In Rumänien - Bauer, Markus

Markus Bauer 

In Rumänien

Auf den Spuren einer europäischen Verwandtschaft

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In Rumänien

Seit 2007 ist es Teil der Europäischen Union - und trotzdem bleibt Rumänien die große Unbekannte, sein Bild bei uns besetzt von Klischees (transsilvanischer Grusel, bettelnde Straßenkinder, Wanderarbeiter und überall Bären). Markus Bauer, Kulturhistoriker und Journalist, hat fünf Jahre in Jassy (dem rumänischen Heidelberg) gelebt und gearbeitet und ist dabei auf Spuren einer reichen Kultur gestoßen, die fasziniert durch vielfältige historische Verbindungen zur römischen und islamischen Welt, gleichzeitig durch ihre Nähe zur mitteleuropäischen Geschichte, die Rumänien dann auf eine ganz besondere Art in alle Katastrophen des 20. Jahrhunderts hineinriß - mit Folgen, die bis heute das Land und die Menschen prägen. Aus dem Inhalt: Die Moldau: kreative Quelle der rumänischen Kultur; Zeichen und keine Wunder: was vom shtetl blieb; Das Dorf und die Stadt: die letzten Bau ern aufstände in Europa; Kriegsende: über das unheimliche Verschwinden einer gan zen Armee; Emigration als Konstante:
Rumänien und seine Schriftsteller und Künstler; Mythen und offene Wunden: über den heutigen Umgang mit der Geschichte; Land der Minderheiten: Schwaben, Sachsen, Ungarn und andere.

Ein faszinierendes Land, ein (fast) blinder Fleck in unserer Wahrnehmung.


Produktinformation

  • Verlag: Transit Buchverlag
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 174 S.
  • Seitenzahl: 180
  • Deutsch
  • Abmessung: 214mm x 131mm x 18mm
  • Gewicht: 281g
  • ISBN-13: 9783887472382
  • ISBN-10: 3887472381
  • Best.Nr.: 25623638
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.07.2009

So modern und so östlich zugleich
Mit Aktualitätsklima: Markus Bauer erzählt von den Spuren der Zeitgeschichte in Rumänien
Als junger Soldat der deutschen Wehrmacht wurde der spätere Schriftsteller Heinrich Böll mehrfach verwundet. Vom Erholungsheim St. Avold in Lothringen aus wurde er im Mai 1944 erneut an die Front geschickt, ins rumänische Jassy, die Hauptstadt der Moldau. Am Pfingstmontag schrieb er in einem der Briefe an seine Frau und seine Familie über die Stadt: „Wenn man sie von weitem sieht, sieht man nur grüne, wunderbare Bäume, ein paar weiße, herrliche Türme und einige hohe, schöne Gebäude im Sonnenschein; dabei ist es eine große, unendliche Stadt, sogar recht modern und östlich, östlich!”
Zwei Tage später wurde Böll neuerlich verwundet. Zehn Kilometer nördlich der Stadt verlief die Front, an der die ergänzten Restbestandteile der in Stalingrad fast vollständig vernichteten 6. Armee der Deutschen gemeinsam mit rumänischen Truppenteilen der nach Westen vordringenden Roten Armee Widerstand entgegensetzen sollten. Der Literaturwissenschaftler und Journalist Markus Bauer, der einige Jahre als deutscher Lektor an der Universität …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Als komprimierte Einführung in die rumänische Geschichte lobt Rezensent Lothar Müller dieses Buch des Literaturwissenschaftlers Markus Bauer, der mehrere Jahre an der Universität der Stadt Jassy gearbeitet hat. Was dem Rezensenten besonders an der Darstellung gefällt, ist, dass Bauer die Geschichte und Kultur zueinander in Verbindung setzt. So lernte Müller, wie er in seiner kurzen Kritik schreibt, nicht nur einiges über die faschistische Diktatur Antonescus und den rumänischen Antisemitismus, über das Regime des Ceausescu und seine Dorfzerstörungen und "brutalen Modernisierungen", sondern auch über den Städtebau in Bukarest oder die Erfindung des jiddischen Theaters. Abschließend attestiert Rezensent Müller dem Buch ein hohes "Aktualitätsklima", was er unbedingt positiv meint.

© Perlentaucher Medien GmbH
Markus Bauer, 1959 in St. Wendel/Saar geboren, studierte Literatur und Geschichte und promovierte in Marburg über Walter Benjamin. Zahlreiche Veröffentlichungen u.a. über Exilliteratur, Czernowitz, jüdische Geschichte in Osteuropa. In der Neuen Zürcher Zeitung schreibt er regelmäßig über Rumänien.

Leseprobe zu "In Rumänien"

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Inhaltsangabe

Aus dem Inhalt: Die Moldau: kreative Quelle der rumä
nischen Kultur
Zeichen und keine Wunder: was vom shtetl blieb
Das Dorf und die Stadt: die letzten Bau­ern­aufstä
nde in Europa
Kriegsende: ü
ber das unheimliche Verschwinden einer gan­zen Armee
Emigration als Konstante: Rumä
nien und seine Schriftsteller und Kü
nstler
Mythen und offene Wunden: ü
ber den heutigen Umgang mit der Geschichte
Land der Minderheiten: Schwaben, Sachsen, Ungarn und andere.

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