Ein Date fürs Leben - Ochsenknecht,Uwe/Jaenicke,Hannes
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Uwe Ochsenknecht / Hannes Jaenicke 

Ein Date fürs Leben

Regie: Niessner, Andi; Darsteller: Ochsenknecht, Uwe; Stinshoff, Julia; Jaenicke, Hannes; Mitterhammer, Marion; Ehrich, Maria; Riefenstein, Thure; Goder, Sebastian; Felder, Max; Eyron, Bruno; Musik: Weidinger, Andreas; Buch: Jago, Barbara; Kamera: Neubauer, Bernd;
DVD
 
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Ein Date fürs Leben

Bei Anna Schubert, geschieden und allein erziehende Mutter, tut sich in Liebesdingen rein gar nichts mehr. Neben ihrer Arbeit in einem Münchner Auktionshaus widmet sie ihre ganze Zeit ihrer 16-jährigen Tochter Paula, die pubertätsbedingt mit Gott und der Welt hadert. Da tritt eines Tages Gregor in ihr Leben. Um die Schulden seines verstorbenen Vaters bezahlen zu können, muss er dessen Gemäldesammlung verkaufen. Annas Kennerblick entdeckt darunter einen als verschollen geglaubten Meister. Fortan laufen sich die beiden immer wieder über den Weg und kommen sich langsam näher, doch dann sieht Anna Gregor mit Frau und Kind.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Anna (Julia Stinshoff) ist seit drei Jahren von ihrem Mann, dem Vater ihrer 16-jährigen Tochter Paula (Maria Ehrich) geschieden. Sie arbeitet als Abteilungsleiterin praktisch rund um die Uhr. Ihr Privatleben beschränkt sich einzig auf ihre pupertierende Tochter. Ihr schwuler Freund und Kollege Michael Strelinsky (Uwe Ochsenknecht) rät ihr dringend, sich endlich wieder der Männerwelt zu öffnen und vor allem das Flirten zu üben. Diesen Rat würde Anna sehr gerne befolgen aber wie, wenn man seit 3 Jahren praktisch nur mit seiner Arbeit befreundet war. Gedankenverloren stößt sie im Supermarkt mit Markus (Hannes Jaenicke), einem gutaussehenden Mittvierziger zusammen, dem ihre Schusseligkeit gehörig auf die Nerven geht. Und auch für Anna ist ein Flirtversuch mit diesem Schnösel erst einmal undenkbar ...

Bonusmaterial

DVD-Ausstattung / Bonusmaterial: - Kapitel- / Szenenanwahl - Animiertes DVD-Menü - DVD-Menü mit Soundeffekten


Produktinformation

  • Hersteller: EuroVideo
  • EAN: 4009750207130
  • Best.Nr.: 25819738
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 05.02.2009
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch
  • Regionalcode: 02
  • Bildformat: 16:9
  • Tonformat: Deutsch DD 5.1
  • Gesamtlaufzeit: 90 Min.
Man sollte Julia Stinshoff mal sagen, dass eine Figur nicht automatisch komisch wirkt, wenn sie immer wieder die Augen verdreht. Aber wie sie sich in den gemeinsamen Szenen mit Hannes Jaenicke zum Affen macht, das ist ebenso hübsch gespielt wie inszeniert (Regie: Andi Niessner). Denn wann immer Anna, offenbar Kunsthistorikerin, dem Volkswirt Gregor über den Weg läuft, passiert irgendwas. Wenn beide Glück haben, stoßen sie nur mit den Köpfen aneinander, weil sie gleichzeitig etwas aufheben wollen; wenn Gregor Pech hat, landet auch schon mal heißer Kaffee auf seiner Hose.

Natürlich sind die Signale für jeden Komödienliebhaber unübersehbar: Die beiden fallen nur deshalb immer wieder aus der Rolle, weil sie nicht mehr Herr (beziehungsweise Frau) ihrer selbst sind, wenn sie sich begegnen. Aber sie wollen das nicht wahrhaben. Annas Gefühlswelt ist ohnehin durcheinander, seit ihr Ex-Mann sie einst mit einer anderen betrogen hat; von ihrem brachliegenden Sexualleben ganz zu schweigen. Neben der Arbeit in einem Auktionshaus zählt für sie nur noch Tochter Paula; die Gespräche zwischen Mutter und Tochter gehören zu den besten Dialogen des Films (Buch: Barbara Jago), zumal Maria Ehrich, dank einem halben Dutzend Rollen in den letzten beiden Jahren (darunter auch "Die Frau vom Checkpoint Charlie) ohnehin auf dem Weg zum Profi, bestens mit Stinshoff harmoniert. Paula ist eine typische 16-Jährige, die sich hässlich findet und eine Hausarbeit über das Küssen schreibt, obwohl sie sich bei dem Thema auf Erfahrungen aus zweiter Hand beschränken muss. Mitunter hat man das Gefühl, an dieser Rolle hatte Autorin Jago fast noch mehr Spaß gehabt als an den beiden Hauptfiguren.
Auch Anna und Gregor aber entkommen ihrem Schicksal nicht: Er muss die Gemäldesammlung seines verstorbenen Vaters verkaufen, um dessen Schulden zu bezahlen, und sie soll die Bilder katalogisieren. Ihre Chefin (Marion Mitterhammer) setzt sie zusätzlich unter Druck: Das Auktionshaus braucht dringend einen Knüller. Tatsächlich befindet sich unter den Bildern auch ein Matisse, der Jahrzehnte als verschollen galt; aber von dem will sich Gregor nicht trennen. Als sich Anna allen inneren Widerständen zum Trotz endlich doch für ihn erwärmt, sieht sie ihn mit Frau und Tochter.
Die Geschichte mag kein Knüller sein, wird aber auf sehr ansprechende Weise erzählt; außerdem schaut man den Schauspielern gern bei der Arbeit zu, selbst wenn die Nebendarsteller (unter anderem Uwe Ochsenknecht als Annas schwuler Kollege) mitunter mehr aus ihren Rollen machen. Dafür hat Stinshoff die schönsten Slapstickszenen, etwa wenn Anna im erlesenen Kostüm vor Gregor die Straße runterstöckelt, betet, dass ihr nicht wieder ein Missgeschick passiert, und prompt einen Wasserschwall aus einer Markise abbekommt. tpg.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag