Produktbeschreibung zu Marx & Engels intim, Audio-CDs
"Der Briefwechsel der beiden repräsentiert die Schimpfkultur
des 19. Jahrhunderts mit all ihren Vorurteilen und Grobheiten.
'Marx und Engels intim' heißt das Hörbuch. Sie wirken
frisch, ihre Lästereien erfrischend - wenn auch nicht unbedingt zur
Nachahmung empfohlen. Ob Marxisten sich daran erfreuen werden, weiß
man nicht. Marx und Engels, wie gesagt, wollten nie welche
sein." -- NDR Kulturjournal
"So hat man Karl Marx und Friedrich Engels noch nicht erlebt.
Der Saal der Berliner Kalkscheune war komplett ausverkauft, als
Harry Rowohlt und Gregor Gysi aus dem privaten Briefwechsel der
beiden Philosophen lasen. Die Texte, die nie zur Veröffentlichung
bestimmt waren, amüsierten und schockierten durch ihre Offenheit
und Deftigkeit." -- BuchMarkt
'Es spricht für Rowohlts und Gysis Selbstironie, dass sie ihre
ideologischen Ziehväter damit der Lächerlichkeit preisgeben. Jetzt
liegt der Mitschnitt dieses denkwürdigen Abends als Hörbuch vor.
Selten konnte man über die menschliche Fehlbarkeit großer Denker so
herzlich lachen.' -- Die Welt
'Wenn das jemand liest, dann wir!' Gregor Gysi
'Ich spreche Marx, weil ich so aussehe, und da ist dann für
Gregor Gysi nur noch Engels übrig geblieben, obwohl er nicht so
aussieht' Harry Rowohlt
Es erwartet Sie eine spannende Lesung aus den persönlichen Briefen
und Texten der berühmtesten Philosophen der Welt: Karl Marx und
Friedrich Engels. Diese privaten Briefe dieser beiden Männer sind
so unerwartet deftig, dass wir unbedingt eine Lesung daraus machen
mussten.
Doch fangen wir mit den Eckdaten der beiden an: Karl Marx wurde
1818 in Trier geboren und starb 1883 in London. Friederich Engels
wurde zwei Jahre später in Wuppertal geboren und starb 1895 in
London. 1848 verfassten die beiden Freunde ihr berühmtestes Werk,
das 'Kommunistische Manifest' und gründeten kurz darauf die
'Neue Rheinische Zeitung' in Köln.
Die Zeitung wurde binnen kurzem mit einer für diese Zeit
ungewöhnlich hohen Auflage von nahezu 6.000 Exemplaren zu einem der
berühmtesten Presseorgane der Revolutionsjahre in ganz Deutschland.
Bei den Behörden war die Zeitung wenig beliebt und so stellte die
'Neue Rheinische Zeitung' bereits nach wenigen Monaten und
Schikanen durch den preußischen Staat ihr Erscheinen wieder ein.
Marx wurde als Nichtpreuße ausgewiesen. Gegen die restlichen
Redaktionsmitglieder wurden gerichtliche Verfahren
eingeleitet.
Marx ging ins Exil nach London, wo er bis zum Lebensende 1883 blieb
und sein sehr berühmtes Werk 'Das Kapital' verfasste. Sein
Kumpel Engels beteiligte Sich noch an den letzten revolutionären
Kämpfen in Baden. Als diese schließlich niedergeschlagen wurden,
setzte auch Engels sich ins Exil ab.
Nach dem Tode von Marx erbte Engels alle seine schriftlichen
Unterlagen. Nach Engels´ Tod wiederum ging alles in das Eigentum
der SPD über, die Marx´ Nachlass aber so nachlässig verwaltete,
dass einige seiner Aufzeichnungen einfach verloren gingen.
Einer der Menschen, die sich daran machten, alle Dokumente der
beiden wieder zu einer kompletten Sammlung zusammenzutragen, war
ein Mann namens Dawid Rjasanow, der von Beruf Leiter des Moskauer
Marx-Engels-Instituts war. Herr Rjasanow sammelte einfach alles.
Auch die Briefe, aus denen diese Lesung besteht. Das machte ihn in
den Augen der sowjetischen Führung so verdächtig, dass man ihn 1938
vorsichtshalber erschießen ließ. Man kann ja nie wissen bei so
neugierigen Leuten!
Es wird vorgelesen, was teilweise nie für die öffentlichkeit
bestimmt war! Und Sie werden fürs Zuhören bestimmt nicht
erschossen! Versprochen!
Produktinformation
- ISBN-10: 3837100065
- Best.Nr.: 25576363
- Laufzeit: 66 Min.
Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension
Rezensentin Elisabeth Dietz hat sich mit diesem Hörbuch doch amüsiert, hat man den Eindruck. Marx und Engels haben in ihren Briefen offenbar ziemlich vom Leder gezogen. Die Höraufnahme, die offenbar auf einer Live-Lesung beruht, zeigt vor allem Marx als Antisemiten, der sich fürs "Germanentum" begeistert - was die Hörer der Lesung ziemlich irritiert hat, erklärt Dietz. Harry Rowohlt grollt und donnert als Marx, wie sich das gehört. Gregor Gysi "gibt sich Mühe und betont passabel", schreibt die Rezensentin. Inhaltlich geht es in den Briefen viel um Geldsorgen erfahren wir. Auch da war Marx nicht zimperlich: So freut er sich über "die Nachricht von der Krankeit des unverwüstlichen Onkels meiner Frau. Stirbt der Hund jetzt, so bin ich aus der Patsche heraus", zitiert Dietz den führenden Kapitalismuskritiker.
© Perlentaucher Medien GmbH
"Hörbar lebendig wird dieser Austausch durch die Protagonisten: Der deutsche Linkspolitiker Gregor Gysi und der Universalkünstler Harry Rowohlt sind mit merkbarem Vergnügen bei der Sache." Der Standard
"So hat man Karl Marx und Friedrich Engels noch nicht erlebt. Der Saal der Berliner Kalkscheune war komplett ausverkauft, als Harry Rowohlt und Gregor Gysi aus dem privaten Briefwechsel der beiden Philosophen lasen. Die Texte, die nie zur Veröffentlichung bestimmt waren, amüsierten und schockierten durch ihre Offenheit und Deftigkeit."
"Es spricht für Rowohlts und Gysis Selbstironie, dass sie ihre ideologischen Ziehväter damit der Lächerlichkeit preisgeben. Jetzt liegt der Mitschnitt dieses denkwürdigen Abends als Hörbuch vor. Selten konnte man über die menschliche Fehlbarkeit großer Denker so herzlich lachen."
Süddeutsche Zeitung Audio-Rezension zu "Marx & Engels intim, Audio-CDs"
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Karl Marx (1818-83) Der Begründer des wissenschaftlichen Sozialismus entwickelte nach Lektüre der französischen Frühsozialisten, der britischen Nationalökonomie und des Materialismus von Ludwig Feuerbach die Grundzüge eines philosophischen und ökonomischen Systems. Zusammen mit Friedrich Engels entwickelte er die revolutionäre soziale Philosophie, bekannt als Marxismus.
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