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| Bewertung von Toebi aus Beckum am 24.02.2012 | |
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Es gibt mal wieder einen neuen Fall für das Ermittlerteam Judith Krieger und Manni Korzilius. Da ich die vorangegangenen Fälle nicht kenne, hätte ich in diesem Fall die Serie lieber vollständig hintereinander gelesen. Judith Krieger leidet noch unter den Folgen ihres letzten Falles, der hier aber nur ganz kurz angerissen wird. Auch über das Privatleben von Manni Korzilius erfährt der Leser einiges. Aber auch bei ihm hatte ich das Gefühl, dass ich zu wenig über ihn erfahre und es besser gewesen wäre, die vorherigen Fälle zu kennen. Ansonsten zeigt Gisa Klönne, dass Polizisten nicht immer die Helden des Alltags sind, wie sie teilweise in diversen Krimiserien im Fernsehen dargestellt werden. Polizisten müssen Erlebtes verarbeiten und wenn es dann privat gerade auch nicht glatt läuft, kommt auch noch ein schwieriger Fall dazu. Gisa Klönne schreibt sehr authentisch und spricht einen interessanten Themenbereich aus dem Bereich der katholischen Kirche an. Man muss kein überzeugter Kirchgänger sein, um das Buch zu mögen. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen und die Art und Weise, wie hier um diverse Fakten ein fiktiver Kriminalfall gewoben wird. Die Spannung wird langsam aufgebaut. Es gibt mehrere parallel verlaufende Handlungen, die natürlich zu einander finden werden. Das Buch ist unterteilt in fünf Teile, wobei jeder Teil mit einem Zitat Hiobs beginnt. Danach folgt jeweils eine Seite kursivgedruckter Text, der den Leser noch mehr mitfiebern lässt. Das Privatleben des Ermittlerteams lässt noch ein paar Fragen offen, doch das lässt auf Lesestoff für den nächsten Fall von Judith Krieger und Manni Korzilius hoffen. Eine runde Sache, die durch eine sehr schöne Covergestaltung noch einmal mehr abgerundet wird. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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Bewertung von KimVi aus Niedersachsen am 10.02.2011 |
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Dies war mein erster Kriminalroman von Gisa Klönne und somit für mich auch der erste Teil der Ermittlerserie Krieger/Korzilius. Normalerweise lese ich eine Bücherserie in der richtigen Reihenfolge und das ist sicher auch bei dieser Krimi-Reihe empfehlenswert. Aber dennoch ist dieser Band auch gut einzeln lesbar, denn wichtige Hintergrundinformationen zum besseren Verständnis werden beim Lesen dieses Bandes geliefert. Auch verrät dieser Teil nicht zu viel von der Handlung der Vorgängerromane, sondern liefert Informationen über den Gesundheitszustand der Hauptkommissarin Krieger und erläutert wie es zu ihrem Trauma kam. Den Schreibstil der Autorin empfand ich als sehr flüssig und ich hatte keine Schwierigkeiten den Quereinstieg in diese Bücherserie zu finden, Aus der Erzählperspektive verfolgt man mehrere Handlungsstränge die parallel verlaufen und auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Die Handlungsfäden werden jedoch geschickt verwoben und bilden im Nachhinein ein stimmiges Gesamtbild. Dabei gelingt es der Autorin falsche Fährten zu legen, sodass mir erst spät klar wurde, wer denn der Täter sein könnte. Die Protagonisten des Krimis sind sehr unterschiedlich und so trifft man hier auf eine interessante Mischung verschiedenener Charaktere. Sie alle sind aber detailliert und authentisch beschrieben und wirken deshalb sehr menschlich und ihre Handlungen nachvollziehbar. Das liegt sicher auch an der umfassenden Recherche der Autorin, die sich auch in winzigen Details der Nebenhandlungen bemerkbar machen. Mir hat dieser vierte Band der Krimireihe sehr gut gefallen. Denn die Mischung der verschiedenen Persönlichkeiten, die alle mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen haben, ist gut gelungen und macht diesen Roman interessant und spannend. So erfährt man etwas von der Arbeit mit traumatisierten Polizeibeamten und erhält einen kleinen Einblick in die Schuldgefühle nach einem Einsatz mit tödlichem Ausgang. Ausserdem kommt es zu einem Ausflug in die Grufti-Szene, die Arbeit der Telefonseelsorge und in die Karate-Trainingsgruppe von Manni Korzilius. Dieser hat auch mit ganz privaten Problemen zu kämpfen. Ganz nebenbei gibt es außerdem noch Tipps für die Haltung eines Chamäleons und Obduktionen mit leicht übersinnlichem Hintergrund. Mich konnte der Krimi überzeugen und deshalb werde ich sicher auch die ersten Bände der Serie lesen. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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| Bewertung von annemarie aus Gerolstein am 17.08.2010 | |
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Köln 2009. Ein Priester und ein Arzt werden ermordet. Vor ein paar Jahren tötet sich ein Mädchen, indem es vor einen Zug springt. Die beste Freundin des Mädchens Bat wird auf der Suche nach der Ursache für den Selbstmord ihrer Freundin vergewaltigt. Die ermittelnde Hauptkommissarin steckt mitten in einem Untersuchungsverfahren, weil sie in einem vorherigen Fall auf eigene Faust gehandelt hat und dabei 2 Menschen getötet wurden. Der Priester, der in diesem Fall entscheidende Hinweise liefern könnte, beruft sich auf sein Schweigegelübde. Ein wirklich spannender Krimi, indem die handelnden Personen sehr gut ausgeprägte Charaktere besitzen. Dieses war mein erster Krimi von Gisa Klönne. Durch die erfrischende Art zu schreiben und auch das eingehen auf die privaten Situationen der handelnden Personen, hat sich dieser Krimi immens schnell gelesen. Es gibt über dieses Buch eigentlich nichts negatives zu berichten. Die Abhandlungen über die Kirche waren teils etwas langatmig, gehören aber meiner Meinung dazu, um die Handlungen einiger Personen zu verstehen. allen Krimifans auf jeden Fall zu empfehlen. |
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Bewertung von anyways aus greifswald am 12.03.2010 |
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Ein Priestermord zum Karneval in Köln, da stellt sich dann als allererstes die Frage: Ist dieser Priester echt? Hauptkommissarin Judith Krieger und Manni Konzilius findenheraus, das der Priester ein angesehener Arzt war ,mit wenig Feinden und einer intakten Familie . Dann wird der zweite Priester ermordet. Während die beiden Ermittler die Arbeit aufnehmen stoßen sie auf ein Grufti-Girl das sehr unter dem angeblichen Selbstmord ihrer besten Freundin leidet. Judith Krieger ahnt das dieses Mädchen der Schlüssel zur Auflösung dieses Falles ist. Ein etwas "anderer" Kriminalroman. Die Kirche steht im Mittelpunkt der Ermittlungen. Leider zeigt Gisa Klönne eine allzu deutliche Ablehnung dem christlichen Glauben und ganz speziell dem Zölibat gegenüber. Das beeinflusst den Leser allzu sehr. Die Personen in ihrem Roman misst sie eine ganz spezielle Aufmerksamkeit zu, der das o.g. wieder wettmacht. Alles in allem ein solider deutscher Krimi, den ich gerne gelesen habe. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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Bewertung von sabatayn76 am 13.10.2009 |
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Inhalt: In der Nacht zum Aschermittwoch wird ein mit einem Priesterornat bekleideter Mann ermordet. Der Mörder hat zudem eine mysteriöse Botschaft hinterlassen, die der Polizei einige Rätsel aufgibt: „MÖRDER“. Wenig später wird eine zweite Leiche gefunden, die nach dem selben Muster getötet wurde. Wie hängen die beiden Morde zusammen? Gibt es einen gemeinsamen Nenner? Welche Rolle spielt die katholische Kirche? Mein Eindruck: 'Farben der Schuld' ist der vierte Kriminalroman von Gisa Klönne. Wie seine Vorgänger fasziniert 'Farben der Schuld' von der ersten Seite an und ist geprägt von interessanten Charakteren, die allesamt fehlerbehaftet und damit menschlich und authentisch sind. Besonders gut gefallen hat mir die gründliche Recherchearbeit der Autorin. Egal, ob es um die Beschreibung der Gothicszene, die Erklärungen zu Karate oder die psychische Verfassung von Kommissarin Judith Krieger geht: Klönne bleibt jederzeit glaubwürdig! Insbesondere die Schilderung der posttraumatischen Belastungsstörung von Judith ist der Autorin hervorragend gelungen. Mein Resümee: Meiner Meinung nach ist 'Farben der Schuld' das bisher beste Buch der Autorin: hervorragend recherchiert und durchgehend spannend. Buchempfehlung: Eine ebenso großartige wie erschütternde Beschreibung einer posttraumatischen Belastungsstörung wurde von Jan Philipp Reemtsma vorgelegt. Sein Buch 'Im Keller' beschreibt seine Entführung, seine Gefangenschaft und die damit verbundene Traumatisierung. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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| Bewertung von Bücherwürmchen aus Bayern am 04.10.2009 | |
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Das war mein zweites Buch von Gisa Klönne. Ich hatte es schon mit Band 1 dieser Krimiserie versucht, aber damit wurde ich nicht so ganz warm. Damals war mir der Schreibstil zu detailverliebt und spannungsarm – ganz im Gegensatz zu „Farben der Schuld“. Hier schafft es Gisa Klönne, z. B. mit einem oder zwei Absätzen eine Persönlichkeit zu beschreiben. Nicht nur die Polizisten Judith und Manni, sondern einige Personen mehr haben Charakter und Tiefe bekommen, ohne dass es zu ausführlich wurde. Die Krimihandlung setzt nicht auf grausame und blutige Details, sondern ist eher ein Psychogramm von Verlust, Verantwortung und Sehnsucht nach Familie bzw. einem Vater, das sich bei einigen Personen als Motiv durch das Buch zieht. Ein eher leiser Krimi, der trotzdem ordentlich Spannung aufbaut. Einziger Kritikpunkt ist, dass die Auflösung am Ende etwas lakonisch und unspektakulär daher kam, so dass ich leider nicht durch das Buch die komplette aufgeklärte Story nochmal zusammengefasst präsentiert bekam, sondern quasi selbst noch „nacharbeiten“ musste, um die ganze Bandbreite zu erfassen. Das hat mich irritiert, aber nachdem ich meine Hausaufgaben gemacht hatte, empfand ich die Lösung doch schlüssig und passend. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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| Bewertung von S.D. am 16.09.2009 | |
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"Farben der Schuld" hat mir gut gefallen. Es ist der erste Krimi, den ich von Gisa Klönne gelesen habe, doch es wird sicherlich nicht der letzte sein. Als Kölnerin waren mir die Handlungsorte sehr vertraut und auch die etwas eigene Art der Kölner war gut rübergebracht. In wechselnden Perspektiven werden hier zunächst von einander unabhängige Geschichten erzählt, die sich im Laufe des Buchs immer mehr zu einem Strang verbinden. Eigentlich waren es auch die Nebenstränge, wie beispielsweise die Geschichte von der jungen Bat, die mich am meisten interessiert haben. Leider wurden jedoch auch einige Klischees bedient, gerade was die katholische Kirche betrifft. Insgesamt hätte dies auch gut ein Film in der Art des "Tatort" im Fernsehen sein können, da sich Figuren und Schauplätze geradezu dazu anbieten. Hier ist es keine unterschwellige Psychologie, die den Fall ausmacht, sondern simples Polizei Handwerk. Es würde mich daher nicht wundern, wenn das Buch einmal fürs Fernsehen adaptiert wird. Die Kommissarin Judith Krieger ist mir sehr sympathisch, allerdings gelang es mir nicht, sie mir bildhaft vorzustellen. Ein wenig nervig fand ich ihren Kollegen Manfred Korzilius mit seinem Kampfkunst Spleen. Meiner Meinung nach, fehlte den Figuren ein deutlicher Wiedererkennungswert, was ich eigentlich bei einer Krimi-Reihe erwartet hätte. Vielleicht funktioniert dies besser, wenn man auch die anderen Bücher von Gisa Klönne kennt. Auch die Aufklärung des Falls fand ich etwas enttäuschend, mehr möchte ich an dieser Stelle jedoch nicht verraten. Sehr gut gefällt mir das Titelcover mit dem Chamäleon. Einerseits zeigt es das Haustier der jungen Bat, andererseits kann es jedoch auch ein Sinnbild sein für die Figuren des Romans. So wie ein Chamäleon ein Meister der Anpassung ist, verstehen es auch einige Personen ihre wahre Natur zu verbergen. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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Bewertung von Ritja aus Deutschland am 14.09.2009 |
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Eine Hauptkommissarin, Morde in Köln, eine junge leidende Frau. Die Tatorte sind speziell, die ermordeten Menschen auch, die Aufklärung gestaltet sich schwierig, da die Kommissarin im Kreise der Kirche ermitteln muss. Nebenbei läuft noch die Geschichte einer jungen Frau, die den Tod der Freundin nicht verkraftet hat und sich zudem vom "Dunklen" angezogen fühlt, was jedoch immer wieder zum Streit mit der überforderten Mutter führt. Beide Handlungsstränge verflechten sich zunehmend. Alles in allem eigentlich genügend Stoff für einen spannenden Krimi. Leider konnte mich jedoch die Autorin in keinster Weise überzeugen. Ich habe das Buch mehrfach versucht zu Ende zu lesen, bin aber immer wieder an den langenweiligen Handlungen gescheitert. Bereits in der Mitte des Buches hat es mich nicht mehr interessiert, wer der Mörder ist und warum es geschehen musste. Eigentlich sollte das den Leser antreiben, aber für mich war die Handlung viel zäh und die Dialoge zu schleppend. Schade. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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| Bewertung von james aus kassel am 11.09.2009 | |
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Ich bin abslout von dem Schreib- und Erzählstil fasziniert. Die Wahl der Wörter hat meißt mehr erzählt, als die eigentliche Geschichte. Ich konnte sehr gut in die Geschichte eintauchen und dem Verlauf folgen. Eindrucksvoll und echt wurde ein Krimi geschrieben, der viele Gefühle in sich bindet. Liebe, Glaube, Hoffnung, Träume und Mord sind zu einem perfekten Ganzen verschmolzen. Die Protagonisten waren alle sehr lebensnah dargestellt und haben alle ihre eigene Persönlichkeit. Das Buch besteht aus einzelnen Kapiteln, die wiederum in unterschiedliche Blickwinkel der einzelnen Protagonisten gegliedert ist. Durch die Persönlichkeit der einzelnen Protagonisten freut man sich immer wieder auf die bekannten Figuren und fiebert mit ihnen mit. Das Buch hat schon durchgängig eine Spannungskurve die zum Ende hin wirklich zum Reißen gespannt ist. Wir haben es hier mit einem Krimi zu tun, in dem der Mörder wirklich erst am Schluss enttarnt wird. Man hat seine eigenen Vermutungen wer, was, wieso getan hat, muss sie aber immer wieder über bord werfen und neu kombinieren. Genau wie die Ermittler steht der Leser bis zum Schluss im Dunkeln. Schade, dass ich nun die Protagonisten wieder verlassen muss. Gerne hätte ich mehr Zeit mit Bat und ihrer Mutter verbracht. Das ist auch wirklich der einzigste Kritikpunkt den ich anführen kann. Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter hätte mich nun am Ende wirklich interessiert. Werden die Beiden sich nun wieder näher kommen oder weiter entfremden? Vielleicht kann man ja hoffen und wieder auf die Beiden im nächsten Buch um die Ermittler des KK II stoßen. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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| Bewertung von Scylla am 04.09.2009 | |
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Nach Beenden dieses Buches bin ich leider etwas enttäuscht. Der kurzgefasste Inhalt ist folgender: In einer Karnevalsnacht wird nahe der Kirche Sankt Pantaleon in Köln ein als Priester verkleideter Mann ermordet. Nach einiger Zeit geschieht ein weiterer Mord, diesmal an einem echten Priester und auf die gleiche Art und Weise. Diese Morde gilt es von der Soko Priester aufzuklären. Als Nebenhandlung wird die Geschichte des Grufti-Mädchens Bat erzählt, das den Tod ihrer besten Freundin Jana aufklären will. Außerdem wird die durch eine vorhergegangene Ermittlung schwer traumatisierte Kommissarin Judith Krieger aus dem Krankenhaus entlassen, die später wieder zu den Ermittlern stößt. Anfangs liest sich das Buch sehr spannend und auch der Ansatz mit dem Grufti-Mädchen Bat ist sehr interessant. Ab dem Teil 3 flacht die Spannung aber immer mehr ab. Die Ermittlungen kommen absolut nicht voran, alles dreht sich im Kreis. Immer wieder dieselben Personen, Orte, Themen und Probleme, nur keine Lösungen. Manchmal gleichen sich sogar die Gespräche der Personen, sie werden immer und immer wieder geführt. Dadurch wird alles sehr langatmig. Auch die 5 verschiedenen Perspektiven, aus denen zeitweise erzählt wird, machen die Handlung nicht spannender, sondern tragen noch eher zur Wiederholung bei. Die eigentliche Mordermittlung wird immer mehr in den Hintergrund gedrängt und man erfährt fast nur noch etwas über Judith Kriegers traumatische Erfahrungen, die aus ihrem letzten Einsatz resultieren. Als Nichtkenner der Krieger-Korzilius-Reihe kann man damit aber nicht viel anfangen, weil man noch nicht mal weis, was eigentlich genau vorgefallen ist. Die Informationen werden zwar nach und nach dichter, trotzdem sind die endlosen (und meist immer wieder gleichen) Einblicke in Judith Kriegers Trauma und ihre Probleme ein bisschen übertrieben und langweilig. Vor allem aber deshalb, weil sie in keiner besonderen Verbindung zum derzeitigen Fall stehen. An Verbindungen und Verhältnismäßigkeiten hapert es auch noch an anderen Stellen. Man merkt ganz genau, dass die Autorin viele gute Einfälle hatte, die sie in diesem Buch mit verarbeiten wollte, aber leider ist die Verknüpfung mit dem Gesamtgeschehen meist nicht so gut gelungen. Die Ansätze sind gut, die Umsetzung leider weniger. So ist das Buch irgendwie mehr die Summe vieler einzelner Ideen und Beziehungen, die aber nicht richtig zusammen passen. Der Handlungsstrang mit Bat ist beispielsweise sehr interessant und spannend, er verläuft zum Ende hin aber plötzlich im Sande. Da wäre definitiv viel mehr drin gewesen. Das Ende ist ein besonders heikler Punkt des Buches. Da die Geschichte sich von Anfang an nur um eine handvoll Personen dreht, die immer und immer wieder befragt werden, ist es kaum verwunderlich, dass das Ende keine großen Überraschungen mehr bereit hält. Das Mordmotiv, das für den Täter präsentiert wird, ist noch einleuchtend, die Motive für die anderen Taten wirken jedoch an den Haaren herbeigezogen und mehr als unglaubwürdig. Das Buch kann am Ende weder durch die Handlung noch durch die Figuren richtig überzeugen. Man erfährt insgesamt wenig über die einzelnen Personen, die einzigen, die etwas mehr Farbe bekommen sind Manni und Bat. Anderen Personen wirken durch ihre etwas nervigen Charakterzüge eher unsympathisch. Auch die Bezeichnung „die Krieger“ für Judith Krieger finde ich mehr als unangemessen. Sie wirkt auf mich oberflächlich und abwertend und macht eine Hauptperson nicht gerade sympathischer. Fazit: Echte Fans von Gisa Klönne werden an diesem Buch sicher Freude finden, denn es liest sich schnell und einfach und ist am Anfang sehr spannend. Ich werde dieser Fangemeinde jedoch nicht beitreten können. Für mich hat das Buch einfach zu viele Schwachpunkte, als das ich es richtig hätte genießen können und der verpatzte Schluss hinterlässt für mich einfach einen zu negativen Eindruck. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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