands, brechen Frankie,
Jonny und drei Kumpels in ein Geschäft ein, erbeuten japanische
Kampfsportartikel - und werden fast erwischt. An ihrem Treffpunkt
in einer stillgelegten Fabrik verschwören sie sich im Ninja-Kult:
Diskretion und Zurückhaltung, dabei höchst konzentriert... Jonny
und die anderen sind mit den kleinen Abwechslungen zum gewohnten
Trott zufrieden. Nur Frankie will mehr. Und dann ist da noch die
blonde Arbeitskollegin in der KFZ-Werkstatt, die auf Alain Delon
steht. Frankie bekommt rote Ohren und sein erstes Date. Die Jungs
planen den großen Coup, trainieren eifrig und verschwiegen.
Schattenkämpfer kommen nachts.
In einem kleinen Nest in Ostfriesland leben fünf Freunde in den Tag hinein. Um der steten Langeweile im Elternhaus und am Arbeitsplatz zu entfliehen, brechen Frankie und seine Kumpels in ein Sportartikelgeschäft ein, klauen schwarze Kampfsport-Uniformen und gründen eine Martial-Arts-Truppe. In der Weite des Watts, auf verlassenen Bauernhöfen und anderen entlegenen Orten trainieren die Jungs nun heftig, lauschen den philosophischen Weisheiten einer Ninja-Kassette und träumen dabei von der großen, weiten Welt. Regisseur und Autor Hans-Erich Viet ("Schnaps im Wasserkessel") versteht es, mittels seines karg-minimalistischen Stils, trockenen Humors und mit wenigen Worten das norddeutsche Lebensgefühl unter den 17- bis 18jährigen perfekt zu vermitteln. Ist die Zeichnung der Figuren durchaus gelungen, fehlt dem Film leider eine geradlinig strukturierte Geschichte. Besonders erwähnenswert ist die Kameraarbeit von Sophie Maintigneux, die es versteht, die deutsche Provinz wie tiefstes amerikanisches Hinterland aussehen zu lassen. Ein etwas anderer deutscher Film, der ohne die hierzulande übliche Anbiederung ans Publikum auskommt.