Die Hermannsschlacht - Kleist, Heinrich von
  • Broschiertes Buch

Jetzt bewerten

Heinrich von Kleists ungefähr 1808 entstandenes Drama Die Hermannsschlacht um den Cheruskerfürsten Hermann bzw. Arminius, der 9 n. Chr. im Teutoburger Wald ein römisches Heer besiegte, war auf die aktuellen politischen Ereignisse hin geschrieben. Wie mit seiner politischen Lyrik, seine Leitartikeln und Manifesten rief Kleist zum Befreiungskampf gegen die Franzosen auf, die Preußen besetzt hielten. Doch gerade die politische Aktualität machten die Aufführung und den Druck des Dramas, das erst 1821 in den Hinterlassenen Schriften Kleists erschien, unmöglich. Im 20. Jahrhundert wurde da…mehr

Andere Kunden interessierten sich auch für

Produktbeschreibung

Heinrich von Kleists ungefähr 1808 entstandenes Drama Die Hermannsschlacht um den Cheruskerfürsten Hermann bzw. Arminius, der 9 n. Chr. im Teutoburger Wald ein römisches Heer besiegte, war auf die aktuellen politischen Ereignisse hin geschrieben. Wie mit seiner politischen Lyrik, seinen Leitartikeln und Manifesten rief Kleist zum Befreiungskampf gegen die Franzosen auf, die Preußen besetzt hielten. Doch gerade die politische Aktualität machten die Aufführung und den Druck des Dramas, das erst 1821 in den Hinterlassenen Schriften Kleists erschien, unmöglich. Im 20. Jahrhundert wurde das Drama von deutschnationalen Kreisen und vor allem von den Nationalsozialisten stark vereinnahmt.
  • Produktdetails
  • Reclam Universal-Bibliothek Nr.348
  • Verlag: Reclam, Ditzingen
  • 1986.
  • Seitenzahl: 104
  • 1986
  • Ausstattung/Bilder: 104 S. 151 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 148mm x 98mm x 8mm
  • Gewicht: 36g
  • ISBN-13: 9783150003480
  • ISBN-10: 3150003482
  • Best.Nr.: 00002220

Autorenporträt

Heinrich von Kleist, dessen Werk bereits auf die Moderne vorausweist, wurde am 18. Oktober 1777 in Frankfurt/Oder geboren. Die Beschäftigung mit Kants Philosophie löste 1801 eine Krise aus, die zur Infragestellung der Lebenspläne Kleists führte. Es folgten Reisen durch Deutschland, Frankreich und die Schweiz. 1807 wurde Kleist von französischen Behörden unter Spionageverdacht verhaftet. 1809 publizierte er patriotische Lieder und Aufsätze gegen die französische Besatzung. Von 1810-11 war er Herausgeber der Berliner Abendblätter , zunehmende Schwierigkeiten mit der Zensur führten zu deren Verbot. Gemeinsam mit der krebskranken Henriette Vogel beging Kleist am 21. November 1811 am Ufer des Wannsees in Berlin Selbstmord. Von den Dichtern der Goethezeit ist Heinrich von Kleist einer der lebendigsten und zerrissensten. Sowohl sein Leben als auch sein Werk standen im Zeichen einer aus den Fugen geratenen Zeit, und die extremen Gefühlslagen und radikalen Zweifel, die sich in den Werken dieses zu Lebzeiten erfolglosen Dichters Bahn brachen, sind auch heute noch höchst aktuell.
Heinrich von Kleist