Hurra, wir kapitulieren!, 3 Audio-CDs - Broder, Henryk M.
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Henryk M. Broder 

Hurra, wir kapitulieren!, 3 Audio-CDs

Von der Lust am Einknicken. Gekürzte Lesung. 240 Min.

Sprecher: Frank Arnold
Audio CD
 
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Produktbeschreibung zu Hurra, wir kapitulieren!, 3 Audio-CDs

Botschaften brennen wegen einer Mohammedkarikatur. Ein Regisseur wird ermordet wegen eines islamkritischen Films. Der iranische Präsident ruft öffentlich zum Völkermord auf. Und wie reagiert Europa? Gelähmt stehen wir dem Terror gegenüber. Wie das Kaninchen vor der Schlange des Islamismus und organisierten Staatsterrors. Appeasement lautet allerorts die Devise. Wie damals, als Herr Hitler kam. Wieder schaut Europa zu, wieder weicht es Schritt um Schritt zurück vor der Gefahr. Henryk M. Broder ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Er will provozieren und so darauf aufmerksam machen, daß gerade jetzt Geschichte sich wiederholt. Sein Essay geht unter die Haut. Mit Ironie und Nachdruck erläutert Broder die drohenden Folgen des Stillhaltens für Europa, jenes Europa, in dem er lebt und das er liebt. Und sein Fazit sieht traurig aus: Wenn wir weiter schweigen, wird das freie Europa, so wie wir es kennen, untergehen.

Produktinformation


  • Verlag: Audiobuch
  • ISBN-13: 9783899642506
  • Artikeltyp: Hörbuch
  • ISBN-10: 3899642503
  • Best.Nr.: 20944768
  • Laufzeit: 240 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.09.2006

Die nackte Angst
Henryk M. Broders polemische Abrechnung mit dem Westen
Henryk Broders jüngster Essay kommt gerade zur rechten Zeit. In gewohnt scharfsinniger und scharfzüngiger Manier geißelt er darin die weit verbreitete Appeasementhaltung gegenüber dem Islam und dem totalitären Islamismus. Israel als Staat der Juden gilt nicht nur in seiner arabischen Nachbarschaft als Urheber des Übels in Nahost, der mit seiner baren Existenz den Weltfrieden gefährde. So mischen sich hier auf denkwürdige Weise ein ‚Euro-Antisemitismus‘, wie ihn der ungarische Schriftsteller Imre Kertész beschrieben hat, mit einem tief sitzenden islamischen Antisemitismus, der Israel zugunsten der Herrschaft eines globalen Kalifats von der Landkarte auslöschen will.
In erfrischender Polemik und mit beißendem Sarkasmus entblößt Broder in seinem Buch dieses Phänomen der vorauseilenden Kapitulation des Westens angesichts dieser Androhung, wie sie sich im Streit um die Mohammed-Karikaturen, in der Weichzeichnung des iranischen Holocaust-Leugners Ahmadinedschad oder der Sympathie für den „palästinensischen Befreiungskampf” offenbart. Aus der defensiven Haltung Europas im …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.10.2006

Polemisch geht die Welt zugrunde
Henryk M. Broder hat ein neues Buch geschrieben, gegen das man nicht viel sagen kann. Leider

Es gibt Nervensägen, und es gibt Nervensägen, und Henryk M. Broder ist mit Sicherheit eine Nervensäge. Er schreibt für "Spiegel" und "Spiegel online", hat eine eigene Homepage, auf der er alles und jeden verdammt, und in Talkshows gibt er den selbstzufriedenen Provokateur, wobei seine Haltung klar umrissen ist: Er ist gegen Gutmenschentum und Claudia Roth, gegen Iris Berbens Hilfe für Israel und im Zweifel immer für Amerika. Sein neues Buch, das er sich gut gelaunt selbst gewidmet hat ("Für mich, zum Sechzigsten"), handelt "Von der Lust am Einknicken", wie der Untertitel verrät, und ist, auch das steht auf dem Umschlag vorne drauf: "Der ultimative Albtraum für alle Verfechter der Political Correctness". Dabei besteht kein Grund zum Zwinkern: Das Buch ist eine scharfsinnige Gesellschaftsanalyse, deren Argumentation so einleuchtend, so klar, konzise und gnadenlos zwingend ist, daß selbst ärgste "Verfechter der Political Correctness" Probleme haben dürften, dagegen anzukommen. Sie werden versuchen, Broder Polemik …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Henryk M. Broder zieht mit seinem jüngsten Buch gegen die von ihm diagnostizierte Beschwichtigungshaltung des Westens gegenüber der islamischen Welt zu Felde und tut dies mit gewohnt spitzer Feder und wunderbar geistvoll, stellt Ulrike Ackerman anerkennend fest. Broder wirft dem Westen vor, sich durch Kompensierung der wachsenden Angst in "Verharmlosung und Beschönigung" des Islamismus zu üben, was seiner Ansicht nach einer Kapitulation vor dem Terror gleichkommt, so Ackermann zustimmend. Sie sieht in seinem "erfrischend" polemischen Essay einen Appell zu einer Haltungsänderung, dem sie sich nur anschließen kann.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Henryk M. Broder ist einer der scharfsinnigsten Köpfe Deutschlands, ein höchst unterhaltsamer Autor, ein Journalist mit erstaunlichem Horizont - und der ultimative Albtraum für alle Verfechter der 'political correctness'. In diesem tragikomischen Essay analysiert Broder die gegenwärtige Appeasement-Politik Europas, die seine zerbrechlichen Freiheiten gefährdet. Sein aufrüttelndes Buch ist eindringlich, ironisch, traurig - und offenbart Broders grenzenlose Liebe zu Europa, jenem geschundenen Teil der Welt, in dem sich nach Jahrhunderten des Blutvergießens freie Gesellschaften entwickelt haben, die es unter allen Umständen zu verteidigen gilt." -- Leon de Winter

"Das Buch ist eine scharfsinnige Gesellschaftsanalyse, deren Argumentation so einleuchtend, so klar, konzise und gnadenlos zwingend ist, dass selbst ärgste 'Verfechter der Political Correctness' Probleme haben dürften, dagegen anzukämpfen." -- Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Henryk Broders jüngster Essay kommt gerade zur rechten Zeit. In gewohnt scharfsinniger und scharfzüngiger Manier geißelt er darin die weit verbreitete Appeasementhaltung gegenüber dem Islam und dem totalitären Islamismus. Broders Essay ist ein wunderbarer Aufruf, die Freiheiten und die Errungenschaften der westlichen Aufklärung gegenüber dieser Bedrohung zu verteidigen." -- Süddeutsche Zeitung

»Henryk Broders jüngster Essay kommt gerade zur rechten Zeit. In gewohnt scharfsinniger und scharfzüngiger Manier geißelt er darin die weit verbreitete Appeasementhaltung gegenüber dem Islam und dem totalitären Islamismus. Broders Essay ist ein wunderbarer Aufruf, die Freiheiten und die Errungenschaften der westlichen Aufklärung gegenüber dieser Bedrohung zu verteidigen.«
Henryk M. Broder, geboren 1946 in Katowice, Polen, ist Journalist beim "Spiegel" und lebt in Berlin und Jerusalem. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. 2005 erhielt Henryk M. Broder den traditionsreichen Schubart-Literaturpreis der Stadt Aalen und 2007 den Ludwig-Börne-Preis.

Leseprobe zu "Hurra, wir kapitulieren!, 3 Audio-CDs"

Alle gaga, oder was?

Mitte Juni 2010 verlieh die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften die neu geschaffene Kant-Medaille an Seine Königliche Hoheit Prinz Salman Bin Abdulaziz Al-Saud aus Saudi-Arabien. Der Königsberger Philosoph war einst außerordentliches Mitglied der Akademie, der erste Empfänger der Auszeichnung amtiert als Gouverneur von Riad, der Hauptstadt des Königreiches. In seiner Laudatio pries Akademie-Präsident Günter Stock den Preisträger als "einen Förderer von Bildung und Wissenschaften auf der Arabischen Halbinsel und darüber hinaus", der "die Wissenschaft zu einer zentralen Triebfeder für die Zukunft der Region Riad gemacht" hat.

Unter den Gästen der Feier war auch der Berliner Politiker Klaus Uwe Benneter, Jurist, ehemaliger Generalsekretär der SPD und eine Legislaturperiode lang Justitiar der SPD-Bundestagsfraktion. Er war von der Begegnung mit dem Prinzen dermaßen angetan, dass er ins Schwärmen geriet. "Selten habe ich in meinem Leben einen so kulturell und wissenschaftlich interessierten Menschen erlebt wie bei seiner Königlichen Hoheit. Es ist eine wahre Freude, mit ihm zusammen sein zu dürfen."

Kaum anzunehmen, dass der Rechtsanwalt Benneter nicht wusste, mit wem er es zu tun hatte: Dem Repräsentanten eines Regimes, das von einem Rechtsstaat so weit entfernt ist wie die SPD vom Erfurter Programm aus dem Jahre 1891, eines Regimes, das köpfen, steinigen, und auspeitschen lässt, dessen Beitrag zur Bildung und Wissenschaft primär darin besteht, dass Dieben die Hände nicht mehr abgehackt sondern unter örtlicher Betäubung wegamputiert werden. Andererseits - auch in Saudi-Arabien geht es mit den Menschenrechten voran, wenn auch wesentlich langsamer als mit der SPD bergab.

Ende Mai dieses Jahr wies das Erziehungsministerium in Riad alle Schulleiter im Lande an, im Notfall die Retter nicht zu behindern - egal ob Jungen oder Mädchen geholfen werden müsste. Der Erlass war eine späte Reaktion auf ein schweres Unglück im März 2002. Damals waren 15 Schülerinnen verbrannt, nachdem in ihrer Schule ein Feuer ausgebrochen war und die Tugendwächter der Religionspolizei, die noch vor der Feuerwehr vor Ort waren, die Türen von außen versperrt und einige Mädchen, die sich dennoch ins Freie retten konnten, in das brennende Gebäude zurückgeprügelt hatten.

Die Auszeichnung des Gouverneurs von Riad mit der Kant-Medaille und der tiefe Kotau, zu dem sich ein Sozialdemokrat aus diesem Anlass verpflichtet fühlte, passten gut in eine Landschaft, in der die reine Toleranz gegenüber jeder Zumutung sich fest etabliert hatte.

Wenn man bedenkt, dass die Anschläge vom 11. September 2001 gerade erst neun Jahre zurück liegen und dass alle spektakulären Terroraktionen danach (London, Madrid, Djerba, Bali, Casablanca, Istanbul, Taba, Scharm el Scheich, Amman, Mumbai, Mombasa) von Moslems beziehungsweise "Islamisten" begangen wurden, die allesamt mit dem Anspruch auftraten, den Willen Allahs zu vollstrecken, dann kommen einem die Reaktionen der aufgeklärten Öffentlichkeit umso seltsamer vor. Zum einen wird immer wieder nachgerechnet, dass 99,9 Prozent aller Muslime friedliche Menschen und nur ganz wenige gewaltbereite Extremisten seien, dass der Islam, "die Religion des Friedens", von einer kleinen radikalen Minderheit missbraucht und als Geisel genommen werde. Statt aber die logische Anschlussfrage zu stellen, warum sich 99,9 Prozent von 0,1 Prozent missbrauchen und als Geiseln nehmen lassen, ohne die kleine radikale Minderheit in die Schranken zu weisen, zieht es die aufgeklärte Öffentlichkeit vor, den radikalen Elementen entgegenzukommen, sich mit ihnen präventiv zu arrangieren. "If you can't beat them - hug them!"

Der Bischof von Breda, Tiny Muskens, ein liberaler Katholik, hat im August 2oo7 vorgeschlagen, in der katholischen Liturgie den Begriff "Gott" durch "Allah" zu ersetzen. Der sozialdemokratische Bürgermeister von Brüssel, Freddy Thielemans, hat eine Kundgebung gegen die schleichende Islamisierung Europas, die am 6. Jahrestag von 9/11 in Brüssel stattfinden sollte, verboten, zugleich hat seine Verwaltung die Polizisten in der Hauptstadt Europas angewiesen, während des Fastenmonats Ramadan nicht in der Öffentlichkeit zu rauchen oder zu essen, um die religiösen Gefühle der Moslems nicht zu verletzen. Vermutlich ist der Brüsseler Bürgermeister der Ansicht, so lange gegen eine Islamisierung nicht demonstriert werden darf, findet sie nicht wirklich statt. Auch die Polizisten der Stadt Zürich sind aufgefordert worden, sich mit der islamischen Kultur vertraut zu machen, indem sie im Monat Ramadan freiwillig einen Tag lang fasten. Das Interesse an diesem Vorschlag soll aber angesichts des kulinarischen Angebots in Zürich gering gewesen sein.

In Glasgow und einigen anderen Städten des Vereinigten Königreichs sollten Ärzte und Krankenpfleger nur darauf verzichten, ihre Pausen-Snacks am Arbeitsplatz zu konsumieren, aus Rücksicht auf ihre fastenden Kollegen. Aus dem gleichen Grund kündigten die britischen Konservativen an, dass sie auf ihrem diesjährigen Parteitag in Blackpool zum ersten Mal einen Gebetsraum einrichten würden, um Moslems sowohl die Teilnahme an der Konferenz wie die Erfüllung ihrer religiösen Pflichten während des Ramadan zu ermöglichen. Wesentlich weiter geht die BBC in ihrer Internet-"Section on Islam". Wird der Name des Propheten erwähnt, folgt sofort der Zusatz: "Peace be upon him", der Friede sei mit ihm. Das sei man einer fairen und ausgewogenen Darstellung des Islam schuldig.

Einen aufregenden Praxistest dürfte die Sprachregelung bestehen, wenn die BBC über einen Selbstmordanschlag gläubiger Muslime berichtet, deren letzte Worte ihrem barmherzigen Gott Allah und seinem Propheten, Peace be upon him, gelten.

Wem solche Exerzitien in Anpassung noch nicht radikal genug sind, der kann sich mit einem Beispiel aus Kanada behelfen. Im Widerspruch zum Wahlgesetz, das eindeutig statuiert, dass alle Wähler "zweifelsfrei visuell identifiziert werden können", hat die Wahlkommission entschieden, dass auch völlig verschleierte Frauen ihre Stimmen abgeben dürfen, ohne ihr Gesicht zeigen zu müssen, vorausgesetzt, sie bringen zwei Ausweise und einen Zeugen mit, der ihre Identität bestätigt. Und wenn es demnächst in kanadischen Wahllokalen wie auf Halloween-Parties zugeht, wird das nicht unbedingt der Demokratie, in jedem Fall aber der Produktion und dem Absatz von Burkas zugute kommen.

Alle gaga, oder was? Oder ist ein System umso anfälliger für totalitäre Versuchungen, je liberaler es ist und je weniger Erfahrung es mit politischen Ideen gemacht hat, die sich demokratischer Mittel bedienen, um die Demokratie auszuhebeln? Das würde erklären, warum Briten und Kanadier so unendlich tolerant sind und nicht einmal dann zusammenzucken, wenn sie Demonstranten begegnen, die keine Zeit haben, einer geregelten Arbeit nachzugehen, weil sie die Einführung der Todesstrafe gegen Karikaturisten und andere Gotteslästerer fordern müssen.

Trackliste zu "Hurra, wir kapitulieren!, 3 Audio-CDs"


CD 1
1 Hurra, wir kapitulieren! - Von der Lust am Einknicken 05:06
2 Hurra, wir kapitulieren! - Von der Lust am Einknicken 08:39
3 Hurra, wir kapitulieren! - Von der Lust am Einknicken 08:31
4 Hurra, wir kapitulieren! - Von der Lust am Einknicken 08:58
5 Hurra, wir kapitulieren! - Von der Lust am Einknicken 08:28
6 Hurra, wir kapitulieren! - Von der Lust am Einknicken 09:19
7 Hurra, wir kapitulieren! - Von der Lust am Einknicken 08:03
8 Hurra, wir kapitulieren! - Von der Lust am Einknicken 09:22
9 Hurra, wir kapitulieren! - Von der Lust am Einknicken 09:36

CD 2
1 Hurra, wir kapitulieren! - Von der Lust am Einknicken 08:28
2 Hurra, wir kapitulieren! - Von der Lust am Einknicken 07:22
3 Hurra, wir kapitulieren! - Von der Lust am Einknicken 08:47
4 Hurra, wir kapitulieren! - Von der Lust am Einknicken 09:12
5 Hurra, wir kapitulieren! - Von der Lust am Einknicken 08:08
6 Hurra, wir kapitulieren! - Von der Lust am Einknicken 08:47
7 Hurra, wir kapitulieren! - Von der Lust am Einknicken 09:18
8 Hurra, wir kapitulieren! - Von der Lust am Einknicken 09:01
9 Hurra, wir kapitulieren! - Von der Lust am Einknicken 09:04
10 Hurra, wir kapitulieren! - Von der Lust am Einknicken 09:11

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Kundenbewertungen zu "Hurra, wir kapitulieren!, 3 Audio-CDs"

Durchschnittliche Kundenbewertung 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet
(aus 1 Bewertung)

Bewertung von Schreibs aus München am 05.04.2011 ***** ausgezeichnet
Endlich einer, der sagt, was er denkt und darauf pfeift, ob ihn das zum Medienliebling macht oder nicht.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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