Die große Bedeutung, die dieser Zyklus aus 24 Präludien und 24
Fugen (entstanden 1722) in der Musikgeschichte einnimmt, beruht vor
allem darauf, dass Bach neue Möglichkeiten des Instruments
systematisch auslotet. Nur wenige Jahre zuvor erklangen Werke für
Tasteninstrumente in Tonarten mit mehr als vier Vorzeichen
unsauber. Mit der neuen wohltemperierten Stimmung war es erstmals
möglich, auch in den übrigen Tonarten zu komponieren, was das
Spektrum der Ausdrucksformen um ein Vielfaches erweiterte und
kommende Generationen von Komponisten prägte.
Johann S. Bach (1685-1750) war ein deutscher Komponist des Barock. Er gilt heute als einer der größten Tonschöpfer aller Zeiten, der die spätere Musik wesentlich beeinflusst hat und dessen Werke im Original und in zahllosen Bearbeitungen weltweit präsent sind.